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Pionieranlage von lokalem Massstab

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

Die Energieproduktion des Energieparks, der in Balbertswil auf 3000 m2 entstehen wird, ist beachtlich. Die Biogasanlage soll jährlich zwei Millionen Kilowattstunden Strom produzieren, was dem Verbrauch von 420 Haushalten entspricht. «Die Anlage wird nach dem Schiffenen-Kraftwerk der zweitgrösste Stromproduzent im Sensebezirk sein», sagte Oberamtmann Nicolas Bürgisser am Mittwoch. Bei dieser Berechnung ist die Wärmeenergie, die durch den Energiepark und die darin enthaltene Pelletproduktion entsteht, noch nicht enthalten.

Auf der Warteliste weit oben

Die Übergabe der Baubewilligung war ein wichtiger Schritt für die Bauherrschaft, weil sie bis zum Herbst vorliegen musste. «Ohne Baubewilligung wären wir auf der Warteliste für die kostendeckende Einspeisevergütung des Bundes wieder ganz nach hinten gerutscht, was einer Absage der Subventionen gleichgekommen wäre», erklärt Projektleiter Aric Gliesche von der Firma Greenstream, die für Alpiq auf Mandatsbasis Biomasseprojekte in der Schweiz entwickelt.

Sechs Anwohner hatten gegen das Baugesuch und die Umzonierung des Landes in eine Zone Energiepark Einsprache erhoben. Im Mai wurden diese nach Gesprächen mit den Promotoren zurückgezogen. Wie Adrian Riedo seitens der Einsprecher erklärt, hätten verschiedene Gründe dazu geführt. «Die Initianten haben überzeugend dargelegt, dass bei allfälligen Beeinträchtigungen der Lebensqualität die notwendigen Massnahmen unverzüglich eingeleitet werden.» Er spricht Geruchs- und Geräuschemissionen an.

Was die Einsprecher jedoch eigentlich beschäftige, sei der Umstand, wie trotz gültigem Ortsplan willkürlich Spezialzonen geschaffen und Ausnahmebewilligungen gesprochen würden. Adrian Riedo stört sich daran, dass «aktive Einwohner», welche ihre Bedenken mittels Einsprachen kundtun, als «Nein-Sager» abgestempelt werden.

Mit dem Bau der Biogasanlage soll es jetzt zügig vorangehen. Der nächste Schritt ist die Gründung einer Betreibergesellschaft. Dieser werden die vier Landwirte, die Groupe E sowie Alpiq angehören. Ist der Spatenstich einmal erfolgt, steht die Anlage innerhalb von acht bis zehn Monaten.

Geschlossener Kreislauf

Die dezentrale Energieproduktion der Anlage stellt gemäss Aric Gliesche eine Vorreiterrolle dar. «Die Wertschöpfungskette wird vollständig lokal umgesetzt». Strom und Wärme wird aus lokalen Rohstoffen (Gülle, Holz) produziert. Durch die Gärrestausbringung auf die Felder wird der Nährstoffkreislauf geschlossen. «Durch solche Konzepte wird der Sensebezirk ein Stück unabhängiger und kann ruhig in die Zukunft blicken».

Den vier Landwirten aus Düdingen und Bösingen liegt der Klimaschutz am Herzen. «Mit der Biogasanlage werden wir nicht reich», betont der Landwirt Markus Jungo. «Höchstens mit dem ausgefüllten Lottoschein, der uns der Oberamtmann zur Baubewilligungs-Übergabe geschenkt hat», sagt er schmunzelnd.

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