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Planung im Zeichen der Abstimmungen

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Jede der 16 Naturparkregionen in der Schweiz muss ihre Ziele in Vierjahresplanungen dokumentieren. Diese sind Voraussetzung, dass Bund und Kantone die benötigten Gelder freigeben. Der Naturpark Gantrisch hat deshalb in den letzten Monaten die Planung für die Jahre 2020 bis 2024 erarbeitet. Aufgrund administrativer Schwierigkeiten auf Bundesebene umfasst sie für einmal fünf Jahre.

Der Naturpark Gantrisch wurde 2012 gegründet. Bis 2021 muss er sein Label erneuern lassen. Die nun vorliegende Planung steht deshalb im Zeichen des Übergangs. «Wir werden einige Arbeiten abschliessen und parallel dazu die Charta für die neue Zehnjahresperiode erarbeiten», sagt Christoph Kauz, Geschäftsführer des Naturparks.

Die Mitglieder des Fördervereins Region Gantrisch befinden an ihrer Versammlung Anfang November über die Fünfjahresplanung.

Im Wesentlichen will das Team des Naturparks mit der neuen Planung aber die eingeschlagene Stossrichtung weitergehen. «Wir wollen die Menschen für die Natur, die regionale Kultur und die regionale Produktion sensibilisieren», so Kauz. «Wir sehen uns aber auch als Netzwerk, das Menschen mit gemeinsamen oder aber widersprechenden Interessen zusammenbringt.» So hat der Naturpark die Plattform Moorlandschaft gegründet, in der unter anderem Naturschützer und Landwirte versuchen, für Nutzungskonflikte Lösungen zu finden.

Museen zusammengebracht

Als erfolgreiches Beispiel für die Funktion des Parks als Netzwerk nennt Christoph Kauz die regionalen Museen. «Wir haben sie unterstützt, damit sie ihre Sammlungen mit einer Software systematisch inventarisieren.» So entdeckten die Museen plötzlich, dass sie grosse Gemeinsamkeiten haben. «Nun planen sie eine gemeinsame Ausstellung.» Diese Netzwerkarbeit soll weitergehen. «Richtet eine Firma zum Beispiel ein Fest aus, hätten wir Adressen von Musikern, die für ein Engagement infrage kommen würden.»

Zentral ist auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Hierfür will der Naturpark neue Kontakte zu Unternehmern knüpfen. «Darum besuchen wir zunehmend Treffen von regionalen Businessclubs», sagt Kauz. Dort könne das Team den Naturpark vorstellen und werde gleichzeitig zu einer Anlaufstelle für Unternehmen. «Wir können Unternehmen helfen, eine Idee zu verwirklichen, weil wir die richtigen Ansprechpersonen in Politik und Verwaltung kennen.» Voraussetzung sei natürlich, dass das Projekt zu einer nachhaltigen Wirtschaft passe.

Weiterführen will der Naturpark Gantrisch auch die Landschaftspflegeeinsätze sowie den Kampf gegen die invasiven Pflanzen. «Gerade im Kampf gegen die Neophyten würden wir schnell alle Erfolge zunichtemachen, wenn wir jetzt nachlassen würden», sagt Marketingleiterin Ramona Gloor.

Viele Projekte brauchen Zeit, bis Resultate sichtbar werden. «Darum wollen wir jetzt keine grundsätzlichen Richtungsänderungen, sondern bestehende Projekte verbessern.»

Kommunikation verstärken

Schliesslich stimmen 2020 alle 22 Parkgemeinden darüber ab, ob sie einen Antrag auf Erneuerung des Parklabels unterstützen wollen. Kritische Voten an Gemeindeversammlungen zeigen, dass die Abstimmungen kein Spaziergang werden. «Wir verstärken deshalb unsere Kommunikation», sagt Ramona Gloor. So wolle man etwa in der «Gantrischpost» noch stärker Fakten und Geschichten aufzeigen. Dazu sei die ETH-Studie zur touristischen Wertschöpfung sicher hilfreich (siehe Text oben). In anderen Bereichen sei es aber schwierig, Zahlen herauszuarbeiten. «Wir sensibilisieren unter anderem viele Schulklassen für die Natur. Wie aber kann man den Wert dieser Sensibilisierungsarbeit in Zahlen ausdrücken?», fragt Christoph Kauz. Vieles lasse sich nicht mit Fakten belegen. Deshalb setze der Naturpark auch auf Geschichten. «Wir können zum Beispiel anhand persönlicher Erfahrungen eines Landwirts aufzeigen, wie er durch die Landschaftspflegeeinsätze ökologisch und finanziell vom Naturpark profitiert.»

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