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Parlez-vous français?

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Eine zweite Landessprache zu sprechen ist ein wesentliches Kohäsionselement der Willensnation Schweizerische Eidgenossenschaft. So heisst es eigentlich nicht nur «Parlez-vous français?» sondern ebenso «Sprechen Sie Deutsch?».

Die Deutschschweizer Kantone haben vor ungefähr zehn Jahren eine Vereinbarung abgeschlossen mit dem Inhalt, in der Primarschule den Unterricht zweier Fremdsprachen vorzuschreiben, eben Englisch und Französisch. Nun will der Kanton Thurgau ausscheren und das Französisch in die Oberstufe verpflanzen. Der Bundesrat hat bereits Zwangsmassnahmen angedroht zur Rettung der schweizerischen Solidarität. Ist es notwendig, in die kantonale Souveränität einzugreifen?

Englisch ist eine reine Kommunikationssprache. Sie dient der Verständigung und kann von den Primarschülern relativ rasch erlernt werden. Sie kennt fixe Sentenzen, und die zahlreichen Anglizismen in der deutschen Umgangssprache helfen beim Lernprozess. Französisch hingegen ist Landessprache und mehr als nur Kommunikation. Seine feine Ausdrucksweise, sein Klang und seine Rhythmik sind ein wesentliches Kulturelement unseres Landes und können nicht nur erlernt, sondern müssen auch erfühlt werden.

Wenn nun der Kanton Thurgau einen lebendigen und spannenden Lehrplan für Französisch in der Oberstufe aufzieht, der nebst dem sprachlichen Rüstzeug auch das Erfühlen der welschen Kultur beinhaltet, kann das so übel nicht sein. Das wären zum Beispiel Schulreisen, Lagerwochen oder Intensivschulwochen in die Westschweiz oder Austauschschüler dies- und jenseits der Saane. Damit wächst das Französisch, auch in der Oberstufe bei etwas reiferen Schülern vermittelt, über das rein Sprachliche hinaus und wird zur Klammer für unsere Nation. Somit ist es nicht a priori schlecht, wenn die Thurgauer den Französischunterricht nach oben verschieben. Wenn damit aber ein Abbau der zweiten Landessprache verbunden wäre, schadet dies dem nationalen Zusammenhalt und wäre strikt abzulehnen.

 

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