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Per Marschbefehl ins Spital

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Samstagmorgen, 7. November, 6.30 Uhr: Pünktlich hat der zweite Einsatz der Armee dieses Jahres am Freiburger Spital HFR begonnen. Seither leisten da 60 Soldaten unterstützend zum Spitalpersonal ihren Dienst. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, sind jeweils 20 Soldaten im Spital im Einsatz: zwölf in Freiburg, vier in Tafers und vier in Riaz. In der nächsten Zeit soll die Zahl der Dienstleistenden noch von 60 auf 75 steigen, dazu kommen rund 40 Soldaten, die für diesen Einsatz in der Kaserne logistische Unterstützung leisten.

Dies sagte Raoul Barca, Kommandant des Spitalbataillons 2, gestern an einer Medienkonferenz zum Militäreinsatz. Im Kanton Freiburg seien vier Kompanien im Einsatz: zwei mobilisierte Kompanien mit Sanitätssoldaten und zwei Kompanien mit Freiwilligen, die ihre Rekrutenschule beendet haben, aber derzeit von Kurzarbeit betroffen sind.

Gemäss Yvon Langel, Kommandant der Territorial-Division 1, nehmen fünf von sieben Westschweizer Kantonen derzeit die Hilfe der Armee in Anspruch: Bern für die Ambulanz, Freiburg und Waadt für die Spitäler, Genf und Wallis für Ambulanz und Spitäler. Nur Neuenburg und Jura haben noch kein Gesuch gestellt.

Wie Langel sagte, habe man für den jetzigen Einsatz die Lehren aus der ersten Welle im Frühling gezogen. Damals habe die Armee alle verfügbaren Mittel – Personal und Material – zur Verfügung gestellt. Als Folge davon wurden viele Soldaten aufgeboten und gar nicht richtig eingesetzt. Dieses Mal hingegen müssten die Kantone klar ihre Bedürfnisse aufzeigen, der Einsatz muss vom Bund validiert werden, und schliesslich schliessen die Kantone mit der Armee eine Vereinbarung ab, was das Militär genau zu tun hat.

Die Soldaten werden nun vom HFR für verschiedene Aufgaben im Bereich der Pflege eingesetzt, sagte Catherine Dorogi, Pflegedirektorin des HFR. Dies könne etwa Tätigkeiten bei der Hygiene, bei der Verpflegung und bei der Mobilisierung der Patienten umfassen. Auch können die Soldaten Patientendaten erfassen. Gewisse Armeeangehörige mit dem nötigen Fachwissen führen auch technische Arbeiten wie Infusionen aus. Gemäss Dorogi betreuen die Soldaten sowohl Covid- wie auch Nicht-Covid-Patienten. Dazu werden sie für Tests, Patiententransporte und Triage eingesetzt.

«Die Situation ist weiterhin sehr angespannt», sagte die Pflegedirektorin. Das Personal sei zwar müde von der ersten Welle, aber auch sehr engagiert und flexibel, und dankbar für die Unterstützung der Armee.

Abflachung der Kurve

Diese braucht es nicht nur wegen der Anzahl der Covid-Patienten, sondern auch wegen des erkrankten Personals. Derzeit seien 121 HFR-Angestellte am Virus erkrankt, darunter 51 Pflegefachpersonen, 9 Ärzte und 28 Fachpersonen Gesundheit, sagte Generaldirektor Marc Devaud.

Bei der Anzahl der hospitalisierten Covid-Patienten sei die Kurve etwas am Abflachen. Gestern waren 177 Patienten wegen des Virus hospitalisiert, davon 23 in Intensivpflege. Bei 16 Patienten lag ein Covid-Verdacht vor. «Zum Glück konnten die ersten Patienten das Spital wieder verlassen», so Devaud. «Aber die Positivitätsrate bei Tests ist weiterhin hoch.»

Milizpersonal

Planung bereitsim September

Vor rund drei Wochen hat der Kanton Freiburg den Einsatz von Soldaten geprüft, der Bundesrat gab am 4. November grünes Licht für den Einsatz von Soldaten bis längstens am 31. März, und seit dem 7. November sind diese am Freiburger Spital im Einsatz. Die globale Strategie zum Einsatz von Milizpersonal habe das kantonale Führungsorgan aber bereits Anfang September erarbeitet, so Christophe Bifrare, Kommandant des Führungsorgans. Auslöser dazu sei der Ausbruch des Virus in zwei Pflegeheimen im Süden des Kantons gewesen. Ab dem 15. September wurde dort Zivilschutzpersonal eingesetzt. Derzeit seien pro Woche etwa 70 Angehörige des Zivilschutzes im Einsatz, so Bifrare. Sie werden von Zivildienstleistenden unterstützt. Während die Armee in Spitälern aushilft, tun Zivilschutz und -dienst dies in Pflegeheimen.

uh

 

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