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Personal der Schumacher AG stand unter Druck

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Leserbrief

«Dank dem Personal ist die Zukunft der Schumacher AG gesichert» FN vom 2. Dezember

 Die Melodie von der Solidarität unter den Arbeiterinnen und Arbeitern ist verklungen und das Nicht-mehr-Hören dieser Melodie ist oft ein Wollen. Das freut einige. Es entspricht den Tatsachen: Die Unternehmen und deren Verantwortlichen haben es nicht einfach. Trotzdem: Eigentlich ist eine Abstimmung unter solchem Druck, wie eben in Schmitten passiert, unzulässig. Den Lohn ohne Umfrage zu streichen, klingt zwar zynisch, wäre aber meines Erachtens menschenwürdiger gewesen. Denn was wir hier zu lesen bekommen, lässt auf vieles schliessen: «Wer aus Überzeugung nicht mitmachen will, erhält die Kündigung …» Spiegelt sich in diesem Zitat das Gesicht eines ehrbaren Unternehmers und Verwaltungsratspräsidenten?

Diesen Druck halten heute nicht einmal mehr Kolleginnen und Kollegen mit robuster Statur und kämpferischer Seele aus!

Die Schumacher-Finte gleicht dem üblichen Kniff, die Angestellten zu zähmen und die Gewerkschaftsverantwortlichen zu besänftigen. Meine Kritik fällt nicht auf jene, die der Vereinbarung zugestimmt haben, sondern auf die Art und Weise, wie man heute Angst sät, die Leute verunsichert, um letztlich den Gewinn zu maximieren. Dadurch schwindet die Solidarität unter den Angestellten und darum sitzt auch Personalkommissions-Präsident Roux hilflos da.

Das Schweigen des Firmenchefs zu konkreten Zahlen, die ihm das Opfer der Angestellten, die auf einen Lohn verzichten, an Geld einbringt, zeugt nicht von Statur, genauso wenig wie das Schweigen zum Ja-Anteil der Stimmenden. Das kann mit ein Grund für viele sein, das gross geschriebene Vertrauen anzuzweifeln. Es wird sich in den besinnlichen Tagen und Nächten eine latente Angst bei etlichen Betroffenen breitmachen. Die nützt niemandem, letztlich auch nicht dem ehrlichen Unternehmergeist.

Der 13. Monatslohn ist ein festgeschriebener und verdienter Lohn (Art. 222 im Gesamtarbeitsvertrag GAV für die grafische Industrie). Die Sparmassnahme des Verwaltungsrats stösst also in Wahrheit einen Paragrafen im GAV um! Wenn dieses Unrecht Formen annimmt, wenn eine Abstimmung unter solchen Vorzeichen – wie eingangs erwähnt – verläuft, wird die Demokratie auf dem Werkplatz Schweiz arg gebeutelt und sind die Ziele der Mitwirkung infrage gestellt.

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