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Plaffeien empfängt 250 Ziegenzüchter

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Ziege ist nicht gleich Ziege. Der Herdebuchbestand des Schweizerischen Ziegenzuchtverbands führt elf Ziegenrassen auf. Saanen-, Toggenburger-, Bündner Strahlen- und Gämsfarbige Gebirgsziege sind die vier häufigsten Arten, die innerhalb der Ziegenzuchtgenossenschaft Plaffeien-Oberschrot vorkommen, wie Präsident Patrick Buchs auf Anfrage sagt.

Seine Organisation ist am Wochenende Gastgeber der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Ziegenzuchtverbands. Er erwartet in Plaffeien rund 250 Ziegenzüchter aus der ganzen Schweiz. Auf dem Programm steht der Besuch von lokalen Zuchtbetrieben wie der Ziegenhof Raemy in Schwarzsee. Ausserdem wollen die Senseoberländer den Gästen auch die Region näherbringen. «Schwarzsee Tourismus und die Gemeinde Plaffeien haben uns sehr unterstützt bei der Organisation», sagt Buchs.

28 870 Ziegen in der Schweiz

Die Ziegenzucht ist bei vielen Landwirten zwar nicht die Haupteinnahmequelle, aber ein wichtiges Standbein für ihren Betrieb. «Im Schnitt haben unsere 13 Züchter zwischen 15 und 20 Ziegen. Ausnahme ist die Familie Raemy mit dem Ziegenhof, der rund 150 Ziegen hält», sagt Patrick Buchs.

Mit über 2000 Ziegen bewegt sich der Kanton Freiburg im schweizerischen Mittelfeld. Der Kanton Bern hat mit 7200 die grösste Anzahl Ziegen, schweizweit sind es insgesamt 28 870 Tiere.

Wolf und Bürokratie

Ziegen seien ursprünglich Gebirgstiere, weshalb sich die Züchter im Kanton Freiburg eher im Voralpengebiet konzentrierten, sagt Buchs. Die Züchter würden vor verschiedenen Herausforderungen stehen. Eine davon sei der Wolf: Er bereite den Züchtern Kopfzerbrechen. Auch die immer aufwendigere Bürokratie beschäftige die Genossenschafter. Ab 2020 müssen die Betriebe sämtliche Geburten, Zu- und Abgänge, Ein- und Ausfuhren sowie den Tod von Tieren der Tierverkehrsdatenbank melden.

Die Ziegenhaltung ­habe in den letzten Jahren zugenommen, sagt Buchs, der selbst 40 Ziegen hält. «In den 1990er-Jahren gab es einen Tiefpunkt. Wegen des CAE-Virus haben viele Betriebe die Zucht eingestellt. Heute ist die Ziegenmilchproduktion wieder gefragt.» Für Ziegenfleisch, beispielsweise als Hauswurst, bestehe ebenfalls eine gute Nachfrage. Das Fleisch von Ziegenlämmern hingegen lasse sich schwer vermarkten, obwohl es hochwertig sei, meint der Präsident. «Es muss wohl am Jöh-Effekt liegen, dass die Leute das Fleisch von Jungtieren nicht verzehren wollen.» Die Fleischabnehmer geben vor, was die Ziegenzüchter liefern müssen. «Meist wollen sie ein ‹Gitzi› von acht bis neun Kilogramm, das Tier ist dabei knapp acht Wochen alt», erzählt Buchs. Als Züchter würde er die Tiere gerne etwas länger halten, damit sie an Gewicht zulegen. «Doch seien schwerere Zicklein bei den Konsumenten nicht gefragt, geben uns die Abnehmer an.» Der Absatz wird an der diesjährigen Delegiertenversammlung bestimmt Thema sein. «Der Austausch unter den Züchtern ist sehr wichtig», sagt Buchs.

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