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Parkplatz beim Schulhaus gab zu reden

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«Wir haben in der Zwischenzeit Gespräche mit den Anwohnern geführt und das Projekt überarbeitet», sagte Gemeinderat Daniel Aeschlimann am Montag an der Gemeindeversammlung von Courtepin. Die 135 anwesenden Bürgerinnen und Bürger befassten sich erneut mit dem Investitionskredit von 800 000 Franken für einen neuen Schulhausparkplatz mit rund 50 Feldern. Auf dem alten, kleineren Parkplatz wird das neue Schulgebäude errichtet (siehe Kasten). An der letzten Versammlung im Mai lehnten die Bürger den Kredit deutlich ab.

Das überarbeitete Parkplatzprojekt beinhalte neu einen begrünten Erdwall zwischen den Parkplätzen und den Häusern der Nachbarn, erklärte Aeschli­mann. Er solle eine Sperre sein für das Licht der Autos und den Lärm. Der Gemeinderat unterstrich noch einmal die Notwendigkeit der Investition. «Es besteht ein Parkplatzmangel.» Mit einer Belegung von über 120 Prozent seien die bestehenden Parkplätze überbelegt.

Gebührenpflichtiger Parkplatz

Aeschlimann wies die Kritik vom Mai, dass das Projekt zu teuer sei, zurück: Es sei falsch, die 800 000 Franken durch 50  Parkfelder zu dividieren und zu sagen, jedes Feld koste etwa 15 000 Franken. Im Kredit seien nämlich auch eine Bushaltestelle für die Kinder, ein Unterstand, eine Treppe, Bäume und Begrünung enthalten.

Auch den Vorwurf, die Parkplätze würden Mehrverkehr im Quartier verursachen, wollte Aeschlimann nicht gelten lassen. Der Parkplatz sei vor allem für die Lehrer gedacht und werde gebührenpflichtig sein – das gelte übrigens auch für die Lehrer. «Wegen der Lehrer wird es nicht mehr Verkehr geben. Es sind vor allem die Eltern, die ihre Kinder bis vor das Schulhaus fahren.» Die Parkplätze, wie von einigen Bürgern gewünscht, unterirdisch zu errichten, würde die Gemeinde mehrere Millionen Franken kosten. «Und wer ist als Erstes gegen höhere Steuern? Ihr», sagte Aeschlimann.

Anschliessend meldeten sich vor allem Gegner des Parkplatzkredits zu Wort. «30 Parkfelder reichen aus. Die Lehrer können Fahrgemeinschaften bilden oder den Zug nach Courtepin nehmen. In Freiburg bekommen Lehrer ja auch keine Parkplätze», sagte ein Bürger. Ein anderer Mann äusserte die Befürchtung, dass Besucher der Mehrzweckhalle Festisport bei Überfüllung auf den neuen Schulparkplatz ausweichen würden. Das könne er nicht ausschliessen, sagte Aeschlimann. Er teile diese Befürchtung allerdings nicht, denn für viele dürfte der Schulparkplatz zu weit weg von der Festisport-Halle sein. Den Vorschlag, den Schulparkplatz bei der Pfarrei zu schaffen, bezeichnete der Gemeinderat als unlogisch. Beerdigungen fänden während der Schulzeit statt. Es gebe dann keine freien Parkplätze für die Trauergäste.

Eine Frau sprach sich für die Parkplätze aus: «Courtepin soll attraktiv bleiben für die Lehrer, die unsere Kinder unterrichten.» Die Gemeinde wachse und benötige Parkplätze. Man müsse aufhören, nur an sich selbst zu denken. «Wenn ihr Ruhe haben wollt, gibt es auch andere Dörfer.» Schliesslich befürworteten die Bürger den Parkplatzkredit mit 74 zu 36 Stimmen.

Studie zu Tempo-30-Zonen

Syndic Martin Moosmann erklärte, dass sich im Frühjahr eine Studie mit der Verkehrsberuhigung auf dem Gemeindegebiet befasst habe. Dabei seien vier Zonen festgelegt worden, die in einer weiteren Studie vertieft beurteilt werden sollen: in Courtaman bei der Schule, in Courtepin beim Kirchenplatz, in Pensier und in Wallenried. Den Kredit von 20 000 Franken für die Studie bewilligten die Stimmbürger deutlich. Sie werde festlegen, wo Tempo-30-Zonen beginnen und aufhören sollen und welche baulichen Massnahmen damit einhergehen müssten, sagte Aeschlimann.

In Villarepos sei keine 30er-Zone geplant, antwortete er auf eine Frage. Das dortige Valtraloc-Projekt – für das die Bürger am selben Abend einen Zusatzkredit von 265 000 Franken sprachen – beinhalte bereits das Ziel, die Geschwindigkeit herunterzusetzen.

