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«Plötzlich lag sie nackt auf dem Rücksitz und wollte Sex mit mir»

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Autor: Marc Kipfer

Murten Wenn er jeweils seine 15-jährige Tochter zur Schule fuhr, holte er oft auch deren Kollegin ab, die in die Parallelklasse ging. Diese ganz alltägliche Situation änderte sich drastisch, als der Familienvater, ein heute 42-jähriger Portugiese, für einmal nur die Kollegin zur Schule fuhr. Der Mann fragte die Schülerin nach der Nummer ihres Mobiltelefons.

Nur einen Fall zugegeben

Was in den Tagen danach geschah, erklärte der Mann später gegenüber der Polizei folgendermassen: Er habe einen Anruf mit verdeckter Nummer erhalten. Ein Mädchen habe gesagt, sie sei 19 Jahre alt und wolle Sex mit ihm. Er habe daraufhin einen Termin mit ihr auf dem Schulhausplatz in Murten vereinbart. Erwartet habe ihn die Kollegin seiner Tochter. Er sei mit ihr in ein Waldstück gefahren, wo sie ihm erneut gesagt habe, sie sei 19 Jahre alt. Dann sei sie plötzlich nackt auf dem Rücksitz gelegen und habe Sex gewollt. «Sie hat mich fast dazu gezwungen», so der Portugiese. Er hatte bei dieser Gelegenheit mit dem Mädchen ungeschützten Geschlechtsverkehr. Dies gab er gestern Freitag als Angeklagter vor dem Strafgericht des Seebezirks in Murten zu. Das Mädchen war zum Tatzeitpunkt 14 Jahre alt.

Zehn bis fünfzehn Treffen

Nach Aussage der Schülerin hat es sich freilich ganz anders zugetragen. Das Mädchen musste nicht vor Gericht erscheinen, hatte aber ihre Geschichte im Lauf der Ermittlungen geschildert: Zwar stimme es, dass der Mann sie nie zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe – sie wollte es laut eigener Aussage «ausprobieren». Jedoch sei er es gewesen, der sie zuerst angerufen habe. Im Gegensatz zum Angeklagten, der nur einen einzigen sexuellen Kontakt zugab, sprach sein Opfer von zehn bis fünfzehn intimen Treffen. Das Telefonprotokoll des Mannes lässt die Version des Mädchens glaubwürdig erscheinen. Innerhalb eines Monats wählte der Mann ganze 137-mal die Nummer der Schülerin. «Ich sagte ihr immer wieder, dass ich keinen Kontakt mehr zu ihr wollte», war nur eine von vielen Erklärungen des Angeklagten für seinen Telefonterror.

Genugtuung für das Opfer

Das Gericht verurteilte den wegen anderer Delikte mehrfach vorbestraften Portugiesen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren. Zudem muss er dem Opfer und dessen Mutter insgesamt 7700 Franken Genugtuung und Schadenersatz bezahlen. Weitere finanzielle Forderungen in der Zukunft sind wahrscheinlich, denn das Opfer wird wegen dieser und früherer Traumatisierungen derzeit professionell betreut.

Entgegen seiner Beteuerungen habe der Mann sehr wohl wissen können, dass das Mädchen noch nicht 16 Jahre alt war. Mindestens habe er es in Kauf genommen, sagte Gerichtspräsident Markus Ducret bei der Urteilsverkündung. Eine Psychotherapie ordnete das Gericht nicht an. Ein Experte hatte die Rückfallgefahr des Mannes als klein eingestuft.

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