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Politiker müssen zurück an den Verhandlungstisch

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Zum geplanten Bundesasylzentrum in Giffers

Wir nehmen Stellung, weil die Medien Bilder und Berichte des Informationsabends vom 25. Februar über die Umnutzung der Guglera übermittelt haben, die beschämend sind und bei uns Empörung ausgelöst haben.

Es geht hier nicht um Menschen, die aus Gefängnissen ausgebrochen sind, sondern um Flüchtlinge. Die meisten von ihnen haben ihre Heimat und ihr Zuhause nicht aus Vergnügen und Spass verlassen, sondern weil in ihren Ländern Krieg, Verfolgung, Entführungen, Hunger und Arbeitslosigkeit herrschen.

Für all jene Asylsuchenden, welche nicht aus Katastrophenländern stammen und zurückkehren können, muss eine tragbare Lösung gefunden werden. Doch solange ein Verfahren läuft, müssen alle Männer, Frauen und Kinder korrekt und menschenwürdig untergebracht werden, und zwar nach der Konvention der Menschenrechte und den Prinzipien der christlichen Menschenliebe, die letzten Mittwoch viel zu kurz gekommen ist. Und dies in einem Land und in einem Kanton, wo dem Christentum eine sehr grosse Wertschätzung beigemessen wird.

Ausgerechnet die SVP und andere am rechten Rand der Parteienlandschaft Stehende haben ein vom Bund aus gesteuertes und erst noch schnelleres Verfahren mit Erfolg verlangt. Jetzt, da dieses Verfahren in Kraft ist, sind es genau diese Kreise, die sich in Giffers und Umgebung vehement gegen ein Bundeszentrum wehren. Argumente wie: «ungeeignet», «gefährlich für die Einwohner», «Leute werden in Zukunft Giffers als Wohnort meiden», «der Bodenpreis wird zerfallen», «die Kriminalität ist programmiert», «der ehemalige Besitzer wollte nur Geld machen» sind Argumente, die, hätte der Bund früher informiert, sich nicht geändert hätten.

Nach diesem bedenklichen Auftritt ist zu hoffen, dass vor allem die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen wieder den Boden unter den Füssen finden und sich die Selbstverständlichkeit, dass Flüchtlinge und Asylsuchende menschenwürdig untergebracht werden, zu eigen machen, und dass sie zurück an den Verhandlungstisch gehen, wo in höflichem Ton und mit Anstand die Informationen diskutiert werden, um das Jahr 2016 möglichst gut gemeinsam vorbereiten zu können. Der Verein Tagsatzung Freiburg seinerseits möchte das ihm Mögliche dazu beitragen, dass sich Menschen in Not bei uns wohlfühlen können.

 

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