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«Play» drücken, und der Zauber beginnt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

William Turner wanderte Stunden durch die Natur. Immer hatte er seinen Skizzenblock dabei und zeichnete das Meer und Landschaften, die er in seinem Atelier mit starken Farben auf Leinwand zauberte. Der Maler wird in einem neuen Film über ihn als «Meister des Lichts» bezeichnet.

Mélissa Auderset hat den Film noch nicht gesehen, sich aber über Google ein Basiswissen angeeignet. Sie will nämlich minimal Bescheid wissen über den Film, den sie an diesem Abend im Murtner Kino «le cinéma» auf die Leinwand projiziert.

So 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn tröpfeln die Kinobesucher an diesem nasskalten Sonntag ein. Aus der kleinen Kabine–Kasse, Kiosk, Informationsstand und Projektionsraum in einem–verkauft Mélissa Auderset die Billette, streicht die verkauften Plätze auf dem Saalplan durch, verkauft Popcorn, reserviert ein Filmplakat, gibt Auskunft über die Filmdauer.

«Wir sind hier nicht das Westside», sagt sie mit einem gewissen Stolz. Im September hat die 18-jährige Gymnasiastin aus Murten mit ihrer Tätigkeit als Operateurin im Kino Murten begonnen. Sie wollte nicht kellnern, sondern etwas Spezielleres als Nebenjob für die Wochenenden. So reichte sie eine Spontanbewerbung beim Murtner Kino ein, und wurde genommen. «Ich gehe sehr gerne ins Kino, und ich will die Kultur in Murten unterstützen», war ihre Motivation.

Ablauf programmiert

Zwischen Glace, Platzreservationen und AHV-Rabatt geht bisweilen fast vergessen, dass in ihrem Rücken eine grosse Maschine surrt: der Projektor. Die Filmrollen gehören zwar der Vergangenheit an und haben einem lizenzverschlüsselten USB-Stick Platz gemacht, aber der Film wird immer noch mit viel Licht auf die Leinwand projiziert: die Lampen müssen mit einem Ventilator gekühlt werden.

Ansonsten, so Auderset, sei die technische Bedienung äusserst einfach. Den grossen Schalter hinten einschalten und bei Vorstellungsbeginn mit einer Maus «Play» drücken. Der Ablauf mit Werbeeinspielungen, Filmtrailers und Hauptfilm ist programmiert. Und auf einem Bildschirm ist der Ablauf grafisch sichtbar.

Die Operateurin muss bei Beginn bloss kontrollieren, ob Ton und Bild korrekt sind, der Rest läuft von selbst.

Und wenn es zu einer Panne kommt? «Erst mal ruhig bleiben», sagt sie. «Dann vielleicht abstellen und wieder starten, und wenn es immer noch nicht läuft, kann ich zwei Chef-Operateure anrufen.»

Hausaufgaben im Kino

Bei Vorstellungsbeginn verdunkelt Mélissa Auderset den Eingangsbereich, damit möglichst wenig Licht in den Kinosaal fällt. Das Fensterchen zwischen ihrer Kabine und dem Saal lässt sie mit einem schwarzen Vorhang verdeckt. Den Film über Mr. Turner, den Meister des Lichts, schaut sie sich nicht an. Sie macht stattdessen Hausaufgaben für die Schule.

«Erst mal ruhig bleiben.»

Mélissa Auderset

Operateurin Kino Murten

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