Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Panne legt die ganze Kantonsverwaltung lahm

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kein Anruf, und das den ganzen Tag über: Die Telefone standen gestern in der Freiburger Kantonsverwaltung ab 10.20 Uhr still, der Zugang zum Internet war tot. Büros, Kollegien, Polizei, Spitäler: Alle mussten ihre Arbeit umstellen.

Der Grund: Eine Panne der Disk-Array, auch Plattensubsystem genannt. Dies ist ein Gerät mit mehreren Festplatten, die Servern zur Verfügung gestellt werden. «Aus Sicherheitsgründen sind sie an unterschiedlichen Orten untergebracht», sagte Staatsrat Georges Godel (CVP) den FN. «Leider sind sie gleichzeitig ausgefallen.» Warum sie versagten, war gestern Abend noch unklar; ebenso, ob ein interner Fehler vorliegt oder ein Verschulden des externen Zulieferers. «Wichtig ist, dass das System nun rasch wieder funktioniert; danach wollen wir wissen, warum das passiert ist – damit es nie wieder passiert.» Wie Godel kurz vor 20 Uhr mitteilte, sollte in der Nacht wieder Normalität einkehren.

Heikle Bereiche sind die Spitäler und die Polizei. «Unser Betrieb hat an allen fünf Standorten sehr gut funktioniert», sagte Alexandre Brodard, Sprecher des Freiburger Spitals HFR. «Wir konnten alle Patienten behandeln, das ist das Wichtigste.» Allerdings sei das Notkonzept in Kraft getreten: «Wir haben alles auf Papier festgehalten.» Einige Operationen, die nicht dringend waren und bei denen den Ärzten der Zugriff auf wichtige Informationen fehlte, seien verschoben worden. «Wir haben vor allem mehr menschliche Energie eingesetzt», so Brodard: So mussten Dossiers und Röntgenaufnahmen, die sonst per Mail übermittelt werden, hin- und hergetragen werden. Für das Spital komme die grosse Arbeit erst, wenn die Panne behoben sei: «Dann muss zusätzliches Personal alle Informationen, die wir handschriftlich festgehalten haben, erfassen.» Diese Probleme hatte die Polizei nicht: «Wir konnten normal arbeiten», so Mediensprecher Martial Pugin. «Wir hatten keine Informatikpanne.» Die Polizei sei einem anderen System angeschlossen. «Wir hatten hingegen ein Problem mit den Telefonen, die nicht funktionierten.» Die Notfallnummern funktionierten jedoch alle.

Reaktionen

Einige waren froh um die Ruhe, andere hatten nichts zu tun

Die gestrigen Informatikprobleme führten in diversen Ämtern der Kantonsverwaltung zu Problemen. «Die Telefonie war lahmgelegt, das Mailen funktionierte zwar, aber mit Verzögerungen und gelegentlichen Ausfällen», so Franz Walter, Direktor der Strafanstalten Bellechasse. Anstelle der Telefonie sei auf das Handynetz sowie auf Funk zurückgegriffen worden. «Der Ausfall war zu keinem Zeitpunkt kritisch und unser Notfallkonzept hat sich sehr gut bewährt», sagt Walter. So auch bei der Staatsanwaltschaft: «Für dringende Fälle haben wir eine Notfallnummer eingerichtet», sagt Generalstaatsanwalt Fabien Gasser. Andere Kantonsangestellte konnten schlichtweg nicht arbeiten und gingen nach Hause. Dem Informatikausfall etwas Positives abgewinnen konnte Stanislas Rück, Vorsteher des Kulturgüteramts: «Wir konnten endlich einmal in Ruhe arbeiten, ohne von Mails und Telefonanrufen belästigt zu werden», sagt Rück lachend.

jj

Mehr zum Thema