Eine Bürgerin machte darauf aufmerksam, dass die 30er-Zonen gemäss den gezeigten Plänen nur Quartierstrassen beträfen. Solche Massnahmen brauche es, «weil wir uns nicht an die Geschwindigkeiten halten. Fahrt korrekt, dann können wir uns diese Kosten sparen.» Dafür erntete sie Applaus. «Ein sehr gutes Votum», kommentierte Moosmann.

Zahlen und Fakten

Courtepin rechnet mit einem Gewinn

Das Budget 2020 der Gemeinde Courtepin weist einen Einnahmenüberschuss von rund 130 000 Franken bei einem Aufwand von rund 22,5  Millionen Franken aus. Fragen gab es nur zur höheren Entlöhnung der Gemeinderäte. Die Bürger nahmen das Budget klar an. Auch Investitionskrediten von total rund 10  Millionen Franken stimmten sie zu. Dabei handelt es sich unter anderem um die Modernisierung des Pflegeheims St. François in Courtepin (405 000 Franken), den Ersatz zweier fast 20 Jahre alter Fahrzeuge der Strassenmeisterei (245 000 und 150 000 Franken), die Instandsetzung des Dachs der Kapelle von Chandossel (40 000 Franken) und die Anpassung des Spielplatzes von Villarepos an die heutigen Sicherheitsnormen (30 000 Franken).

Schule

Courtepin bekommt ein neues Schulgebäude

Acht Klassenzimmer, zwei Räume für technisches Gestalten, ein unterteilbarer Raum für Unterstützungskurse sowie ein Zivilschutzraum mit 100 Plätzen: Das sind die Kerndaten des neuen Schulgebäudes, für das die Stimmbürger von Courtepin am Montag an der Gemeindeversammlung grünes Licht gaben. Das dreistöckige Gebäude wird im Ortsteil Courtepin auf dem Parkplatz neben den bestehenden Schulgebäuden errichtet. Die Auflage ist für Anfang 2020 geplant, die Fertigstellung für August 2022. Die Projektkosten belaufen sich auf 8,4  Millionen Franken.

Wie fix dieser Preis sei, fragte ein Bürger. Er befürchte «böse Überraschungen» in Form von Mehrkosten. In den 8,4  Millionen Franken seien 215 000 Franken für Unvorhergesehenes eingerechnet, antwortete der verantwortliche Architekt Christophe Pulver vom Atelier Pulver aus Nant. Zudem sei die Preisangabe sehr exakt, weil bereits etliche Ausschreibungen erfolgt seien.

Das Gebäude könne in Zukunft noch um ein Stockwerk mit vier Klassenzimmern erhöht werden. Eine Bürgerin regte an, diese Aufstockung schon jetzt fest einzuplanen, «ansonsten müssen wir 2022 erneut über einen Schulkredit abstimmen». «Wenn wir zu viele Klassenzimmer auf Reserve bauen, gibt es keine Subventionen», gab Gemeinderat Daniel Aeschlimann zu bedenken. Er vertrat die krankheitsbedingt abwesende Arlette Ruch. Die Planung beruhe auf Statistiken. «Aber wir können nie sicher sein, wie viele Klassenzimmer wir in Zukunft benötigen», ergänzte Syndic Martin Moosmann.

Generalrat

Ehemalige Gemeinderäte präsentierten ihre Initiative

Courtepin soll in Zukunft einen Generalrat haben. Die Initianten Nicole Matthey und Bernard Sturny, beide ehemalige Gemeinderäte von Barberêche, sammeln derzeit Unterschriften für dieses Anliegen. Wenn sie bis am 26. Dezember die Unterstützung von mindestens 362 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern erhalten, kommt es voraussichtlich im Mai zu einer Urnenabstimmung, so der von Syndic Martin Moosmann vorgestellte Zeitplan. In einem nächsten Schritt würden Wahlen für das 50-köpfige Gemeindeparlament stattfinden, das zum Beginn der neuen Legislatur 2021 seine Arbeit aufnehmen könnte.

Gegen Ende der vierstün­digen Gemeindeversammlung vom Montag präsentierten Matthey und Sturny ihr Anliegen. Die Beteiligung an den Versammlungen sei gering, sagte die Initiantin. Seit der Fusion seien im Durchschnitt 127 Bürgerinnen und Bürger anwesend gewesen; rund 3600 sind in Courtepin wahlberechtigt.

Initiative kommt aus Pensier

Generalräte würden für fünf Jahre gewählt, sagte Sturny. «Das ermöglicht die nachhaltige Begleitung der Dossiers.» Hinter dem Vorhaben Generalrat stünden keine politischen Parteien, sondern 20 Bewohner von Pensier, Barberêche und Umgebung.

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung sammelten Matthey und Sturny unaufdringlich weitere Unterschriften. Es scheint bei den Bürgern ein Interesse an einem Generalrat zu geben, so der Eindruck vor Ort.

 

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