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Petrus Kanisius: Ein vergessener Heiliger

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Am vergangenen Samstag feierte die katholische Kirche der Schweiz das Fest eines ihrer heiligen Patrone: Petrus Kanisius. Er hat das Kollegium St. Michael gegründet (von dem auch die Uni Freiburg ihren Ursprung herleitet) und viel für die religiöse Aufklärung des Volkes getan. Deswegen gibt es hier die Kanisius-Druckerei, die Kanisius-Buchhandlung und auch Kanisius-Schwestern. Also genügend Gründe, um den Festtag des Heiligen würdig zu feiern.

Aber als ich an jenem Tag zur Kollegiumskirche kam, wo sich seine Reliquien befinden, stiess ich überall auf geschlossene Türen. Und ich war nicht der Einzige. Kurz vor mir musste ein älteres Ehepaar mit dem gleichen Ergebnis enttäuscht weggehen.

Ich war nie Schüler des Kollegiums St. Michael, bin kein Freiburger, nicht einmal ein Schweizer. Aber selbst ich war empört über eine solche Einstellung gegenüber diesem in der gesamten katholischen Kirche berühmten und verehrten Heiligen, dem sowohl das Kollegium als auch der Kanton und das Bistum Freiburg so viel verdanken.

 Stellen Sie sich vor, dass jemand am Gedenktag seiner Eltern nichts tut, nicht einmal zu ihrem Grab geht, und selbst denen, die hingehen wollen, den Zutritt verwehrt. So etwas wäre doch ein Skandal! Und als einen solchen Skandal betrachte ich die am Festtag des heiligen Petrus Kanisius geschlossenen Türen der Kirche jenes Kollegiums, das er gegründet hat und wo seine Gebeine ruhen. Nicht einmal eine heilige Messe wurde an seinem Fest dort gelesen! Wovon zeugt das? Die Antwort überlasse ich den Lesern.

Übrigens: Als ich diesen Brief schon geschrieben hatte, erfuhr ich, dass das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg zusammen mit den Jesuitenpatres sich bemüht, die Reliquien des heiligen Petrus Kanisius in die Kathedrale von Freiburg zu übertragen, damit das Kirchenvolk immer freien Zutritt zu ihnen hat. Vielleicht wäre das eine bessere Lösung, denn jetzt scheint Petrus Kanisius einfach weggesperrt und der Vergessenheit anheimgegeben zu sein.

«Ich stiess überall auf geschlossene Türen.»

 

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