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Pegel steigen nicht weiter – Hochwassersituation bleibt angespannt

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Die Pegel der meisten Schweizer Gewässer sind seit Freitagabend nicht weiter gestiegen, mancherorts gar gesunken. Allerdings bleibt die Hochwasserlage auch am Samstag angespannt. Obwohl der Regen aufhört, muss noch mit Überschwemmungen oder Rutschen gerechnet werden.

Die grosse Gefahr sei gebannt, sagte David Volken, Hydrologe beim Bundesamt für Umwelt (Bafu), am Samstag gegenüber Schweizer Radio SRF. Die Behörden warnten aber weiterhin davor, sich an Fluss- oder Seeufern aufzuhalten. Laut SRF Meteo soll es am Samstag noch letzte Schauer geben, ab Sonntag bei sommerlichen Temperaturen aber meist trocken bleiben.

Der Pegel des Vierwaldstättersees lag am Samstagvormittag zwei Zentimeter unter der am Freitag gemessenen Höchstmarke von 434,94 Metern. Die Pegel des Sarnersees und der Sarneraa sinken ebenfalls.

In der Nacht von Freitag auf Samstag erreichte der Pegel des Vierwaldstättersees mit 434,94 Metern über Meer seinen Höchststand, wie die Stadt Luzern mitteilte. Gegen Morgen sei er leicht gesunken. Die Gefahr, dass der Schwanenplatz überschwemmt werde, sei deshalb vorerst gebannt.

Pegel der Berner Gewässer gesunken

Auch die Pegel der wichtigsten Berner Gewässer blieben am Samstagmorgen stabil oder sanken gar. Stabil blieb der Pegel des Thunersees, der seit Freitagabend bei etwas über 558,7 Metern über Meer liegt. Diese Höhe übersteigt die Hochwassergrenze um gut 40 Zentimeter.

Der Pegel des Brienzersees lag am Samstagmorgen bei 565,13 Metern – sieben Zentimeter unter dem Wert von Freitagnacht. Bei beiden Seen zeigte die Naturgefahren-Karte des Kantons Bern eine negative Bilanz an. Das heisst: Es floss mehr Wasser ab als, in die Seen strömte.

Die Aare in Bern beförderte am Samstagmorgen an der Messstelle Schönau etwas unter 540 Kubikmeter Wasser pro Sekunde – also weniger als tags zuvor, als maximal etwas über 560 Kubikmeter gemessen wurden.

Der Bielersee erreichte am Samstagmorgen in Biel eine Höhe von 430,84 Metern über Meer – zehn Zentimeter unter dem Höchststand von 430,94 Metern vom Vortag, dem neuen Hochwasserrekord in Biel. Auch in den Bielersee floss am Samstagmorgen weniger Wasser, als auslief. Dennoch befand sich der Seepegel am Samstagmorgen immer noch fast einen halben Meter über der Hochwassergrenze.

Heikle Situation am Neuenburgersee

Heikel bleibt die Situation hingegen in Yverdon-les-Bains VD, wo der Pegel des Neuenburgersees auch am Samstag weiter anstieg. Mehrere Gebiete sind überflutet, und die Probleme könnten sich in den nächsten Stunden noch verschlimmern, wie ein Verantwortlicher für die öffentliche Sicherheit gegenüber Keystone-SDA sagte. Grund dafür sei die Bise, die das Wasser aufs Land treibe.

In Zürich und am Zürichsee wurde damit gerechnet, dass die Wasserstände am Samstag oder Sonntag ihre Höchstmarke erreichen und danach mehrere Tage auf hohem Niveau verharren würden. Allerdings warnte die Baudirektion, die instabile Wetterlage halte auch am Samstag noch an. Es müsse jederzeit mit wieder ansteigenden Pegeln gerechnet werden. Exponierte Uferpartien könnten überflutet werden.

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