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Pendler und Züge zumeist pünktlich

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Pendler und Züge zumeist pünktlich

Am Montag fuhren die Bahnen nach neuem Fahrplan

Grosse Hektik und Ratlosigkeit wegen dem neuen Fahrplan? Weit gefehlt. Wäre im Bahnhof Freiburg nicht ein Informationsstand aufgestellt worden, hätte man kaum etwas von einem Fahrplanwechsel gemerkt.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Wer geglaubt hatte, die veränderten Abfahrtszeiten stellten am Montagmorgen die Bahn oder die Berufs-Pendler vor grosse Probleme, sah sich getäuscht. So gross wie die Umstellungen und Neuerungen der Bahn2000 waren, so flexibel und gut vorbereitet waren die Fahrgäste und die SBB. Am Bahnhof in Freiburg herrschte jedenfalls «business as usual». Keine Spur von übermässiger Hektik. Menschen, die in letzter Sekunde auf die Bahn rennen, hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Die SBB haben sich zudem grosszügig gezeigt: So ist der Zug von 7.34 Uhr in Richtung Bern aus Rücksicht auf die neuen Abfahrtszeiten zwei Minuten später abgefahren. Für Schweizer Verhältnisse in Sachen Pünktlichkeit eine beträchtliche Verspätung.

«Fahrgäste waren vorbereitet»

In den 80 wichtigsten Bahnhöfen der Schweiz standen für die Betreuung der Reisenden über 2000 Kundenlenker im Einsatz – so ab 6.00 Uhr auch im Bahnhof Freiburg. «Es wurde im Vorfeld so viel über den Fahrplanwechsel geschrieben und berichtet, dass die Kunden im Bilde sind und vorbereitet waren», ist Roland Julmy überzeugt. Er arbeitet seit 32 Jahren bei den SBB und hat sich freiwillig als Kundenlenker gemeldet.

Die Pendler benutzen den Informationsstand vor allem, um sich mit Städtefahrplänen zu bedienen. Ab und zu muss Julmy im Kursbuch nachschlagen, um auf Fragen wie: Weshalb braucht ein Zug nach Lausanne zehn Minuten länger als der andere? oder: Muss man, um nach Laupen zu gelangen, in Düdingen umsteigen? zu beantworten. Aber auf grössere Schwierigkeiten ist der Kundenlenker nicht gestossen.
Und doch gab es Pendler, die wegen dem Fahrplanwechsel den Zug verpasst haben. Ein 32-jähriger Betriebsökonom aus dem Jura-Quartier war sich zwar der neuen Abfahrtszeiten der Züge in Richtung Bern bewusst. Aber dass die TPF-Stadtbusse weniger regelmässig fahren werde, hatte er übersehen und war prompt zu spät im Bahnhof angekommen. «Das passiert mir aber nur heute», sagte er und trug das Missgeschick mit Fassung.

Neue Zugkompositionen

Eine positive Bilanz zieht auch Roland Page, Leiter des Bahnhofs, am späteren Nachmittag. «Das Personal wie auch die Fahrgäste müssen sich an den neuen Fahrplan gewöhnen», so Page. So seien Zugkompositionen zum ersten Mal zum Einsatz gekommen, was gerade für die Lokführer auch Anpassungen benötige. In Freiburg sind bereits am Montag Güterzüge verkehrt. Dies verlief ebenfalls reibungslos.

Täglich benützen rund 30 000 Fahrgäste den Bahnhof – 10 000 davon betreffen die Freiburgischen Verkehrsbetriebe.

Keine Probleme in Murten …

Gleiches Bild in Murten. Abgesehen von ein bis zwei Minuten Verspätung, die betrieblich bedingt waren, fuhren die Pendlerzüge pünktlich ein. Im Bahnhof Murten hat ein Mitarbeiter auf Fragen der Kunden geantwortet. «Zudem haben wir vermehrt mit Lautsprecher-Durchsagen gearbeitet», sagte Markus Kälin, stellvertretender Bahnhofvorsteher. Von durchfahrenden Güterzügen ist der Bahnhof nicht sehr betroffen. «Wir sind die Stiefkinder des Güterverkehrs», so Kälin. Die Zuckerrüben-Transporte sind gemäss Kälin bereits am Montag verkehrt. Sie sollen noch rund eine Woche dauern, dann ist die Saison zu Ende.

… und Düdingen

Die Fahrgäste in Düdingen waren sehr gut informiert. «Das erstaunt mich nicht», so Philip Schenker, Reiseberater im Bahnhof Düdingen, denn bereits seit Tagen seien neue Fahrpläne aufgelegen. Die Reisenden seien auch sehr gut über die Preiserhöhungen informiert gewesen. Deshalb gab es gemäss Schenker keine heftigen Reaktionen.
140 neue Automaten

TPF: Keine Probleme mit Fahrplanwechsel

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe ziehen bei der Einführung der neuen Fahrpläne eine positive Bilanz. In der Stadt Freiburg wurden gleichzeitig 140 Billettautomaten mit neuer Vorderseite ausgerüstet.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Reibungslos ist der Fahrplanwechsel auch für die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) über die Bühne gegangen. Eine Änderung wird sich erst im Verlauf der Woche und des Wochenendes bemerkbar machen, nämlich durch die früheren Abfahrtszeiten der Nachtbusse. War dies wochentags bisher um 23.53 Uhr, so verlassen die Busse in Zukunft den Bahnhof bereits um 23.10 Uhr. «Diese Massnahme entspricht einer konsequenten Ausrichtung auf die Ankunftszeiten der Züge», so Hans-Rudolf Beyeler, Vize-Direktor der TPF. Statistiken zeigen zudem, dass die Busse während den Wochen wenig benützt werden. Ausser an den Gottéron-Matches, aber da kämen den Fahrgästen die früheren Abfahrtszeiten entgegen.

Am Wochenende sieht es kaum anders aus. Die Busse fahren von Freiburg eine Viertelstunde früher als nach bisherigem Fahrplan (23.40 Uhr). «Das ist die Folge davon, dass der Zug zwischen Zürich und Bern 15 Minuten schneller ist», so Beyeler. Auch wenn die neuen Abfahrtszeiten einigen Kunden nicht gefallen, so seien sie doch der Mehrheit der Kundschaft angepasst.

Lösung für Alterswil?

An der Gemeindeversammlung von Alterswil haben die Bürger ihren Unmut über die Streichung von morgendlichen Kursen kundgetan (FN vom 9. Dezember). Leidtragende sind Schülerinnen und Schüler. Beyeler betont, dass es die Gemeinde verpasst habe, im Frühjahr den Fahrplan zu beanstanden. Er sei aber sicher, dass es diesbezüglich Lösungen geben kann. «Man darf aber nicht vergessen, dass der Kanton unsere Dienste bestellt und wir nur Regiebetrieb sind.»

Bei den TPF haben sich am Wochenende aber nicht nur die Fahrpläne geändert. Neu haben die 140 Billettautomaten auf dem Stadtnetz eine neue, benutzerfreundlichere Vorderseite erhalten. Die Bahnhöfe der Strecke Freiburg-Murten-Ins sowie Bulle werden ebenfalls neue Billettautomaten erhalten.
Gleichzeitig mit dem Fahrplanwechsel sind die Billettautomaten im Stadtnetz etwas benutzerfreundlicher geworden. Bild Alain Wicht

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