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Olympics Taktik liess Vacallo verzweifeln

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Autor: frank stettler

Nach dem dritten Spiel in der Playoff-Halbfinal-Serie ist klar: Olympics Niederlage in Partie 1 war wohl nicht mehr als ein «Unfall». Oder anders ausgedrückt: Trainer Damien Leyrolles brauchte diesen Auftaktmatch, um die richtigen taktischen Vorgaben für sein Team zu finden.

Basketball ist im Grunde ein komplexer Sport, der von Spielsystemen und taktischen Schemen geprägt ist. Aber manchmal reicht auch ein simpler Schachzug, um Gegner vor schier unlösbare Probleme zu stellen. Leyrolles liess ab dem zweiten Spiel seinen Amerikaner Dave Esterkamp auf der für ihn unüblichen Position 4 spielen. Mit einem «Grossen» weniger, dafür mit den drei flinken und aggressiven Pascal Perrier-David (gegen Raga), Harold Mrazek (gegen Gibson) und Tresor Quidome (gegen Smiljanic) bestimmten die Freiburger den Spielrhythmus. So auch am Samstag vor 2200 Zuschauern, als sie dem Cup-Sieger aus dem Tessin mit einem 30:9 im Startviertel gleich den Schneid abgekauft hatten. Vacallo (9 Ballverluste in 9 Minuten) wurde förmlich überrannt. Olympic war hyperaufmerksam, unterband das Passspiel seines Gegners und zeigte im Angriff sicher.

Pastores Lob an Leyrolles

«Olympic demonstriert, wie ich mir Basketball vorstelle. Die Freiburger zeigen uns ganz klar die Limiten auf. Sie lassen den Ball zirkulieren, suchen den freien Mann und stehen in der Defensive kompakt», ist der sympathische Vacallo-Coach Rodrigo Pastore voll des Lobes für seinen Gegner.

Den Hauptgrund für den klaren Umschwung in der Serie sieht der Italiener aber nicht auf dem Parkett, sondern an der Seitenlinie: «Leyrolles ist ein ausgezeichneter Trainer. Er fand in diesem Halbfinal die Lösung gegen mein Team. Hätte es ein anderer schon früher in der Saison geschafft, wären wir nicht so weit gekommen.»

Dank Leyrolles’ Taktik können sich die Tessiner kaum mehr entfalten – oder zumindest jeweils nur noch ein Teil der Spieler. So konnte am Samstag nur Dacevic auf seinem üblichen hohen Niveau agieren, andere wie Gibson und insbesondere das Duo Smiljanic/Mihaijlovic (zusammen 4 Punkte) blieben blass. Und dies wirkt sich bei einem personell so knappen Kader wie dem Vacallos brutal aus. Die Gäste konnten nie reagieren und waren schon zur Pause auf verlorenem Posten (44:21).

«Vacallo hat Stolz»

Anders die Freiburger, die erneut auf einen überragenden Perrier-David zählen konnten. Mrazek zeigte in einem der letzten Spiele seiner Karriere, welch intelligenter Spieler er ist, und Vogt stand in seinen 15 Minuten Einsatzzeit seinen Mann. «Unser Start war entscheidend. Hätten wir ein paar Körbe weniger gemacht, hätte sich ein ganz anderes Spiel entwickeln können. Wichtig war auch, dass wir uns nach der Pause nicht auf unseren Lorbeeren ausgeruht haben. Wir führen jetzt 2:1. Wir müssen diesen Sieg so schnell wie möglich vergessen. Vacallo hat Stolz. Sie werden am Mittwoch nochmals alles gaben.»

Rodrigo Pastore will die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Aber er ist Realist genug, um zu wissen, dass es für seine Mannschaft ganz hart wird: «So oder so, ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat auch heute nie aufgegeben. Am Mittwoch haben wir noch eine Chance. Diese wollen wir nutzen. Aber Olympic ist die bessere Mannschaft. Ich hoffe, dass wir in dieser Serie viel für die kommende Saison lernen werden.»

Noch ist aber die Saison für Vacallo nicht zu Ende. Der schlaue Fuchs Pastore wird sich für die Partie am Mittwoch in Bellinzona bestimmt wieder die eine oder andere Überraschung überlegen. Oder wie es Leyrolles sagt: «Wir müssen auf alles vorbereitet sein.»

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