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Patienten suchen sogleich Notfallstation auf

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Autor: Arthur zurkinden

Zum markanten Anstieg der Patienten, die direkt eine Notfallstation aufsuchen, hat auch die Permanence des Spitals Merlach beigetraten, wie Hubert Schaller, Generaldirektor des Freiburger Spitals (HFR), am Montag an der Bilanzpressekonferenz mitteilte. «Mit der Permanence in Merlach im August 2009 ist ein zukunftsweisender Schritt eingeleitet worden. Die Permanence steht als ärztliche Station für dringende medizinische Behandlungen allen Personen rund um die Uhr offen und entspricht einem Bedürfnis», sagte er. So nahm die Zahl der Notfälle im vergangenen Jahr in Merlach um 11,4 Prozent auf 5171 Fälle zu (vgl. Kasten rechts oben).

Aufenthaltsdauer stieg wieder leicht an

Insgesamt sind in den HFR-Spitälern im vergangenen Jahr fast 21 000 Patienten behandelt worden, was einer kleinen Abnahme (Vorjahr = 21 083) entspricht. Dafür nahm die Zahl der Pflegetage und auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer leicht zu. Laut Schaller hielt sich ein Patient durchschnittlich 9,2 Tage in einem HFR-Spital auf. Im Jahre 2007 waren es 8,5 Tage.

Die Zunahme führte Schaller auf die Tatsache zurück, dass es zunehmend schwierig sei, Patienten nach einem Aufenthalt in einem Akutspital in einem Rehabilitations-Spital bzw. Pflegeheim zu platzieren.

Budget überschritten

Bei einem Gesamtaufwand von 390,3 Millionen und einem Ertrag von 211,7 Millionen schliesst die HFR-Rechnung 2009 mit einem Defizit von 178 ,6 Millionen Franken zu Lasten des Kantons. Vorgesehen war ein Defizit von 174,1 Millionen. Laut Schaller ist die Budgetüberschreitung u. a. auf die Schweinegrippe, erhöhte Energiekosten und auf die drei zusätzlichen Ferientage für das Staatspersonal zurückzuführen. Die längeren Ferien mussten mit 30 Vollzeitstellen kompensiert werden. Schaller wies auch darauf hin, dass der Ertrag aus der ambulanten Behandlung (86 Mio.) höher lag als der Ertrag der Allgemeinabteilung (80 Mio.). Um zwei Millionen zugenommen haben die Erträge der privaten Abteilungen (37 Mio.).

2733 Angestellte

Insgesamt beschäftigte das HFR im Jahre 2009 2733 Personen (1973 Vollzeitstellen), wovon 76 Prozent Frauen. Die Personalkosten beliefen sich auf 244,6 Millionen Franken. Nach Worten des Medizinischen Direktors Bernard Vermeulen hatte das HFR keine grosse Mühe, Ärzte in leitender Position zu ersetzen. «Wenn ein Arzt nur aufs Geld schaut, dann geht er zu einer Privatklinik», meinte er. Und wenn sie sich für ein öffentliches Spital im Kanton Freiburg entscheiden, so spreche dies für den guten Ruf des HFR.

Neuer Präsident gesucht

Die Pressekonferenz wurde ein letztes Mal von Verwaltungsratspräsident Marius Zosso geleitet, der Ende Juni zurücktritt. «Vorerst gilt es, ein neues Verwaltungsratsmitglied zu finden. Dann wird der Verwaltungsrat einen Präsidenten wählen und den Vorschlag dem Staatsrat unterbreiten», sagte Schaller dazu.

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