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Pfahlbausiedlungen am Murtensee könnten bald Unesco-Welterbe werden

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Autor: Urs Haenni

In einem halben Jahr könnte das Murtenseeufer als Teil der Kandidatur «Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen» zum Unesco-Weltkulturerbe werden. Kantonsarchäologin Carmen Buchillier und Direktionsadjunkt Serge Menoud informierten am Donnerstag anlässlich der Muntelierer Gemeindeversammlung über das Projekt.

Entscheid im Sommer 2011

Der Auftritt in Muntelier ist nicht zufällig, denn die Gemeinde ist mit den drei Fundstellen Dorfmatt, Platzbünden und Steinberg zentraler Bestandteil der Kandidatur. Gemäss Kantonsarchäologin Buchillier ist die Kandidatur zu Beginn dieses Jahres in Paris eingereicht worden, und im Herbst sei eine Expertin aus Irland zur Besichtigung gekommen. Der Entscheid über die Kandidatur sei Ende Mai/Anfang Juni 2011 zu erwarten. Die Kantonsarchäologin gibt dem Projekt gute Chancen, sich zu den bisherigen 98 Kultur- und Naturstätten in 137 Ländern zu gesellen, welche sich Unesco-Weltkulturerbe nennen dürfen.

Acht Freiburger Fundstellen

Serge Menoud ergänzte, dass die Kandidatur ursprünglich über 800 Pfahlbaufundstellen in der Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und Slowenien umfasst habe. Die Unesco habe aber gesagt, die Auswahl müsse eingeschränkt werden. Die jetzige Kandidatur umfasst noch 156 Fundstellen, davon die Hälfte aus der Schweiz, acht aus dem Kanton Freiburg: Delley-Portalban, Gletterens, Greng-Spitze, Haut-Vully (Môtier), Murten (Segelboothafen), Muntelier, Noréaz und Vernay (Forel). In Muntelier selber gibt es acht Pfahlbaufundstellen; drei davon hat man nun als eine Zone in die Unesco-Kandidatur integriert.

Keine Einschränkungen

Den beiden Vertretern des Archäologischen Dienstes des Kantons Freiburg war es ein Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger von Muntelier dahingehend zu beruhigen, dass eine Aufnahme auf die Liste als Weltkulturerbe keine Einschränkungen mit sich bringe. An der jetzigen Situation würde sich nichts ändern, bisher getroffene Schutzmassnahmen etwa gegen Siedlungsdruck oder Wellenschlag seien bereits getroffen und blieben in Kraft. Hingegen sei das Unesco-Weltkulturerbe ein Prestige-Label, so Menoud. Für die Murtensee-Region könnte dies eine touristische Chance darstellen.

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