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«Passagiere und SBB mussten sich mit den Konsequenzen der Unwetter abfinden»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Karin Aebischer

Jean-Louis Scherz, wie sind die Bauarbeiten rückblickend verlaufen?

Sie sind gut verlaufen. Bei solchen Arbeiten liegt die Schwierigkeit darin, dass der Bahnverkehr parallel kontinuierlich weiterläuft. Es sind viele Präventionsmassnahmen zu treffen. Zum einen, um das Personal auf der Baustelle zu schützen, zum anderen, um die durchfahrenden Züge und deren Passagiere nicht zu gefährden.

Verspätungen waren nicht zu vermeiden. Was haben die SBB getan, um diese im Rahmen zu halten?

Der Bahndamm Wünnewil liegt genau auf der Strecke, auf welcher sich jede halbe Stunde die Inter-City-Züge kreuzen. Wäre der Schaden ein wenig mehr ostwärts oder westwärts entstanden, hätte die Situation anders ausgesehen.

Wir haben jedoch kurz nach dem Unwetter am westlichen Ende der Baustelle Weichen montiert. Dank diesen Weichen und den dazu erforderlichen Signalen konnte der Einspurbetrieb von 6,2 auf 2,6 Kilometer verkürzt werden. Mit dieser Massnahme wollten wir die Verspätungen so gering als möglich halten. Dieses Ziel konnte aufgrund der eben geschilderten Lage nicht immer so gut erreicht werden, wie wir uns das gewünscht hatten.

Wie haben die SBB-Kunden darauf reagiert?

Wir haben bereits im August 2007 und auch später auf die schwierige Situation hingewiesen und informiert. Wir haben vollstes Verständnis für die Kunden, die die Verspätungen ungeduldig in Kauf genommen haben. Die Passagiere wie auch die SBB mussten sich mit den Konsequenzen der Unwetter abfinden.

Auf dem besagten Streckenabschnitt ist seit einem Jahr so einiges verändert worden. Welche Arbeiten wurden zuletzt erledigt?

Das sind die Kramparbeiten (anklammern) der beiden Geleise, die Justierung der Fahrleitung, die Demontage der provisorischen Weichen, die im August 2007 montiert worden sind, sowie die Schweissarbeiten an den neuen Schienenabschnitten.

Ab heute verkehren die Züge auf dem sanierten Streckenabschnitt wieder auf zwei Geleisen. Wie verhält es sich mit dem Tempo?

Die Züge verkehren erst einmal mit einem Tempo von 50 km/h. Ab dem 4. November erhöhen wir auf 80 km/h und gegen Ende November fahren die Züge wieder mit der normalen Geschwindigkeit von 95 km/h.

Wieso wird die Geschwindigkeit zu Beginn gedrosselt?

Wegen der Gleisstabilität. Ein Zug ist schwer. In der Schweiz kann ein Güterzug bis zu 2000 Tonnen wiegen, darum muss die Gleisinfrastruktur sehr strenge Standards erfüllen. Die angestrebte Stabilität des Schotters wird erst nach verschiedenen maschinellen Krampenphasen erreicht, ergänzt durch das Fahren der Züge.

Zu Beginn war von einem Gesamtkostenaufwand von 17 Millionen Franken die Rede, später von 20 Millionen. Bleibt es dabei?

Ja. Diese Summe setzt sich aus den dringlichen Arbeiten im August 2007, dem Bahnersatzverkehr während zwei Wochen und der langfristigen Instandstellung des Bahn-dammes und der Geleise zusammen.

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