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Politische Erziehung in der Praxis

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Jugendsession der Stadt Freiburg findet am 27. März statt

Die Session wird von der Jugendkommission organisiert. Diese ist im November 1996 gegründet worden und arbeitet mit Jugendinstitutionen und auswärtigen Kommissionen zusammen. Um die Teilnahme der Jugendlichen in der Gemeindepolitik zu sichern, hatte eine Arbeitsgruppe zwei Vorschläge ausgearbeitet:die Entsendung eines Jugenddelegierten und die Bildung eines Gemeindeparlamentes. Beide Institutionen wurden als «zu starr» abgelehnt und stattdessen die Organisation einer Jugendsession befürwortet.

Raum für Dialog

Kommissions-Präsident Prosper Dombele ist zufrieden: «Wir haben mit der Session einen Raum geschaffen – es ist jetzt an den Jugendlichen, das Wort zu ergreifen.» Gemäss Syndic Dominique de Buman ist fast der gesamte Gemeinderat anwesend und wird auf die Anliegen eingehen. Allerdings gehe es nicht darum, die Anträge der Jugendlichen anzunehmen oder sie abzulehnen:«Wir wollen den Jugendlichen die Stadtpolitik anhand ihrer Anliegen erklären und mit ihnen einen Dialog führen.» Er bezeichnet die Session deshalb als Diskussionsforum für Jugendliche und Politiker.

Für Kommissionsmitglied und FOS-Direktor Bernard Flühmann kommt der Session ein grosser pädagogischer Wert zu:«Die blosse theoretische politische Erziehung der Jugendlichen ist tot – jetzt setzen wir auf den praktischen Weg.» Im Vorfeld sind an den Schulen der Stadt Freiburg verschiedenste Themen von der Rettung der Schützenmatte bis zum Gewaltproblem vorbereitet worden. Im Rahmen der Session wird auch ein Büro unter dem Vorsitz von Prosper Dombele gegründet. Das Büro besteht aus Jugendlichen und soll auch nach der Session Anliegen sammeln. Wenn genügend Anträge zusammen sind, soll das Büro mit den Gemeinderäten Kontakt aufnehmen und eine Session planen.
In den Kollegien, Oberstufenzentren, der Berufsschule, der KDMS sowie der «Association des Centres de loisirs» und dem «Foyer pour apprentis» waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht worden – Bedingung war der Wohnort «Stadt Freiburg» sowie das Maximalalter 18. Es haben sich enttäuschend wenige Lehrlinge gemeldet. Aus der Berufsschule war es nur einer, der sich aber später zurückziehen musste, weil er bereits 21 Jahre alt ist. Jetzt sind es gerade noch zwei aus dem «Foyer pour apprentis». Jolimont-Direktor Philippe Jean begründet dies unter anderem mit einem Minderwertigkeitskomplex gegenüber den Gymnasiasten sowie anderen Interessen.
Die Zahl der Deutschfreiburger schätzt Bernhard Flühmann auf etwa fünfzehn. Laut Dominique de Buman wird es kein Sprachenproblem geben:«Die Fragen dürfen selbstverständlich in Deutsch oder Französisch gestellt werden und die Gemeinderäte werden ebenfalls in ihrer Sprache antworten.» Wie bei den Grossen.

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