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Plädoyer für die Zeitumstellung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Nun hört man wieder europaweit die Klage über die Umstellung auf Sommerzeit. Ich kann das nicht nachvollziehen: Für mich stimmt sie total. Ich erwache automatisch jeden Tag früher, so dass ich jetzt vor meinem nächsten Termin noch Zeit habe, diesen Leserbrief zu schreiben. Und im Spätherbst freue ich mich dann auf die lange Nacht mit einer Stunde mehr Schlaf.

Es gibt Ärzte und Wissenschaftler, die sagen, diese Zeit­umstellung sei ungesund. Aber dann dürften wir auch nicht mehr in die Ferien reisen! Wenn wir nach Griechenland oder Portugal fahren, stellen wir ohne Murren die Uhren eine Stunde vor beziehungsweise zurück – und haben nicht das Gefühl, deswegen zu leiden.

Fliegen wir nach Übersee, sind es sogar mehrere Stunden Zeitdifferenz. Wir spüren dann wohl den «Jetlag», nehmen das aber ohne weiteres in Kauf. Da habe ich noch keinen Arzt sagen hören, das sei gesundheitsschädlich.

Auch dürfte man dann unserem Pflege- und Sicherheitspersonal keine Nachtdienste mehr zumuten, und keine Schichtarbeit in der Industrie – da kommt nämlich der Biorhythmus wirklich richtig durcheinander!

Man bedauert ebenfalls die Milchkühe und fürchtet, sie trügen Schaden davon. Aber wenn der Bauer z’Bärg will oder mit den Tieren an eine Viehschau, geht er wohl auch mal eine Stunde früher in den Stall – oder nach dem Jodlerabend oder Jasshöck ein wenig später (die Kühe muhen dann vielleicht etwas lauter und es laufen schon mal ein paar Tropfen Milch aus). Wenn er aber, in weiser Voraussicht, eine Woche lang 10 Minuten früher (beziehungsweise im Herbst später) anfängt, ist die Zeitumstellung bestimmt ohne Probleme geschafft.

Ich denke, es geht bei diesem Protest gegen die Zeitumstellung auch darum, dass es eine fremdbestimmte, mitteleuropäische Norm geworden ist – und deshalb im zunehmenden nationalistischen Trend in den Ländern Widerspruch erregt. Geht es also eher um die Selbstbestimmung als um die Gesundheit? Therese Wyss, Cordast

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