Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Parteien: «Freiburg bleibt in Sachen Öffnungszeiten tiefste Provinz»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Unterschiedlich fielen die Reaktionen der Kantonalparteien auf das klare Nein des Stimmvolkes für längere Öffnungszeiten am Samstag aus. Sehr enttäuscht über das Resultat äusserte sich CVP-Kantonalpräsident Emanuel Waeber. Nach seinen Worten hat sich das Volk dafür entschieden, dass die Nachbarkantone gegenüber Freiburg weiterhin im Vorteil sein werden, zumal die Geschäfte am Samstag in Bern um 17 Uhr und in Lausanne gar erst um 18 Uhr schliessen müssen, und dass Freiburg somit diesbezüglich «tiefste Provinz» bleibt.

Vernunft hat gesiegt

Ganz anders die SP: Laut Kantonalpräsident David Bonny hat sich das Stimmvolk für die Vernunft entschieden. Er freut sich natürlich, dass das Volk den Abstimmungsempfehlungen der SP und der Gewerkschaften gefolgt ist und es die Ansicht der bürgerlichen Mehrheit im Grossen Rat nicht teilt. Nach seinen Worten hat das Volk auch gesehen, dass die Forderungen des Verkaufspersonals ohne GAV in Gefahr sind. «Bei einem Ja wäre das Verkaufspersonal nicht in den Genuss einer Kompensation gekommen, sondern hätte nur eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen hinnehmen müssen», gibt er zu verstehen.

CSP überrascht über das klare Ergebnis

Ähnlich tönt es aus dem Munde des CSP-Kantonalpräsidenten Philippe Wandeler, den das deutliche Nein des Volkes sehr überrascht hat. Für die CSP ist auch klar, dass nun ein GAV für das Verkaufspersonals her muss. «Man kann über längere Ladenöffnungszeiten diskutieren, wenn die Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal verbessert werden», betont Philippe Wandeler. Nach seinen Worten muss ein GAV für sämtliches Verkaufspersonal abgeschlossen werden. Er denkt dabei besonders auch an die vielen Teilzeitbeschäftigten im Verkauf.

Wirtschaftliche Argumente kamen zu kurz

Laut FDP-Präsident Jean-Pierre Thürler hat das Volk dem sozialen Umfeld des Verkaufspersonals mehr Gewicht beigemessen als den wirtschaftlichen Aspekten, was er auch auf die Kampagne der Gewerkschaften zurückführt.

Auch SVP-Präsidentin Gilberte Demont bedauert, dass das Volk die Wettbewerbsfähigkeit der Freiburger Geschäfte zu wenig berücksichtigt hat. Sie ruft in Erinnerung, dass die Geschäfte ja nicht gezwungen gewesen wären, bis 17 Uhr zu öffnen. «Die Arbeitgeber haben mit der zusätzlichen Stunde am Samstag nicht das Verkaufspersonal treffen, sondern den Bedürfnissen der Konsumenten entsprechen wollen.» az

Mehr zum Thema