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Olympics nächster Exploit

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Olympic bestritt gestern im Rahmen der Champions-League-Qualifikation das fünfte Spiel in den letzten zwölf Tagen – und das gegen Gegner von internationalem Format, weshalb die Partien hinsichtlich der Intensität ungleich höher sind als die durchschnittlichen Duelle in der Nationalliga A. Werden zusätzlich die Reisestrapazen wie im Besonderen in der ersten Runde der CL-Qualifikation nach Russland zu Saratow berücksichtigt, ist es nur logisch, wenn derartige Belastungen nicht gewohnten Freiburger langsam, aber sicher an ihre körperlichen und mentalen Grenzen stossen. Es stellte sich gestern deshalb unweigerlich die Frage, inwiefern sie im Hinspiel zu Hause gegen Sakarya Buyuksehir dagegenhalten würden. Gegen eine türkische Mannschaft notabene, die aufgrund der Klasse der heimischen Liga direkt für die dritte Qualifikationsrunde gesetzt war und deshalb im Gegensatz zu Olympic im Vollbesitz der Kräfte angereist war.

Doch genau in diesem Widerspruch lag zugleich die Chance der Freiburger. Sakarya, das mit der finanzkräftigen Unterstützung eines türkischen Milliardärs innert Kürze aus dem Nichts den Aufstieg in die Basketbol Süper Ligi geschafft und die letzte Saison auf Rang fünf beendet hatte, bestritt im St. Leonhard das erste Pflichtspiel der Saison – und dies mit einer praktisch rundum erneuerten Equipe (nicht weniger als zehn Zuzüge). Fehlende Automatismen schienen deshalb unausweichlich zu sein. Doch der vermeintliche Vorteil an Wettkampfpraxis wirkte sich zunächst nicht zugunsten der Gastgeber aus.

Fehlstart korrigiert

«Wir wollten eigentlich aggressiv beginnen, aber das gelang uns nicht. Vielmehr stiessen uns die Türken herum», erklärte Justin Roberson, der zum Mann des Spiels werden sollte, den Freiburger Fehlstart. Mit 17:31 lagen die Freiburger nach dem Startviertel im Hintertreffen. Die Türken offenbarten keine Abstimmungsprobleme und machten stattdessen mächtig Tempo. Besonders den US-Spielmacher Toney Douglas (12 Punkte in den ersten zehn Minuten) bekam Olympic zu Beginn nicht unter Kontrolle, überdies dominierten die im Schnitt fünf Zentimeter grösseren Gäste die Rebounds beinahe nach Belieben (12:2). Babacar Touré etwa ass gegen Landry Nnoko (208 cm) hartes Brot.

Mit dem ansehnlichen Punktepolster im Rücken nahm der Coach von Sakarya dann nach und nach seinen überzeugenden Stammfünfer vom Parkett, was Olympic natürlich zupasskam. Einmal mehr stellten die Freiburger ihre Kämpferqualitäten unter Beweis. Angeführt vom wirbligen Justin Roberson verkürzten sie bis zur 15. Minute auf 31:41, zur Pause hiess es dann sogar nur noch 42:46.

Das Heimteam beeindruckte in der Folge weiter. Douglas war plötzlich abgemeldet, und Touré sorgte für die erstmalige Freiburger Führung (50:48). Olympic bot dem Favoriten endgültig die Stirn, indem es auch unter den Körben seine Nachteile wettmachen konnte. Dank einem Buzzer Beater von Paul Gravet – ein Dreier in letzter Sekunde – ging die Formation von Trainer Petar Aleksic mit nur einem Zähler Rückstand ins Schlussviertel.

Aleksic: «Exzellent gespielt»

In diesem machte sich die Müdigkeit der Freiburger dann schliesslich doch noch bemerkbar. Fehlpässe und verstolperte Bälle waren Beleg für die nachlassende Konzentration. Nichts eingebüsst hatten sie derweil von ihrem Kampfgeist. Während der Belgier Jean Salumu für die Gäste weiter glänzte (total 27 Punkte), hatte einer der Freiburger ganz offensichtlich noch ganz viel Benzin im Tank: Justin Roberson. Mit 29 Punkten – 13 davon allein im Schlussviertel – hielt er seine Farben bis zum Ende im Spiel. Und natürlich war es der Amerikaner, der mit einem Dreier plus Freiwurf sechs Sekunden vor dem Ende zum 87:85-Sieg den nächsten Exploit Olympics auf internationaler Bühne besiegelte.

«Wir haben heute als Team gewonnen», blieb Roberson bescheiden. Er habe einfach Verantwortung übernommen, als er den letzten Wurf genommen habe. Aleksic seinerseits war einfach nur stolz: «Das ist ein grosser Sieg für uns gegen ein Team, das ein ungleich höheres Budget hat. Abgesehen vom ersten Abschnitt haben wir exzellent gespielt.» Auf der anderen Seite trauerte Salumu der vergebenen Führung nach. «Wir haben eine grosse Chance verpasst», so Salumu. «Olympic ist jetzt psychologisch im Vorteil.» Am Donnerstag steigt in der Türkei in einer mit 5000 Fans stimmungsvollen Halle das Rückspiel. Auch wenn die Freiburger den Einzug in die Gruppenphase der Champions League verpassen sollten, Gewinner sind sie schon jetzt allemal.

Telegramm

Olympic – Sakarya 87:85 (42:46)

St. Leonhard. 1200 Zuschauer. SR: Cici (ALB), Lucis (LAT), Zapolski (POL).

Freiburg Olympic: Jaunin (6 Punkte); Steinmann (4); Gravet (7); Mladjan (8), Touré (8); Madiamba (3); Roberson (29); Williamson (10); Timberlake (6); Jurkovitz (6).

Sarakaya Buyuksehir: Etou (10); Wilbekin; Herndon (3); Sekeroglu (1); Edge (15); Eslik; Salumu (27); Douglas (12); Karahan (5); Nnoko (10); Dokuyan; Özkan (2).

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