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Olympics wundersame Auferstehung

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«Wir lagen mit 16  Punkten vorne im dritten Viertel. Dann noch zu verlieren, ist frustrierend», konstatierte Genfs Jonathan Kazadi. «Aber Hut ab vor Olympic, es hat nie aufgesteckt.» Freiburgs Jérémy Jaunin schrieb das unglaubliche Comeback seiner Equipe ihrer gesteigerten Intensität zu. «Zunächst vergaben wir zwar noch ein paar einfache Würfe, doch wir waren zurück auf der richtigen Spur», schildert der Spielmacher die entscheidende Phase des zweiten Finalspiels, die so wohl nicht mehr viele der 1450 Zuschauer erwartet hatten.

Freiburger Korbflaute

Wie das Spielende war zuvor auch die Startphase mit Vorteilen für die Freiburger verlaufen. Mit 7:0 lag Olympic dank Dusan Mladjan nach drei Minuten vorne. Die Zeche dafür musste erst einmal der Ex-Freiburger Kazadi bezahlen, indem er vom Parkett genommen wurde. Nach 205 Sekunden erzielte der weitere Playoff-Zuzug Ilia Popow den ersten Korb für die Gäste, danach musste aber auch der Russe, der in der schwülwarmen Halle bereits kräftig pumpen musste, seinen Platz räumen. Ohne die beiden Neo-Genfer lief es dem Herausforderer Freiburgs runder. Olympic konnte seinen Vorsprung zwar bis auf 10 Zähler ausbauen (5.), bis Viertelsende kam Genf aber wieder auf 22:18 heran – mitunter durch die 7  Punkte von Terry Smith. Der Amerikaner war damit früh auf bestem Wege, sich für seine schwache Vorstellung vom Samstag zu rehabilitieren.

Das folgende Viertel sollte sich dann als veritabler Albtraum für die Freiburger entpuppen. «Wir trafen viele falsche Entscheidungen», bedauerte der Freiburger Coach Petar Aleksic das eklatante Zwischentief. Paul Gravet zeichnete sage und schreibe für den einzigen Korberfolg Olympics aus dem Spiel heraus verantwortlich. Ansonsten herrschte Tristesse pur. Mit 18:5 ging der Abschnitt an die Genfer, die den Raum unter ihrem Korb eng machten. Das Heimteam fand kein Mittel, seine Ladehemmung zu stoppen – nicht einmal von der Freiwurflinie aus. 3 verwertete Freiwürfe bei 8  Versuchen lautete die miserable Bilanz. Es war Andre ­Williamson, der sich in der 16.  Spielminute nach total 7:03 Minuten Flaute und einem 12:0-Teilresultat zugunsten der Gäste immerhin den ersten Zähler Olympics im zweiten Viertel notieren lassen konnte. Erbaulich war dies unter der Berücksichtigung der 7 Ballverluste indes nicht. «Wir wurden etwas nervös. Aber manchmal muss man das Gewitter vorüberziehen lassen, um dann wieder anzugreifen», erklärte Jaunin. Tatsächlich dominierte Genf, etwa bei den Rebounds – und bei den Punkten der Bankspieler. Normalerweise eine Domäne der Freiburger, gilt dies gegen die Genfer nur bedingt oder gar nicht. Zur Pause trugen die Einwechselspieler des Gasts mit 19 Punkten (gegenüber 5 bei Olympic) deutlich zu ihrer 36:27-Führung bei. «Wir hatten wirklich einen guten Rhythmus gefunden», analysierte Kazadi.

Jaunin startet Aufholjagd

Olympic war gefordert. Die Reaktion blieb wie von Jaunin angesprochen vorerst aber aus. Vielmehr verschoss Justin Roberson gleich die nächsten zwei Freiwürfe. Nach drei Vierteln lag die Trefferquote von der Freiwurflinie bei unterirdischen 31 Prozent (6/19). Die überaus aggressiv verteidigenden Genfer, angeführt vom entfesselten Smith, behielten nicht zuletzt aufgrund dieser verschenkten Punkte Olympics die Oberhand. Aufgeben war für die Gastgeber aber keine Option. Und in der Tat, nach dem eingangs erwähnten 31:47-Rückstand brachte Jaunin mit einem Dreier die Hoffnung zurück: Die Aufholjagd war doch noch lanciert. Nach 31 Minuten stellte Tim Derksen auf 47:49, kurz darauf gelang ihm gar der Ausgleich – und das Momentum wechselte definitiv das Lager.

Olympic hatte Blut geleckt und liess nicht mehr locker. Konstant lagen die Freiburger bis zuletzt mit maximal 6 Punkten vorne, auch weil Axel Louissaint in der hektischen Schlussphase seine Freiwürfe versenkte. Den entscheidenden Korbleger zum Sieg jedoch verwertete Derksen (wer sonst?) 20 Sekunden vor Ende zum 69:65.

«Wir haben keine Wahl, wir müssen nun reagieren», so Kazadi im Hinblick auf das Spiel 3 vom Samstag in Genf, wenn die Gastgeber das Messer am Hals haben werden. «Wir haben nichts mehr zu verlieren.» Das klang schon fast wie eine Durchhalteparole. «Wichtig wird sein, dass wir in Genf mit Köpfchen spielen», sagte derweil Olympic-Trainer Aleksic. Gelingt das den Freiburgern, dürfte die Titelverteidigung und Meisterschaft Nummer  18 in Griffnähe sein.

Telegramm

Olympic – Genf 71:65 (22:18, 5:18, 15:13, 29:16)

St. Leonhard. – 1450 Zuschauer. – SR: Novakovic, Marmy, Stojcev.

Freiburg Olympic: D. Mladjan (10), Louissaint (4), Jaunin (6), Gravet (4), Touré (9); Derksen (15), Roberson (4), Williamson (14), N. Jurkovitz (5).

Genf: Humphrey (4), Colter (2), Kazadi (6), Smith (29), M. Mladjan (9); Cotture (2), Kovac (1), Popow (12).

Bemerkungen: Olympic ohne Steinmann und T. Jurkovitz (beide verletzt), Genf ohne Kosic (verletzt) und Padgett (überzähliger Ausländer).

Playoff-Final (best of 5). Stand Serie: 2:0.

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