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Pflegeheime fordern höhere Pensionspreise

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Die kantonalen Sparmassnahmen wirken sich immer noch auf viele Bereiche aus: Die Freiburger Pflegeheime leiden beispielsweise darunter, dass der Pensionspreis seit 2011 nicht angestiegen ist und auch im Jahr 2017 bei 103 Franken pro Tag verbleiben wird. Der Pensionspreis deckt jene Kosten, die nicht Pflege und Betreuung betreffen, also beispielsweise Logistik und Unterhalt. Die Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner bezahlen diesen Preis; reichen ihre Einkünfte und Vermögen nicht aus, wird er über die Ergänzungsleistungen abgerechnet.

Laut René Thomet, Präsident der Vereinigung Freiburgischer Alterseinrichtungen Afipa, dienen 75 Prozent des Pensionspreises dazu, die Löhne des Personals – beispielsweise der Köche oder Reinigungskräfte – zu bezahlen. «Da der Staatsrat die Sparmassnahmen beim Personal aufgehoben hat, wird es für die Pflegeheime nun doppelt schwierig», sagte Thomet gestern an einer Medienkonferenz im Pflegeheim St. Martin in Tafers: Die Löhne steigen, die Einnahmen nicht.

Die Sensler Pflegeheim-Stiftung St. Wolfgang beispielsweise budgetiert unter anderem deshalb ein Defizit für das Jahr 2017 (die FN berichteten). Wie deren Geschäftsführer Ivo Zumwald gestern sagte, sei der Staatsrat der Ansicht, dass die Gemeinden stärker für die Pensionskosten in Pflegeheimen aufkommen sollten. «Und die Gemeinden sagen uns, es sei am Staat, das zu bezahlen», sagte Emmanuel Michielan, Generalsekretär der Afipa. Michielan bedauert die Entwicklung, weil die Afipa dem Kanton im Jahr 2008 eine neue Regelung der Pensionspreise vorgeschlagen hatte. «Jedes Pflegeheim hat einen unterschiedlichen Bedarf. Bei gewissen übernehmen beispielsweise die Gemeindemitarbeiter die Umgebungsarbeiten.» Deshalb sei die Idee der Afipa gewesen, dass kein genereller Pensionspreis festgelegt werde, sondern dass dieser an den Bedarf einer Einrichtung angepasst werde. «Der Kanton wollte es damals nicht regeln und verwies auf das Konzept ‹Senior plus›. Das ist jetzt da, aber für den Pensionspreis hat sich nichts verändert.»

Ivo Zumwald sagte, dass sich der tiefe Pensionspreis längerfristig negativ auf die Leistungen und das Personal auswirken könnte. Das Pflegeheim Maggenberg habe beispielsweise bereits den Reinigungsdienst ausgelagert.

Die Afipa fordert nun, dass der Pensionspreis für das Jahr 2018 um drei Franken auf 106 Franken erhöht wird. «Um den Bedarf zu decken, müsste der Preis aber eigentlich um acht bis zehn Franken steigen», so Michielan.

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