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Pionierin inSachen Dialektsongs

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Véronique Muller, Freiburger Concours-Eurovision-Vertreterin in der FN-Serie

Fünf Mal versuchte die gebürtige Murtnerin am wichtigsten Musikwettbewerb – dem Concours Eurovision de la Chanson – teilzunehmen, zweimal vertrat sie unsere Schweizer Farben am Finale des Grand Prix: 1972 mit «C’est la chanson de mon amour», wo sie in Grossbritannien gute Achte wurde, und 1980 in Holland, wo sie die Schweiz als Texterin des von der allseits bekannten Paola vorgetragenen Liedes «Cinema» Vierte wurde. Die Musik schrieb übrigens Peter Reber.

Mundart-Lieder – so Véronique – sind aber imGegensatz zu französischen oder englischen Songs viel klangvoller und haben mehr Inhalt. Der Anstoss zu Dialektsongs erhielt sie übrigens aus der Stadt Murten: Anlässlich der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen von Murten sollte Véronique eine Eigenkomposition produzieren. Und so nahm die mutige Künstlerin den steinigen und strapaziösen Weg auf sich, in Mundart zu komponieren und zu singen.
In dieser Zeit, anfangs der Achtzigerjahre, waren eigentlich nur gerade Mani Matter und Polo Hofer in diesem Genre bekannt, und da sollte Véronique Muller als Frau es gleich doppelt so schwer haben, in diesem schnellebigen Business zu bestehen.

Der bekannte Sämeli

Doch bevor Véronique Muller überhaupt wieder in Murten ansässig wurde, machte sie in Paris und London einen langen Aufenthalt, um ihre Stimme ausbilden zu lassen. In dieser Zeit lernte sie auch ihren langjährigen Ehepartner Guido Baumann kennen, der uns allen noch aus der unvergesslichen Quizsendung «Was bin ich?» in Erinnerung ist.

Nach dem Tode von Guido Baumann kehrte Véronique in ihre angestammte Heimat zurück. Und hier sollte auch eine beachtliche Karriere beginnen. Unvergesslich ist ihr Song «Sämeli», aber auch als sie in Müntschemir denBlumenkohl besang. Nicht zu vergessen auch ihre Engagement für die Brauerei Cardinal: Eigens wegen des Protestmarsches gegen die Schliessung Cardinals wurde von ihr ein gleichnamiges Lied komponiert, das sie vor mehr als 10000 Personen gesungen hat. Hinzu kommt noch der Vortrag der Schweizer Hymne anlässlich des Fussball-Länderspiels Schweiz – England im Wankdorfstadion in Bern.
Um Véronique Muller ist es seither kein bisschen leiser geworden. Im Gegenteil: Mit viel Energie und Kraft hilft sie dem Schweizer Nachwuchs auf die Sprünge. Durch die Erfindung des Talentoscop hat sie eine Plattform erschaffen, die Kinder und Teenager dazu brauchen können, vor grossem Publikum ihr Können unter Beweis zu stellen. Sei es nun mit Tanz, Musik oder Kabarett: Alles wird erlaubt. So konnte Véronique Muller durch das Talentoscop schon einige Schweizer Jungtalente an die Musikschule von Paul McCartney in Liverpool vermitteln, oder an dieFlamenco-Schule nach Sevilla.
Doch nicht nur für den Schweizer Nachwuchs setzt sich die Murtnerin vehement ein, sondern auch für die Schaffung und Beibehaltung der einzelnen Kunststätten der Schweiz. Mit Hilfe der beiden Ausnahmekünstler Niki de St-Phalle und Jean Nouvel will sie die Stadt Murten dazu bewegen, dass der Pavillon, der an der Expo 2002 am Murtner Seeufer erstellt wird, auch nach der Landesausstellung beibehalten wird.
Dieser «Pavillon Poesie» kann als Plattform, als Forum dienen, um der Kunst in der ganzen Region Murten wieder auf die Sprünge zu verhelfen. Es seien so viele versteckte Talente in unserer Region, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Und schliesslich kann die Region Murten über 500000 Leute erreichen. Denn schliesslich hat der Sensebezirk mit der Gemeinde Düdingen ein Paradebeispiel: Mit Hilfe des Podiums konnten die Düdinger im vergangenen Jahr über 60 Veranstaltungen präsentieren, und mehr als 30000 Besucher empfangen.

Weiterhin voller Ideen

Hinsichtlich ihrer eigenen Zukunft hat Véronique Muller sehr viele Ideen, die sie während den nächsten Jahren realisieren möchte. Eine davon hat sie mir bereits verraten: Sie will das Publikum mit einer Musical-Collage namens «Clowns leben ewig» beglücken. Jedermann kann sich mit Hilfe der verschiedenen Clown-Figuren identifizieren. Gemischt mit viel guter Musik und tollen Texten wird dieses Musical bestimmt wieder ein Erfolg.

Zufälle seien schön, und aus Zufällen können alle etwas lernen, wenn man den Weitblick dafür hat, so Véronique Muller. Ein Zufall ist es, dass sie am 26. März 2000 in der Stadt Solothrun ein Konzert organisieren wird, das dem Stadtparlament gewidmet ist. Und wer weiss, vielleicht wird dort auch die Schweizer Teilnehmerin zugegen sein, die unser Land am diesjährigen Concours Eurovision de la Chanson vertreten wird, nämlich die Solothurnerin Jane Bogaert.

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