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Physisch eine andere Dimension

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Dem Heimerfolg gegen die Tschechen aus Opava stehen vier Niederlagen von Olympic in der Gruppenphase der Champions League gegenüber. Zuletzt unterlagen die Freiburger zu Hause Bonn und auswärts Nanterre, nachdem es lange Zeit noch gut ausgesehen hatte. Im Interview mit den FN zieht Olympics Spielmacher ­Jérémy Jaunin eine erste Zwischenbilanz vom europäischen Abenteuer der Freiburger.

Jérémy Jaunin, am Dienstag hat Olympic in der Champions League bei Nanterre in der Nähe von Paris gespielt, nächsten Dienstag geht es nach Thessaloniki – wie erlebt das Team diese inten­sive Zeit?

Es ist eine super Erfahrung, die man als Schweizer Basketballer selten in einer Karriere sammeln kann. Wir versuchen, die Champions League so gut es geht zu geniessen und als Team davon zu profitieren, um Städte kennenzulernen und bei den Reisen und in den Hotels zusammen eine angenehme Zeit zu verbringen. Am Anfang war alles noch neu für uns, inzwischen haben wir den Rhythmus aber gefunden.

Sie sind Basketball-Profi, aber die Champions League zu spielen ist wohl doch etwas anderes, als wie bisher auf die nationale Ebene beschränkt zu sein.

Ja, ich weiss jetzt besser, was es bedeutet, das wahre Leben eines Profis zu leben. Es ist das Ziel eines jeden Spielers, sich mit den Besten messen zu können. Wir reisen viel, trainieren weniger, spielen dafür mehr – das ist schon sehr cool. Als Spieler arbeitest du hart für diese prägenden Momente auf dem Parkett. Die Champions League ist der Lohn für das harte Training.

Die vielen Auslandsreisen dürften aber auch privat eine Herausforderung darstellen. Wie geht Ihre Familie damit um?

Es ist eine Herausforderung. Ich habe eine kleine Tochter, das zweite Kind ist unterwegs. Das alles bedingt eine gute Organisation. Ich habe das Glück, dass meine Frau zu Hause ist und mich motiviert, als Profi zu leben. Wenn ich daheim bin, versuche ich, das Maximum aus der Zeit zu holen, indem wir einfache Sachen machen wie zusammen spazieren zu gehen.

Kein Spaziergang ist die physische Belastung. Konsequent zwei Spiele in der Woche sind für Sie Neuland. Wie geht es körperlich?

Ich denke, wir sind alle physisch bereit. Spielst du nur in der Schweiz, hast du viele Trainings. Jetzt ist der Rhythmus ein anderer. Wir schauen viel Video und bereiten uns auf die Gegner vor, die wir teilweise noch gar nicht gekannt haben. Natürlich ist die Regeneration sehr wichtig. Wir hatten körperlich wie im Spiel auch unsere Hochs und Tiefs. Inzwischen haben wir aber je fünf Partien in der Champions League und in der Meisterschaft absolviert und wissen nun, wie es läuft.

Olympic ist sich das Siegen gewöhnt. Wie gehen Sie damit um, plötzlich öfters als Verlierer vom Platz gehen zu müssen?

Wir sind das «kleine» Olympic in der Champions League und wussten, dass es schwierig wird mit den anderen Teams zu rivalisieren. Trotzdem wollen wir jedes Spiel gewinnen. Aber egal ob wir gewinnen oder verlieren, wichtig ist, dass wir die Lehren daraus ziehen. Wir dürfen nach Niederlagen nicht zu sehr enttäuscht sein, denn wir stehen jetzt schon dort, wo uns niemand erwartet hat. Und wir sind trotz vier Niederlagen immer noch auf Kurs für einen der ersten sechs Plätze (Red.: die ersten vier Teams der Gruppe ziehen ins Playoff ein, die Ränge 5 und 6 machen in der Europe League weiter).

Sie sagen, Olympic muss die richtigen Lehren aus den internationalen Spielen ziehen. Welche sind das?

Die Champions League ist insbesondere physisch eine andere Dimension. Es wird härter und besser verteidigt. Wenn wir siegen wollen, müssen wir 40 Minuten lang volle Pulle gehen, anders als in der NLA. Der Ball zirkuliert bei den Gegnern gut, es wird immer der offene Mann gesucht. Mit unserem Spielsystem können wir das Geschehen ziemlich gut kon­trollieren, aber manchmal fehlt es uns noch an der Intensität. Und es gibt immer Aspekte, die wir für die Spiele in der Meisterschaft mitnehmen können.

Das nächste NLA-Spiel steht am Sonntag (16 Uhr) zu Hause gegen Boncourt an. Fällt es Ihnen manchmal schwer, sich neben der Champions League für das heimische Championat zu motivieren?

Wir hatten sicher eine Phase, wo das der Fall war. Unser Trainer hat dann aber die Dinge klargestellt. Unser primäres Ziel bleibt es schliesslich, möglichst viele Titel auf nationaler Ebene zu gewinnen. Die Champions League ist insofern nur ein Bonus. Wir müssen auch in der NLA alles geben. Wenn wir uns schonen, resultieren Niederlagen wie gegen Massagno. Wir können uns nicht erlauben, solche Spiele zu verlieren. Wie immer müssen wir auch gegen Boncourt stark beginnen und zeigen, wer auf internationalem Parkett spielt und wer in der NLA.

«Wenn wir siegen wollen, müssen wir 40 Minuten volle Pulle gehen – anders als in der NLA.»

Jérémy Jaunin

Spielmacher Freiburg Olympic

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