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Polizei warnt vor falschen Liebhabern

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Seit Anfang Jahr verzeichnet die Kantonspolizei einen Anstieg der Internetbetrugsfälle, insbesondere für das Phänomen «Romance Scam». So kommt es beispielsweise vor, dass der selbst ernannte kanadische Ingenieur «Bob Tyler», gut aussehend und gut situiert, auf einer Partnervermittlungsplattform Frau Müller aus Düdingen oder Frau Meier aus Giffers anschreibt und ihr nach kurzer Zeit sehr eindringlich und blumig vermittelt, dass genau sie die Frau seiner Träume sei. Frau Meier sehnt sich nach einer Partnerschaft und ist nicht sehr misstrauisch im Internet und weiss vielleicht auch gar nicht, wie einfach man ganze Profile von A bis Z fälschen kann und dass E-Mail-Adressen oder Telefonnummern keine sicheren Hinweise mehr auf die Herkunftsländer der jeweiligen Personen sind. Je länger Frau Meier mit Herrn Tyler chattet oder auch telefoniert, desto überzeugter ist sie von der Ernsthaftigkeit der Werbung.

Wenn der Betrüger dann sicher ist, dass er eine genügend starke emotionale Abhängigkeit erreicht hat und ein persönliches Treffen geplant ist, folgen Schilderungen von Unfällen, Krankheitsfällen, Behördenproblemen oder familiären sowie geschäftlichen Notfällen. So ist Herr Tyler zum Beispiel angeblich auf dem Weg in die Schweiz, musste aber geschäftlich über Dubai reisen. Dort kann ein Geschäft nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn sofort eine gewisse Summe vorgeschossen wird, wobei Herr Tyler aus unterschiedlichsten Gründen keinen Zugriff auf seine eigenen Finanzen hat und deshalb Frau Meier doch so nett sein möge, so rasch als möglich die Summe zu überweisen, damit die Reise in die Schweiz endlich angetreten werden kann. Hier soll also ein Vorschuss auf das langersehnte Treffen geleistet werden.

Frauen zwischen 40 und 65

«Romance Scam» oder «Love Scam» ist laut einem Communiqué der Kantonspolizei eine Form von Vorschussbetrug, der auf Menschen mit einem starken Partnerwunsch abzielt und der sich in der virtuellen Welt abspielt. Die Opfer, hauptsächlich Frauen zwischen 40 und 65 Jahre alt, versenden oft mehrere 1000 Franken an die falschen Liebhaber, bevor sie sich ihres Malheurs bewusst wurden. Seit Anfang Jahr sind bei der Kantonspolizei mehrere Strafanträge aufgrund dieses Phänomens eingegangen. Lediglich in den Monaten Mai und Juni wurden vier Fälle mit einer Deliktsumme von 200 000 Franken verzeichnet.

Die Kantonspolizei gibt mehrere Tipps, wie man sich vor «Romance Scam» schützen kann: Man bestehe darauf, die Person, die einem umwirbt, persönlich kennenzulernen; man bezahle niemals Geld an Menschen, die man nicht persönlich kennt, und soll umso misstrauischer werden, wenn das Geld mittels eines Geldtransfer-Service überwiesen werden soll. Weiter gilt es, so anonym wie möglich zu bleiben und keine Fotos oder Videos von sich selbst zu verschicken, die man nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen will.

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