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Olympics nächste Niederlage

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Freiburg Olympic musste in den letzten Wochen hartes Brot essen. Sowohl in der Meisterschaft wie in der Champions League gab es mehr Niederlagen als Erfolge. Besonders die beiden Heimschlappen gegen Massagno und Boncourt hatte niemand erwartet. Diese schmerzen auch besonders, kämpft man doch nun in der Schweizer Meisterschaft um den Anschluss an die Spitze, obwohl auch da kein Team mehr ohne Niederlage dasteht.

Dass aber europäisch die Trauben noch einiges höher hängen, musste der Meister auf brutale Art und Weise erfahren. Knappen Niederlagen gegen Nanterre und Bonn steht die letzte brutale Auswärtsschlappe in Griechenland gegen PAOK Thessaloniki gegenüber. Einzig ein Sieg resultierte aus den letzten sechs Begegnungen gegen die Tschechen aus Opava. Genau aus diesem Grund wollte man dem Publikum gestern Abend gegen das zweitklassierte Venedig beweisen, dass die St.-Leonhard-Halle doch noch eine Festung sein kann.

Olympic hält den Favoriten in Schach

Von Beginn der Partie weg bestimmte das Heimteam das Geschehen. Im Stammfünfer standen mit Watts, Roberson, Williams, Touré und Jurkovitz gleich 4 ausländische Verstärkungen. Sie zeigten den Venezianern, dass an diesem Abend kein leichter Sieg zu holen war (7:2; 3.). Dann aber bewiesen die Italiener, dass sie nicht umsonst auf Rang zwei der Tabelle stehen. Mit einem brutalen 9:0 Schaulaufen zeigten sie erstmals ihr Können. Doch Olympic wollte in Nichts nachstehen und setzte seinerseits als Reaktion gleich ein 11:0-Teilresultat zur 18:11 Führung.

Auch im zweiten Spielabschnitt war Einsatz und Kampfgeist grossgeschrieben. Viele Spielerwechsel vor allem auf Gästeseite sollten den entfesselt auftretenden Freiburgern der Rhythmus brechen. Aber das Heimteam wollte die Schlappe von Griechenland vergessen machen und hielt die Italiener stets in Schach. Der Vorsprung pendelte sich bei 5 Punkten ein. Erst, als kurz vor der Halbzeitpause Olympic auf dumme Art zwei Mal den Ball verschenkte, nutzte der Gast die Gunst der Stunde und konnte auch noch unter gütiger Mithilfe der Unparteiischen den Rückstand bis zur Pause auf zwei magere Pünktchen verkürzen. Doch: Alles blieb weiterhin möglich.

Verletzung von Watts dreht die Partie

Auch nach der Pause musste der grosse Favorit aus Venedig zuerst leiden. Die Freiburger gaben alles und hätten den Sieg wirklich verdient. Doch dann kam die verhängnisvolle 24. Minute: Justin Watts, der omnipräsente Spielgestalter der Freiburger, der in der eigenen Halle sein Debüt gab, verletzte sich im Angriff unglücklich am Knie nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler. Er musste in die Garderobe geführt werden und blieb dort längere Zeit. Nach diesem Zwischenfall fiel das Spiel der Freiburger in der kommenden Phase total auseinander. Eine bisher nicht gesehene Unsicherheit schlich sich in die Aktionen ein. Die routinierten Italiener vermochten das kaltblütig auszunutzen und ergriffen Initiative und Führung.

Coach Petar Aleksic aber schaffte es, sein Team zu beruhigen. Die Aktionen kamen wieder in Schwung, und Venedig musste merken, welch starker Gegner ihm gegenüberstand. Dennoch lagen nun die Gäste stets leicht in Front. Vor allem die Bankspieler setzten immer wieder Akzente. Bramos stellte seine Treffsicherheit unter Beweis und war am Ende mit seinen Dreiern der eigentliche Matchwinner für die Venezianer. Olympic aber steckte nie auf und behielt Anschluss (69:69; 36.). Beiderseits aber beging man immer wieder Fehler, so dass keine Entscheidung fallen konnte. Zum tragischen Helden wurde dann Olympics Nathan Jurkovitz, der ganze 9 Sekunden vor dem Ende der Partie alleine auf den gegnerischen Korb loszog und zum Schrecken der tosenden Fans seinen Ball vom Ring zurückspringen sah. So aber blieb die Angelegenheit spannend, und Alfred Hitchcock hätte nicht besser Regie führen können. Zwei Sekunden vor Schluss erhielt Roberson drei Freiwürfe zugesprochen, die er allesamt zum 77:77-Schlussresultat verwertete, was gleichbedeutend mit einer Verlängerung war.

Entscheidende Dreier Venedigs

In diesen zusätzlichen Minuten waren es die Italiener, die den Vorsprung am Ende doch noch auf brutale zehn Punkte hochzuschrauben wussten. Nicht dass Olympic total eingegangen wäre, nein, aber die fünf Distanzwürfe bedeuteten die definitive Entscheidung zugunsten der Gäste. Doch Petar Aleksic darf stolz sein auf seine Truppe, die eine grossartige Partie ablieferte und die grossen Favoriten aus Italien stets in Schach hielten und an den Rand einer Niederlage brachten. Somit bleibt Olympic auf dem einen Sieg sitzen und steht auf Rang sieben, vor den Tschechen aus Opava.

Telegramm

Olympic – Venedig 86:96 n.V. (42:40; 77:77)

St. Leonhard. – 1500 Zuschauer. – SR: Conde (ESP), Salins (LET), Mitovski (MZD).

Freiburg Olympic: Mladjan (5 Punkte), Touré (11), Roberson (16), Williamson (17), Watts (11), Jurkovitz N. (14), Timberlake (7), Jaunin (2), Gravet (3), Steinmann.

Venedig: Haynes (19), Daye (14), Watt (11), Tonut (14), De Nicolao (3), Vidmar , Giuri (6), Biligha (2), Bramos (9), Stone (13), Washington (5).

Bemerkungen: Olympic ohne Desponds (überzählig). 5 Fouls Watt (40.). – Teilresultate: 23:17; 19:23; 13:16; 22:21; 9:19.

Europacup. Gruppe B. 7. Spieltag: Bonn – Opava (CZE) 114:77 (58:40). Rangliste: 1. Teneriffa 6/12. 2. Venedig 7/10. 3. Hapoel Holon 6/8. 4. PAOK Saloniki 6/6. 5. Nanterre 6/6. 6. Bonn 7/6. 7. Olympic 7/2. 8. Opava 7/2.

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