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Parteien loben und kritisieren Exekutive

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In Düdingen hat sich in der zu Ende gehenden Legislatur gezeigt, dass in fünf Jahren viel passieren kann: Die Bürger haben unter anderem die Einführung des Generalrats beschlossen, im zweiten Anlauf eine Steuererhöhung genehmigt, den Buffetsaal zum Verkauf an Hirslanden freigegeben, das neue Fussballstadion eingeweiht und mit dem Ja zum Kauf des Thaddäusheims für 3,9 Millionen Franken grünes Licht gegeben für eine grosse Investition. Doch in fünf Jahren sind auch einige «Baustellen» nicht so weitergetrieben worden wie geplant: Die Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil stockt, in der Arbeitszone Birch gelang es ausser dem Neubau der Romag nicht, neue Unternehmen anzusiedeln, und die Ortsplanungsrevision wurde vom Kanton noch immer nicht genehmigt. Fragt man die Präsidentinnen und Präsidenten der Ortsparteien nach einer Beurteilung der Arbeit des Gemeinderats, schlagen diese mehrheitlich positive Töne an, haben aber auch Kritik anzubringen.

Steuern erhöht

Während etwa CSP-Präsident Bruno Baeriswyl die 2013 beschlossene Steuererhöhung um acht auf 82 Rappen pro Franken Kantonssteuer als dringend notwendig klassiert, findet die FDP, dass eine moderatere Steuererhöhung ausgereicht hätte, wie Interimsparteipräsidentin Irmgard Jungo erklärt. Zudem sei der bei der Steuererhöhung versprochene Sparwille bei den Investitionen nicht zu spüren, kritisiert sie. Zu wenig Sparanstrengungen unternimmt der Gemeinderat auch in den Augen der SVP. Man sehe zwar die Bemühungen, das Geld aus der Steuererhöhung hätte aber stärker für die Schuldentilgung eingesetzt werden sollen, sagt Präsident Stefan Siegenthaler. Ihm bereite die Verschuldung Kopfzerbrechen. Die SP hingegen ist der Auffassung, dass der Gemeinderat genug spart, wie Präsident Anton Haymoz sagt: «Man darf auch nicht zu viel sparen.» Die Investitionen würden die Gemeinde denn auch weiterbringen, findet CVP-Präsidentin Evelyn Baeriswyl.

 Mit vier Gemeinderäten stellt die CVP am meisten Vertreter im neunköpfigen Gremium. Die Partei ist mit der Arbeit ihrer Vertreterinnen und Vertreter zufrieden. «Auch wenn es Sachen gibt, die man anders hätte machen können», sagt Baeriswyl und erwähnt auf Nachfrage die Einsprache der Gemeinde zur Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil. Dass diese noch nicht realisiert werden konnte, bedauern auch die Freien Wähler und die SP. In den Augen der SP ist zudem zu wenig geschehen, um den Verkehr im Dorf zu beruhigen und den Langsamverkehr zu fördern. Anton Haymoz lobt jedoch das Vorgehen des Gemeinderats bei der Unterbringung von Asylsuchenden. «Er hat auf Integration statt auf Konfrontation gesetzt». Auch die Freien Wähler begrüssen es, dass der Gemeinderat das Gastrecht für Asylsuchende unbürokratisch verlängert hat, so Präsidentin Brigitte Giroud. Mit der Initialisierung der «Düdingergespräche» zwischen Parteien und Gemeinderat hätten die Freien Wähler zudem ein wichtiges Ziel bei der Mitwirkung erreicht. Auch CSP-Präsident Bruno Baeriswyl–seine Partei ist seit Mitte 2015 wieder im Rat vertreten–findet diese Mitsprachemöglichkeit «eines vom Besten».

Rücktritt mit Misstönen

Ein Thema sind auch die drei Rücktritte im Rat, besonders jener des ehemaligen Gemeinderats Daniel Piller per Ende April 2015, der Mobbing-Vorwürfe an Gemeinderats- und Kommissionsmitglieder gerichtet hatte. Die aktuelle Zusammensetzung habe mehr Ruhe in den Rat gebracht, findet Anton Haymoz. Lob gibt es von der FDP für «das hohe Niveau des Service public, das gehalten werden konnte». Dem Gemeinderat gebühre angesichts der wachsenden Aufgaben Anerkennung für die geleistete Arbeit, findet Irmgard Jungo.

Auch die Zugehörigkeit zur Agglomeration Freiburg hat die Gemeinde Düdingen in dieser Legislatur beschäftigt. Die SVP, die ein Austrittsgesuch gestellt hatte, fordert nun, dass die Gemeinde vor weiteren Projekteingaben abwartet, wie sich das Gebilde Agglo entwickelt. Die CVP und die Freien Wähler begrüssen die von Düdinger Grossräten geforderte Überarbeitung des Agglogesetzes: Die Agglo soll damit erweitert und anders organisiert werden können.

 

Legislatur

Grosse Gemeinden ziehen Bilanz

Am 28. Februar finden die Gemeindewahlen statt, Listenabgabe ist am 18. Januar. Bis dahin publizieren die FN von den bisherigen und zukünftigen Generalratsgemeinden im FN-Einzugsgebiet sowie von Tafers als Hauptort des Sensebezirks eine Legislaturbilanz.rb

Ammann: «Es war eine gute Legislatur»

E r sei im Grossen und Ganzen zufrieden mit dem Erreichten, sagt der Düdinger Syndic Kuno Philipona (CVP) zur Legislatur 2011 – 2016. Wichtige Geschäfte wie der Thaddäusheim-Kauf hätten realisiert werden können. «Es war eine gute Legislatur.» Nicht immer einfach sei der interne Ratsbetrieb gewesen, die Stimmung sei nun aber besser. Beim ins Stocken geratenen Projekt Birch – Luggiwil habe er nach Sitzungen mit dem Bundesamt für Strassen wieder Hoffnung, dass es weitergehe. Für die Ortsplanungsrevision erwarte er jeden Tag die Genehmigung des Kantons. «Dieses Dossier hat uns stark beschäftigt.» Ihm sei zudem bewusst, dass sich die Gemeinde mit einer Bruttoverschuldung von 43 Millionen Franken an der obersten Grenze bewege . ak

 

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