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Petra Klingler: «Bin physisch fitter denn je»

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Die Sportkletterin Petra Klingler erlebt in Tokio ihre olympische Premiere. Wichtig ist ihr, die Spiele in vollen Zügen geniessen zu können.

Es ist faszinierend, mit welcher Leichtigkeit Klingler im Kletterzentrum in Greifensee einen Parcours absolviert: als wäre es das Einfachste der Welt. Nun kann die 29-jährige Zürcherin ihr Können erstmals auch an Olympischen Spielen zeigen. Sportklettern figuriert in Tokio zum ersten Mal im olympischen Programm. «Wir wissen nicht genau, auf was wir uns einlassen», sagt Klingler im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Während Weltmeisterschaften für sie mittlerweile eine Routine sind, seien die Sommerspiele mental etwas ganz Anderes. «Die Nerven spinnen manchmal etwas, es ist ein neuer Druck da. Das ist aber extrem aufregend», erzählt Klingler. Selbstredend findet sie es schade, dass aufgrund der Corona-Restriktionen diesmal vieles anders sein wird, «allerdings wird es für mich auch so ein unglaubliches Abenteuer. Ich versuche, die positiven Dinge zu sehen. Und da ich im Athletendorf einquartiert bin, werde ich dennoch etwas vom Olympia-Spirit miterleben.»

Die regelmässigen Corona-Tests, die einiges an Geduld erfordern dürften, ändern für sie nicht viel. Klingler sagt: «Schlussendlich stehe ich vor einer Wand und muss eine Topleistung abrufen.» Angst davor, vor dem Highlight der Karriere positiv getestet zu werden, hat sie nicht: «In Tokio ist es wahrscheinlich sicherer, als wenn ich in der Schweiz den öffentlichen Verkehr benutze. Ich habe gelernt, mit dem Virus umzugehen, jedoch ist immer ein Risiko dabei, egal wie gut man sich schützt. Sollte es mich treffen, dann musste es so sein. Aber klar, es wäre schlimm und würde mich extrem treffen.»

Mühe, den Weg zu finden

Ihren bisher grössten Erfolg feierte Klingler 2016, als sie in Paris den WM-Titel im Bouldern gewann. In Tokio besteht der Wettkampf aus einer Kombination von drei Disziplinen, neben dem Bouldern kommen noch das Lead- und Speed-Klettern dazu. Die jeweiligen Platzierungen werden multipliziert, wer im Final die geringste Punktzahl aufweist, gewinnt Olympia-Gold. Klingler macht alle drei Disziplinen «sehr gern». Und sie weiss: «Alle haben ihre Tücken.» Im Speed gilt es, eine weltweit genormte Kletterroute so schnell wie möglich zu absolvieren. Beim Bouldern wird ohne Seil in Absprunghöhe geklettert, mit dem Ziel, möglichst viele Probleme zu lösen. Im Lead soll binnen einer vorgegebenen Zeit eine Route so weit als möglich absolviert werden.

Das Olympia-Ticket löste Klingler an der WM 2019 im japanischen Hachioji bei erster Gelegenheit, in dem sie sich in der Kombination für den Final qualifizierte. In diesem kam sie dann nicht über den 8. und letzten Platz hinaus. In der Vorbereitung auf Tokio hielt Klingler an Bewährtem fest. «Wir haben einen guten Weg eingeschlagen, ich bin physisch fitter denn je. Die Herausforderung wird sein, am Tag X mental bereit zu sein.»

An der psychischen Vorbereitung sollte es jedenfalls nicht liegen, sie arbeitet in diesem Bereich mit jemandem zusammen. Ausserdem hat sie neben dem Bachelorabschluss in Sport auch einen in Psychologie. Dadurch hinterfragt sie auch vieles, was nicht immer nur von Vorteil war. «Zu Beginn hatte ich Mühe, meinen Weg zu finden», gesteht Klingler.

Nach ihren Chancen in der japanischen Hauptstadt gefragt, antwortet Klingler: «Ich kann nicht einschätzen, was möglich ist. Das Resultat ist extrem davon abhängig, was die anderen in den jeweiligen Disziplinen machen. Auch wenn ich das Optimum heraushole, kann der letzte Platz herausschauen.» Von daher ist ihr grosses Ziel, «mein Potenzial auszuschöpfen, so zu klettern, dass ich Freude habe. Ich will die Spiele geniessen, die richtige Mischung zwischen Spannung und Lockerheit hinbekommen und nicht unter dem Druck zerbrechen.»

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