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Pensionskasse schreibt 2018 hohen Verlust

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Die Pensionskasse des Freiburger Staatspersonals weist für 2018 eine negative Anlageperformance von minus 2,29 Prozent aus. Dies geht aus dem Jahresbericht der Kasse hervor, der dem ­Grossen Rat voraussichtlich in dessen Mai-Session vorgelegt wird. «Der Ertrag aus den Vermögensanlagen konnte unsere ­Erwartungen nicht erfüllen», heisst es weiter. Die 2017 noch optimistischen Zukunftsaussichten und die damit verbundene hohe Erwartungshaltung seien im Nachhinein getrübt worden, was für die erhöhten Schwankungen im Jahr 2018 verantwortlich sei.

Trotz der Auflösung der gesamten Wertschwankungsreserve von 210,8 Millionen Franken präsentiert die Jahresrechnung der Kasse einen Verlust von 73,8 Millionen Franken, was den Deckungsgrad der Kasse sinken lässt. Per Jahresende beträgt dieser 75,4 Prozent. Er liegt damit im Unterschied zum Vorjahr tiefer als die Zielvorgabe des sogenannten Wachstumspfads – und zwar um 0,9 Prozentpunkte oder rund 53 Millionen Franken. Damit wurde diese Zielvorgabe zum zweiten Mal seit 2011 nicht erreicht.

Positiv auf den Vermögens­ertrag ausgewirkt hätten sich immerhin die Immobilien­anlagen der Kasse.

Monatelanges Tauziehen

Allerdings hätte wohl auch ein positiveres Ergebnis nichts am Willen der Kasse zum Systemwechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat geändert, der seit Monaten Gegenstand eines politischen Tauziehens und Anlass für eine einstündige Arbeitsniederlegung des Staatspersonals am 30. April ist. Der Vorstand der Kasse hat laut dem Jahresbericht «festgestellt, dass der Wachstumspfad der Kasse ohne entsprechende Massnahmen nicht mehr eingehalten werden kann». Die Kasse wäre somit nicht mehr in der Lage, den Anforderungen der eidgenössischen Gesetzgebung und der zuständigen Aufsichtsbehörde zu entsprechen. Folglich seien innert nützlicher Frist strukturelle Massnahmen ins Auge zu fassen.

«Von der negativen Entwicklung auf den Finanzmärkten waren 2018 schweizweit die meisten Pensionskassen gleichermassen betroffen, sagte der Präsident der Kasse, ­Finanzdirektor Georges Godel (CVP), auf Anfrage. Der Entschluss zum Wechsel hänge laut Godel nicht primär von diesem schlechten Jahres­resultat ab, sondern basiere auf der langfristigen Finanzplanung der Kasse.

«Immer noch sehr solide»

Die Freiburger Sektion des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) bezeichnete die finanzielle Situation der Pensionskasse des Staatspersonals in einem Communiqué gestern als «immer noch sehr solide». Von allen kantonalen Pensionskassen der Westschweiz stehe die Freiburgische nach derjenigen im Kanton Wallis am zweitbesten da. Diese finanzielle Situa­tion stehe in grossem Widerspruch zu den Reformplänen des Staatsrats für die Kasse, so der VPOD.

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