Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Plaffeien braucht mehr Wasser

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Finanzen, Wasser und Reglemente – diese Themen standen am Freitag im Zentrum der Plaffeier Gemeindeversammlung unter der Leitung von Ammann Otto Lötscher. Der Gemeinderat legte den 79 Bürgerinnen und Bürgern einen sehr positiven Rechnungsabschluss vor. Die erste Jahresrechnung nach der Fusion weist bei Einnahmen und Ausgaben von rund 23 Millionen Franken einen Einnahmeüberschuss von 9200 Franken aus. Die Gemeinde verzeichnete 1,2 Millionen Franken oder zwölf Prozent mehr Steuereinnahmen als budgetiert. Sie hat freie Abschreibungen von ebenfalls 1,2 Millionen Franken getätigt. Finanzchef Daniel Bürdel kündigte an, dass der Gemeinderat für das Budget 2019 eine moderate Steuersenkung prüfen werde. Zwar kämen einige finanzielle Herausforderungen auf die Gemeinde zu. «Doch wenn die Steuereinnahmen im gleichen Rahmen bleiben wie jetzt, könnten wir den Steuersatz, der doch recht hoch ist, allenfalls senken», so Bürdel. Der Steuerfuss liegt derzeit bei 98 Prozent der Kantonssteuer für Einkommen und Vermögen natürlicher Personen und bei 93 Prozent bei den juristischen Personen. Die Gemeinde hat gemäss Kassier Bernhard Fahrni netto 1,8 Millionen Franken investiert. Vorgesehen waren fünf Millionen, die aber nicht ausgeschöpft wurden, weil viele Projekte verschoben wurden. Namens der Finanzkommission hiess deren Präsidentin, Danielle Julmy-Hort, die Rechnung gut. Sie wies auf die hohe, das 50-Prozent-Pensum überschreitende Arbeitslast des Syndics hin. Die ehemalige Gemeindepräsidentin von Zumholz brachte das gute Zusammenspiel von Gemeinderat und Verwaltung in der fusionierten Gemeinde auf persönliche Weise zum Ausdruck: «Als ehemalige glückliche Zumhölzlerin hätte ich mir bis vor kurzem nicht vorstellen können, mal stolz zu sein, in Plaffeien wohnen zu dürfen.»

Geld für Wasserinfrastruktur

Bei drei Geschäften ging es am Freitag um Wasser und um die Tatsache, dass die Wasserreserven von Plaffeien, vor allem auch in Schwarzsee, knapp sind. Die Gemeinde hat in der Fuhra Probebohrungen durchführen lassen und ist auf 60 bis 80 Metern Tiefe auf ein ergiebiges Grundwasservorkommen gestossen. Experten gehen von rund 1000 Minutenlitern aus, die man als Trinkwasser fassen könnte, wie Gemeinderat Fritz Zbinden ausführte. Dieses Projekt soll vorangetrieben werden. Ebenso will die Gemeinde in Schwarzsee potenzielle Vorkommen prüfen. Die Bürger sprachen dafür einen Planungskredit von 183 000 Franken. Teil des Wasserversorgungskonzepts ist die Pumpstation Plötscha. Die Ergiebigkeit dieser Grundwasserfassung hat in den letzten Jahren stetig abgenommen, weil die Infrastruktur defekt ist. Nun soll das Wasser neu gefasst werden. Um dem Ortsteil Oberschrot während dieser Zeit mit genügend Wasser zu versorgen, schliesst sich Plaffeien mit dem Netz der Gemeinde Plasselb zusammen. Dafür ist eine neue Zubringerleitung nötig. Zudem wird eine alte Verbindungsleitung ersetzt. Die Gemeindeversammlung hat den Kredit für beide Vorhaben über 819 000 Franken diskussionslos genehmigt.

Für den Ersatz der alten Wasserzähler in allen Haushalten mit neuen Modellen, die die Daten via Funk übermitteln, sprach die Versammlung einen Bruttokredit von 673 000 Franken.

Weitere Geschäfte

Kompetenz für Ortsplanungsverhandlungen

Der Gemeinderat will die Ortsplanung Plaffeien noch vor den Sommerferien auflegen. Um den Vorgaben des Kantons bezüglich der Grösse der Bauzone gerecht zu werden, will der Gemeinderat mit anderen Gemeinden verhandeln, die ihr allenfalls nicht verwendetes Kontingent an Bauland gegen Bezahlung an Plaffeien abgeben. Dafür und für kleinere Landkäufe, -verkäufe und -austausche hat die Versammlung dem Gemeinderat die Kompetenz erteilt, über 500 000 Franken zu verfügen. In der kurzen Diskussion sprach sich ein Bürger dagegen aus, noch mehr Bauland einzuzonen und mahnte zum sorgsamen Umgang mit den Landreserven.

Drei nach der Fusion überarbeitete Reglemente haben die Bürger am Freitag abgesegnet: für die Schulen, den schulzahnärztlichen Dienst und für das Gemeindepersonal. Der Antrag eines Bürgers, bei Letzterem auch schwangere Mitarbeiterinnen mit befristetem Arbeitsvertrag den vollen Mutterschaftsurlaub zu gewähren, fand kein Gehör. Mit grossem Applaus hat die Versammlung Hanspeter Dousse nach 41 Jahren im Forst- und Kommunaldienst in den Ruhestand verabschiedet.

im

 

Mehr zum Thema