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Pionier unabhängiger Freiburger Medien

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Pionier unabhängiger Freiburger Medien

Der Verleger Hugo Baeriswyl im 79. Altersjahr gestorben

Nach zweijährigem Kampf gegen ein Krebsleiden ist der Verleger Hugo Baeriswyl in der Nacht auf Mittwoch von seinen Leiden erlöst worden. Während dreieinhalb Jahrzehnten stand er der Paulusdruckerei als Direktor vor. Mit viel Engagement und grosser Sachkompetenz hat er die Freiburger Presse in der unerbittlichen Medienkonkurrenz gefestigt.

Autor: Von WALTER BUCHS

Seit nun gut 13 Jahren war es um den Verleger, Humanisten und leutseligen Mitmenschen Hugo Baeriswyl stiller geworden. Nach 35 Jahren als Direktor der Paulusdruckerei und der Paulusbuchhandlungen AG in Freiburg war er am 31. August 1993 in den Ruhestand getreten. Als promovierter Ökonom kam der Sensler im Herbst 1958 von Basel, wo er seine berufliche Laufbahn in einer Bank begonnen hatte, nach Freiburg zurück. Zusätzlich zu seiner Funktion als Druckereidirektor wurde Hugo Baeriswyl ab 1970 Verleger der Tageszeitung «La Liberté» und ab 1974 Verwaltungsrats-Delegierter des Unternehmens.

Tiefgreifender Wandel

Die Berufslaufbahn des soeben Verstorbenen fiel in die Zeit grossen technologischen und wirtschaftlichen Umbruchs im Zeitungswesen sowie grundlegender Veränderungen im publizistischen Verständnis. Mit zeitgemässen Investitionen und gezielter Personalpolitik in Druckerei und Redaktion hat er Veränderungen antizipiert und so im Laufe der Jahre dem Presseunternehmen zu einem Ansehen verholfen, das weit über die Schweizer Grenzen hinausreicht. Dabei hat er sich ebenfalls unermüdlich für die Weiterentwicklung der ausländischen Niederlassungen des Pauluswerks engagiert.Als weitsichtige Persönlichkeit nahm Hugo Baeriswyl frühzeitig Abschied vom Bleisatz und führte den Fotosatz ein. Das bestehende Gebäude an der Perollesstrasse 40, welches laufend den neuen Erfordernissen der Technik und des Personals angepasst wurde, wurde Anfang der 80er Jahre mit einem Neubau ergänzt (Perolles 42). Neben Redaktions- und Büroräumlichkeiten wurde darin eine neue Rotationsmaschine eingebaut, die ihren Dienst bis 2006 versah und den Zeitungen «La Liberté», «Le Courrier», «La Gruyère» und «Freiburger Nachrichten» zu einem zeitgemässen Auftritt verhalfen.

Mit Synergien stärker werden

Wie ein Blitz schlug 1976 die Meldung ein, die Herausgeberin von «La Liberté» habe die Aktienmehrheit der Druckerei Glasson in Bulle und damit der Zeitung «La Gruyère» übernommen. Dem Deutschfreiburger Hugo Baeriswyl war damit etwas gelungen, was einem welschen Stadtfreiburger wohl nicht geglückt wäre. Für den Verleger in Freiburg war das nicht etwa ein politischer Coup, sondern ein verlegerischer Entscheid im Interesse des ganzen Kantons und zur besseren Auslastung des eigenen Unternehmens. Hugo Baeriswyl nahm sogleich Einsitz in den Verwaltungsrat der «Imprimerie Glasson SA», den er von 1993 bis 1999 auch präsidierte.Während über 30 Jahren war die dominierende Persönlichkeit in der Freiburger Presselandschaft zudem Vize-Präsident des Verwaltungsrates der «Freiburger Nachrichten AG» (bis 1994). Er setzte sich dabei konsequent dafür ein, dass die FN, mit deren Druck die Paulusdruckerei beauftragt ist, die gleichen technischen Weiterentwicklungsmöglichkeiten nutzen konnten wie die Zeitungen seines eigenen Betriebes.Als Mitte der 80er-Jahre die erste Konzession für ein Lokalradio in Freiburg erteilt wurde, erkannte Hugo Baeriswyl sofort, dass die Print-Medien nicht abseits stehen dürfen. Die Freiburger Tageszeitungen engagierten sich, und Hugo Baeriswyl übernahm 1988 das Präsidium des Verwaltungsrates von «Radio Fribourg-Freiburg» AG, die Nachfolgegesellschaft des Vereins «Radio Sarine». Er übte dieses Mandat während zehn Jahren aus. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass Freiburg heute ein zweisprachiges Lokalradio hat.

Unabhängiges Zeitungsunternehmen

Das Verdienst von Hugo Baeriswyl besteht nicht etwa nur darin, dass er alles unternommen hat, damit die Druckerei und die Zeitungsherstellung mit der technischen Entwicklung Schritt halten konnten. Sein eindrückliches Lebenswerk ist auch dadurch gekennzeichnet, dass er den Umbau von einem bei seinem Eintritt noch vom religiösen Presseapostolat geprägten Betrieb zu einem weltlichen Medienunternehmen geschafft hat. Er tat dies mit viel Takt, Fingerspitzengefühl, aber doch zielstrebig, ohne seine Grundüberzeugungen aufzugeben. Dabei zeichnete er sich – gerade angesichts der zunehmenden Pluralisierung in der Gesellschaft – als grosser Verfechter der Meinungs- und damit der Pressefreiheit aus.Neben den grossen Herausforderungen in seinem Betrieb fand Hugo Baeriswyl zudem Zeit, sich in verschiedenen Berufsorganisationen zu engagieren (siehe Kasten). Dabei wurde er von seiner Familie, insbesondere seiner Gattin Anne-Marie, geb. Jungo, tatkräftig unterstützt. Besonders stolz war er ebenfalls auf seine Militärkarriere. Nach der Führung der Sch Füs Kp IV/101 und IV/135 kommandierte er von 1967 bis 1972 als Major das Füs Bat 135. Höhepunkt der Militärlaufbahn war die Beförderung zum Obersten mit dem Kommando des Inf Rgt 88 von 1975 bis 1980.

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