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Pensionskasse ist nicht zu retten

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«Es ist eine gute Nachricht», sagte Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks und Präsident der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks (ACSMS), den FN. Diese Woche habe er erfahren, dass die Berner Stiftungsaufsicht die Pensionskasse der medizinisch-sozialen Dienste als sanierungsunfähig beurteile und sie im Verlauf des Januars in Liquidation setzen werde. «In der aktuellen Situation ist es das Beste, was uns passieren konnte», betonte Ridoré.

Neue Pensionskasse finden

Gestern Morgen wurden die Angestellten informiert. Die Pensionskasse hat rund 600 Mitglieder, 320 davon arbeiten für die medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks. Für sie alle bedeutet dies: Bis zu einem Jahreslohn von 126 900 Franken springt nun der nationale Sicherheitsfonds ein. Bis Mitte des nächsten Jahres müssen die elf Arbeitgeber–neben den medizinisch-sozialen Diensten beispielsweise auch die Agglomeration oder die Präventionsorganisation Reper–Anschluss bei einer anderen Pensionskasse finden. Er habe schon mit den anderen betroffenen Arbeitgebern gesprochen und mit der Suche begonnen, sagte Ridoré. «Wir müssen nun vergleichen und möchten so schnell wie möglich eine neue Pensionskasse finden.»

 Schlimmer wäre es für Arbeitgeber und -nehmer geworden, wenn doch noch Hoffnung auf eine Sanierung der Vorsorgestiftung bestanden hätte. «Dann hätten beide Seiten einen grossen Beitrag an die Sanierungsmassnahmen leisten müssen», erklärte Carl-Alex Ridoré.

Im Verlauf der letzten Monate habe die Stiftungsaufsicht versucht abzuklären, wie viel von den investierten Geldern noch vorhanden sei, sagte Hansjörg Gurtner, Geschäftsleiter der Berner Stiftungsaufsicht, auf Anfrage. Obwohl die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien, habe sich gezeigt: «Die Pensionskasse verfügt über einen so tiefen Deckungsgrad, dass sie nicht mehr sanierbar ist.»

Mit dem kommissarischen Verwalter, der die Geschäfte nach der Absetzung des Stiftungsrats weiterführte, und dem Sicherheitsfonds habe die Stiftungsaufsicht daraufhin den Entscheid getroffen, die Pensionskasse in Liquidation zu setzen. «Der Sicherheitsfonds musste einverstanden sein, für die fehlenden Gelder aufzukommen. Wir wollten aber so bald wie möglich einen Schlussstrich ziehen und die Angelegenheit nicht künstlich verlängern.»

Wie viel der Sicherheitsfonds bezahlen muss, konnte Gurtner nicht sagen. «Wir müssen nun den Abschluss 2013 und 2014 machen, dann können wir auswerten, wie hoch das Spar- und Altersguthaben der Versicherten ist.» Auch komme es darauf an, ob noch eine Rückführung der investierten Gelder möglich sei, die den Sicherheitsfonds entlasten. «Bis wir dies genau wissen, kann es aber noch Jahre dauern.»

 Zumindest für die Angestellten ändert sich kaum etwas: Sie bezahlen–ebenso wie die Arbeitgeber–ihre Beiträge weiterhin an die Vorsorgestiftung des ACSMS. Erst wenn sie die Pensionskasse wechseln, wird ihr Spar- und Altersguthaben mit Hilfe des Sicherheitsfonds übertragen.

Vorgeschichte

Strafuntersuchung gegen Stiftungsrat

Der Stiftungsrat der Pensionskasse der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks (ACSMS) hatte einem Vermögensverwalter 45 Millionen Franken anvertraut. Dieser hat die Gelder in hochriskante Anlagen investiert–und verloren. Gegen mehrere Stiftungsratsmitglieder läuft deshalb eine Strafuntersuchung.rb

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