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Pflegefinanzierung: Ungelöste Fragen

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Die von Bundesrat Couchepin letzte Woche angekündigte Pflegefinanzierung hat heftige und zum Teil emotionsgeladene Reaktionen und Diskussionen ausgelöst. Im Wesentlichen geht es um Folgendes: Pflegekosten sollen in Zukunft von den Patienten übernommen werden, die Krankenkassen zahlen nur noch medizinische Behandlungen (vgl. FN vom 17. Februar).

Auf der einen Seite ist es zu begrüssen, dass in dieser für einen Laien sehr komplexen Materie eine Diskussion ausgelöst wird, auf der anderen Seite haben viele direkt betroffene Menschen jeden Alters, aber auch indirekt betroffene Institutionen (Pflegeheime, Spitäler, Spitex-Organisationen usw.) Mühe mit diesem neuen Modell. Warum? Weil zu viele Fragen noch im Raum stehen und wahrscheinlich im Alltag und in der Praxis kaum lösbar sind.
Nachfolgend einige wesentliche ungelöste Fragen: Was gehört beispielsweise zur Grundpflege und was zur Behandlungs- oder medizinischen Pflege? Wann hört bei einem bettlägerigen Menschen, der sich im Pflegeheim befindet, die Grundpflege auf und wann beginnt die medizinische Pflege? Wo sind die Abgrenzungen? Wer entscheidet in einem solchen oder ähnlichen Fall? Wie wird eine gewährte Dienstleistung, aber auch deren Aufwand erfasst und gewertet?
Lassen sich überhaupt alle Pflegefälle mit rein medizinischen Leistungen definieren? Sind z.B. Alzheimer, Parkinson oder schwere Demenz Krankheiten oder nicht? Ist es überhaupt möglich, hier Unterschiede zwischen Behandlungs- und Grundpflege festzulegen? Sind nicht schon jetzt grosse Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten voraussehbar? Bei einer Alzheimererkrankung müsste wahrscheinlich in Zukunft der Patient die Pflegefinanzierung selber übernehmen, bei einem krebskranken Menschen im Spital zahlt die Krankenkasse alles.
Lösungen sind gefragt, aber welche? Kenner und Spezialisten auf den verschiedenen Fach- und Sachgebieten sind jetzt gefordert. Wäre beispielsweise eine Pflegeversicherung, wie sie auch schon zur Diskussion stand, nicht solidarischer, gerechter und vor allem auch transparenter?

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