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Petition für einen Neuanfang

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Petition für einen Neuanfang

Bald Rücktritte und Neuwahlen in Avry?

452 Bürger von Avry-sur-Matran haben eine Petition unterzeichnet und fordern damit den Rücktritt des gesamten Gemeinderates. Dieser wurde am 5. Mai vom Staatsrat suspendiert und durch eine dreiköpfige Verwaltungskommission ersetzt.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

«Befreiungsfront Avry» nennen sich die 452 Bürgerinnen und Bürger von Avry, die in einer Petition den Rücktritt des neunköpfigen Gemeinderats fordern. Ebenfalls sollen so rasch wie möglich Neuwahlen durchgeführt werden. Damit wollen die Bürger die Situation entspannen, die seit geraumer Zeit in der Gemeinde Avry
herrscht. Um nicht noch mehr Spannungen hervorzurufen, haben die Petitionäre verlangt, dass die Unterschriften anonym bleiben und nicht an die Gemeindeadministration weitergeleitet werden.

Bereits am 5. Mai hat der Staatsrat den gesamten Gemeinderat wegen gravierender Missstände und zwischenmenschlicher Probleme vom Amt suspendiert. Eine Administrativ-Untersuchung wurde eingeleitet. Seit rund sieben Monaten ist nun eine externe dreiköpfige Verwaltungskommission im Amt.

Schreiben an die Gemeinderäte

Die Mitglieder der «Befreiungsfront Avry» haben die Gemeinderäte Mitte November in einem persönlichen Schreiben aufgefordert, zum Wohle der Gemeinde und im Sinne eines Neubeginns zurückzutreten. Bisher haben lediglich drei Gemeinderäte ihr Einverständnis gegeben – unter der Voraussetzung, dass der gesamte Gemeinderat zurücktrete. Brisant daran ist, dass diese drei Exekutiv-Mitglieder den Minderheitsparteien im Gemeinderat angehören.

Parteipolitische Spannungen

Sie sind nicht, wie die Mehrheit und darunter auch die Gemeindepräsidentin Christiane Mory, Mitglied der politischen Partei «Entente communale». Gemäss Benoît Piller, Mitinitiant der Petition, wollen die Mitglieder der Mehrheitspartei nicht von sich aus zurücktreten.

Für die «Befreiungsfront Avry» sind die Mitglieder der «Entente communale» für die Missstände in der Gemeinde verantwortlich. Wegen den internen parteipolitischen Querelen sei eine konstruktive Zusammenarbeit kaum möglich gewesen.

Wille zum Neubeginn
breit abgestützt

Insbesondere gegen die Gemeindepräsidentin werden von der «Befreiungsfront Avry» schwere Vorwürfe erhoben. Die Rede ist unter anderem von Mobbing gegen Gemeindepersonal, Verstoss gegen das Betriebsgeheimnis, mangelnde Führung und arrogantes Auftreten. «Wahrscheinlich wurde mit der Arroganz die Inkompetenz versteckt», sagte Jean-Marie Barras, ehemaliger Syndic von Avry, an der anschliessenden Medienkonferenz.

Dass die Fronten zwischen den Parteien trotz der Vorkommnisse in der Gemeinde nicht mehr verhärtet sind, zeigt die Tatsache, dass Personen von allen Parteien für einen Rücktritt des Gemeinderats und für Neuwahlen einstehen – auch Vertreter der Mehrheitspartei und ihr Präsident Alain Mauron.

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