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Papiliorama hat grosse Ausbaupläne

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Helene Soltermann

Das Papiliorama ist weit über Kerzers hinaus bekannt – allem voran wegen seiner Schmetterlinge. Was die Stiftung hinter den Kulissen für die Tiere macht, bleibt den Besuchern verborgen. Ohne die Arbeit im Versteckten hätten die Zoos früher oder später jedoch ein Problem, wie Papiliorama-Direktor Caspar Bijleveld erklärt. Denn mit seinem Zuchtprogramm versorgt das Papiliorama andere Zoos mit tierischem Nachschub. Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt: Mit einem Zuchtprogramm sollen möglichst verschiedene Blutlinien gehalten und die Arten so reproduziert werden, dass diese innerhalb der Zoopopulation lebensfähig und genetisch gesund bleiben. Die Folge davon ist, dass je länger, je weniger Tiere in der freien Natur gefangen werden müssen, um gesunde Linien in den Zoos halten zu können.

Einblick in die Zuchtstation

«Künftig sollen Papiliorama-Besucher mitbekommen, was hinter den Kulissen der Stiftung läuft», erklärt Bijelveld die Ausbaupläne. Dafür sollen auf dem bestehenden Gelände neue Gebäude entstehen. Das Herzstück des Neubaus ist die Zuchteinheit mit sieben Räumen, die dem Nocturama angebaut wird und nach demselben Prinzip funktioniert. Will heissen: Die Nacht wird zum Tag und der Tag zur Nacht. So können die Besucher tagsüber einen nächtlichen Spaziergang machen und nachtaktive Tiere beobachten. Ihren Rundgang können Papiliorama-Besucher künftig in die Zuchtstationen ausdehnen und etwa Nachtaffen, brasilianische Greifstachler oder Wickelbären beobachten, die dort gezüchtet und gehalten werden.

Krallen schneiden hautnah

Nicht nur die Zuchteinheiten öffnet das Papiliorama künftig dem Publikum. «Die Besucher sollen auch miterleben können, wie die Mitarbeiter das Futter der Tiere zubereiten oder wie die Tiere ärztlich versorgt werden», sagt Bijleveld. Der Futterzubereitungs- und der Tierarztraum werden neben die Zuchteinheiten versetzt und neu gebaut. Zwar werden die Tiere zum Röntgen und Operieren nach wie vor zum Tierarzt gebracht. Aber kleinere Eingriffe – etwa einem Greifstachler die Krallen schneiden – erledigen die Papiliorama-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter vor Ort.

Auch die sogenannte Quarantäne, also das Ein- und Ausfuhrzimmer für Tiere, die das Papiliorama verlassen oder die neu ins Papiliorama kommen, wird umgebaut und für Besucher zugänglich gemacht. Dort läuft allerhand: «Innerhalb europäischer Zoos werden viele Tiere verschoben», so Bijleveld. Zudem liefert das Papiliorama auch mal ein Tier nach Übersee. So hat Bijleveld erst kürzlich einen Gelbkopfmarder in einen Zoo in die USA geschickt. Ausserdem soll das Papiliorama die grösste Anzahl Nachtaffen haben, die bei anderen Zoos beliebt sind.

Auch draussen wird gebaut

Papiliorama-Direktor Bijleveld will mit dem Neu- und Umbau so bald wie möglich beginnen. Er hofft, dass die ersten Arbeiten im Herbst 2012 beendet sind. Die Stiftung hat Grosses vor: Sie will nicht nur eine neue Zuchtstation samt Küche und Tierarztraum bauen; erst vor kurzem hat sie angekündigt, draussen einen Teich mit Sandstrand zu errichten.

Nicht nur im Nocturama (links) können Besucher künftig nachtaktive Tiere beobachten, sondern auch in der Zuchtstation.Bild Charles Ellena

«Innerhalb europäischer Zoos werden viele Tiere verschoben.»

Autor: Caspar Bijleveld

Autor: Direktor Papiliorama

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