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Plädoyer für mehr Frauen im Generalrat

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Der Tenor nach diesem Abend war klar: Frauen, lasst euch wählen oder wählt Frauen. Dabei ging es den Generalrätinnen von Wünnewil-Flamatt nicht um eine Frauenliste, sondern darum, dass sich mehr Frauen, auf welchen Listen auch immer, zur Wahl stellen. Es wurde aber auch betont, dass Frauen die Unterstützung des eigenen Umfeldes brauchen, um ein politisches Engagement koordinieren zu können. Am Ende, so die Rednerinnen übereinstimmend, profitiert nicht nur die Gemeinschaft von einem allfälligen politischen Engagement, sondern auch die Frau selbst.

«Wer, wenn nicht ich?»

Tanja Bauer vom «Büro für Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen» (GFB) eröffnete den Reigen der Kurzvorträge. Für ein politisches Engagement, so Bauer, brauche es vor allem Interesse, ein wenig Ehrgeiz und Mut zum ersten Schritt. Neben der Unsicherheit, ob Familie, Beruf und Politik miteinander vereinbar wären, seien Frauen auch öfter unsicher, ob sie die neue Herausforderung meistern können und ob eine Nichtwahl nicht peinlich wäre, so Bauer. Die Referentin hielt fest, dass es für den Schritt in die Politik zu Beginn kein sattelfestes Wissen brauche. Das Wissen käme mit den Aufgaben. Eine Nichtwahl dürfe man nicht als Niederlage sehen, sondern sei Normalfall. Ein erster Wahlkampf ist demnach eine Investition in die Zukunft, denn gewählt werde vor allem, so die Aussage, wer bereits einige Bekanntheit habe.

 «Wann, wenn nicht jetzt?»

Frauen sollen sich Politik zutrauen, denn ihr Engagement ist wichtig. Tanja Bauer begegnet in ihrem beruflichen Alltag auch oft der Klage, dass man aber doch keine Zeit habe für noch eine weitere Aktivität. «Eigentlich hat niemand Zeit für irgendetwas», ist ihre Antwort darauf, «man muss sie sich nehmen, und das macht man auch, wenn man wirklich ein Interesse an gesellschaftlicher Mitbestimmung hat.» Natürlich braucht es dazu Unterstützung vom Umfeld, von Familie und Ehemann. Es mag manchmal kompliziert sein, aber am Ende lohne es sich, unterstreicht Bauer, denn die neue «Herausforderung gibt Energie, macht Spass, man kann mitgestalten und das lohnt sich».

 Frauen werden gebraucht

Mit Angelika Sekulic vom «Frauenraum – Espace Femmes» stand eine zweite Rednerin, die auf eine langjährige Erfahrung im Bereich Gleichstellung zurückblicken kann, vor dem Publikum. Sie hielt fest, dass Frauen in der Politik dringend gebraucht werden. Sekulic’ Hauptanliegen ist es, allen Frauen Mut zu machen. Sie betonte, dass es wichtig sei, darauf zu schauen, was man bereits könne und nicht darauf, was man nicht könne. Man wäre nämlich erstaunt, wie viel Können man bereits angesammelt habe und durch politische Mitwirkung würde einiges dazu kommen. Angelika Sekulic hatte einige Tipps parat, worauf man achten muss, wenn man sich engagieren wolle. Starkes Gewicht legte sie auf die Feststellung, dass man sich nicht fremdbestimmen lassen solle, sondern seine eigene Rolle wählen soll. Als Frau müsse man in einem Männergremium nicht die Sekretärinnen-Rolle übernehmen, sondern auf die eigenen Stärken pochen und seine eigene Art entwickeln, politische Wege zu gehen. Dann werde man an Selbstbewusstsein gewinnen und sich selber neu erfahren können.

 Frauen können etwas bewegen

Als Schlussrednerinnen betraten mit Marlies Schafer und Doris Bucheli eine aktuelle Generalrätin und die aktuelle Gemeinderatspräsidentin von Wünnewil-Flamatt die Bühne. Marlies Schafer stellte die Aufgaben einer Generalrätin vor und zeigte auf, dass es sich dabei um Bereiche handelt, die der Bevölkerung nahe stehen, etwa ein Spielplatzbau oder die Renovation der Schule. Darum ist für sie ein Engagement in der Gemeinde wichtig, denn so könne man miteinander etwas bewegen und dies sei schlussendlich auch die Grundlage eines gelungenen Zusammenlebens. Nur passiv konsumieren könne auf Dauer nicht funktionieren, so Schafer. Gemeindepräsidentin Doris Bucheli unterstrich diese Haltung, wenn sie sagte, dass Frauen einen Teil der Verantwortung übernehmen sollen, da sie mit 50 Prozent der Bevölkerung ein grosser und wichtiger Teil der Gesellschaft seien. Bucheli betonte, dass sie in 14 Jahren politischer Amtszeit viel gelernt habe, und hielt zum Ende fest, dass Frauen in der Politik viel bewegen können.

GFB: Büro für Gleichstellung

D as «Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen» (GFB) ist ein Kompetenzzentrum für Fragen zur Gleichstellung, zu Familien und zu Gewalt in Paarbeziehungen im Kanton Freiburg. Das GFB berät und informiert Behörden und Private über Fragen der Gleichstellung und der Familienpolitik; initiiert Projekte zur Förderung der Gleichstellung; koordiniert die Bekämpfung von Gewalt in Paarbeziehungen im Kanton Freiburg; überprüft staatliche Erlasse auf ihre Übereinstimmung mit dem Grundsatz der Gleichstellung; arbeitet mit zuständigen Stellen und Interessierten zusammen. tr

Quelle: http://www.fr.ch/bef/de/ pub/index.cfm

Frauenraum: Ein Ort für Frauen

Der «Frauenraum» ist ein Ort der Begegnung, Beratung und Bildung für Schweizer Frau- en und Migrantinnen und zur gegenseitigen Unterstützung durch organisierte oder spontane Aktivitäten. Gegründet wurde «Frauenraum» 1998 in Freiburg als Verein ohne Gewinnabsichten. Er zielt darauf ab, die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu fördern, ihre Integration anzukurbeln, zur Realisierung der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen beizutragen sowie gegen Diskriminierung in Bezug auf Frauen zu kämpfen. Der «Frauenraum» ist gut vernetzt und leitet Frauen gegebenenfalls an entsprechende Institutionen weiter. tr

Quelle http://www.espacefemmes.org

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