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Paralympics ohne Kolly und Hendry

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Fünf Mal hat Urs Kolly an Paralympics, den Olympischen Spielen für Sportler mit Behinderung, teilgenommen. Vor vier Jahren in Peking hatte der Taferser im Fünfkampf der Unterschenkelamputierten Bronze geholt. Davor hatte er sieben Medaillen gewonnen, allesamt goldene.

Swiss Paralympics setzt auf Jugend

Eine sechste Teilnahme blieb Urs Kolly allerdings verwehrt. Zwar schaffte der 44-Jährige in seiner Paradedisziplin Weitsprung die B-Limite von 6,20 m, die Bestätigung mit dem Erreichen des A-Werts gelang ihm indes nicht. «Swiss Paralympics hätte die Möglichkeit gehabt, mich trotzdem für London zu selektionieren», sagt Kolly. «Der Verband hat es aber vorgezogen, den 20-jährigen Philipp Handler, der ebenfalls nur den B-Wert erreicht hat, mitzunehmen.»

Ob dieses Entscheides von Swiss Paralympics ist Urs Kolly zwar sehr enttäuscht, er weiss aber auch, dass in erster Linie er selber für sein Scheitern verantwortlich ist. «Wer Erfolg haben will, braucht ein Umfeld, das ihn trägt. Ich habe aber kein Umfeld schaffen können, in dem ich Arbeit und Sport unter einen Hut bringen konnte», so Kolly. Die Arbeit in seiner Käserei in St. Antoni habe ihn zu sehr beansprucht, um intensiv trainieren zu können.

Ganz verpassen wird Urs Kolly die Paralympics dennoch nicht. Heute reist er mit seiner Familie eine Woche in die britische Metropole. «Ich freue mich, die Spiele einmal aus einer anderen Perspektive erleben zu dürfen.»

Hendrys Verletzung

Nach seinem Debüt im Jahr 2008 verpasst Lukas Hendry seine zweiten Paralympics. Der sehbehinderte Leichtathlet war in Peking weit unter seinen Möglichkeiten geblieben und hätte sich nur zu gerne in London rehabilitiert. Dazu hat er sich bei der Vorbereitung auf die Spiele ein professionelles Unterstützungsteam aufgebaut. Hendry war auch gut unterwegs, stellte Anfang März einen neuen Hallenrekord im Weitsprung auf. Eine Knochenhautentzündung im rechten Sprunggelenk warf den 34-Jährigen dann aber zurück. «Ich habe alles versucht. Ende Mai habe ich aber eingesehen, dass es nicht geht. Ich konnte nicht richtig trainieren und entsprechend auch nicht meine Leistung erbringen», so der Düdinger. Er legte eine Pause ein und konzentrierte sich auf seine Genesung. Ganz ausgeheilt ist seine Knochenhautentzündung auch heute noch nicht. «Weil zudem zwei meiner drei Guides aufhören, befinde ich mich momentan in einer ungewissen Phase. Ob und wie es weitergeht mit Spitzensport, weiss ich nicht.»

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