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Popichins «russisches Roulette» ging nicht mehr auf

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Popichins «russisches Roulette» ging nicht mehr auf

Gottéron lag in Rapperswil nach dem ersten Drittel schon mit 0:3 zurück

Gottérons Niederlagenserie ging am Dienstag ungebremst weiter. Die Freiburger verloren in Rapperswil mit 4:3. Der Drei-Tore-Rückstand nach einem Drittel war am Schluss eine zu grosse Hypothek. Popichins «russisches Roulette» am Schluss ging einmal mehr nicht auf.

Von KURT MING

Match der letzten Chance für Team und Trainer nannten viele Insider das Spiel in Rapperswil. Deshalb kaum zu glauben, mit welch einer largen Einstellung die Drachen ans Werk gingen. Nach gut 14 Minuten stands schon 3:0 für Rappi und der Mist im gut besetzten Lido war geführt. Für Direktor von Mentlen war das erste Drittel ein zweites Einlaufen seiner Mannschaft: «Das darf doch nicht wahr sein, jetzt verlieren wir ein weiteres Mal schon am Anfang eines so wichtigen Spiels alle Siegeschancen.» Gleich beim ersten Einsatz machte Sassi, der Flügelstürmer des vierten Blocks, einen groben Schnitzer und schon war es nach Rizzellos Tor um die Moral der Gäste geschehen. Ab diesem Moment brachte Popichin sein Youngsters nicht mehr. Weber und McTavish im Powerplay schossen die weiteren Tore vor dem ersten Seitenwechsel. Nur am Rande bemerkt: Den ersten richtigen Schuss von Vauclair musste Rappi-Goalie Tobler erst nach acht Minuten abwehren und anfangs des zweiten Abschnittes spielten die St. Galler über drei Minuten Powerplay bei fünf gegen fünf.

Gottéron spielt erst nach 24 Minuten

Ein Unglück kommt meistens selten allein: Topskorer Jukka Hentunen konnte wegen einer Knöchelverletzung aus dem Davos-Match nur mit einer Schmerzspritze spielen und kam dadurch kaum auf sein normales Rendement. Trotzdem hauchte das Duo Wirz/Hentunen beim Stande von 3:0 für Rappi seinem Team in der 25. Minute mit dem Anschlusstor neues Leben ein. Nur kurze Zeit später jedoch kassierte der HCF eine Doppelstrafe, was der starke finnische Verteidiger Tuulola zum Führungsausbau ausnützte. Als Schiri Prugger Freiburgs Topskorer Hentunen wegen Reklamierens 10 Minuten hinausschickte, schien sich endgültig alles gegen die Gäste verschworen zu haben. Aber meistens in solchen kritischen Situationen zeigen die Freiburger ja bekanntlich Charakter. Auch gestern, als Rhodin endlich nach langer Zeit wieder einmal ein Überzahltor zum 4:2 gelang (37.).

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken schalteten McTavish und Co. einen Gang zurück, was ihnen laut Center Weber am Schluss beinahe noch einen Punkt gekostet hätte. Eine Szene aus der 46. Minute zeigte, wie verunsichert im Moment die GottéronSpieler sind. Allein vor dem leeren Tor vergab Routinier Montandon einen sicheren Treffer. Fünf Minuten vor Schluss spielte dann Trainer Popichin, wohl im Wissen um seine letzte Chance an der Bande, plötzlich mit sechs Feldspielern und ohne Goalie minutenlang «russisches Roulette». Ausser dem Anschlusstreffer von Doppeltorschütze Wirz brachte dies aber auch nichts mehr. Verständlich, dass der Russe am Schluss mit dem negativen Spielausgang haderte: «Im Moment läuft bei uns wirklich alles schief. Nach dem 3:0 hat mein Team zwei Drittel lang hart gearbeitet, aber am Schluss einmal mehr keinen Lohn erhalten.» Aber wer so schwach und ohne Emotionen ins Spiel geht, kann kaum auf Punkte hoffen. Zu diesem Zeitpunkt war wohl den meisten im Lager der Saanestädter klar, dass dies für das Trainergespann Popichin/Malkow an der alten Arbeitsstädte des Chefcoaches die eine Niederlage zu viel war.
Rappi – Gottéron 4:3 (3:0, 1:2, 0:1)

Lido; 4269 Zuschauer; SR: Prugger, Kehrli/Lombardi. Tore: 7. (6:04) Rizzello (Hürlimann, Morger) 1:0, 7. (6:53) Weber (McTavish) 2:0, 15. Mc Tavish (Tuoulola, Bayer/Ausschluss Gerber) 3:0, 25. Wirz (Hentunen) 3:1, 29. Tuulola (Röst/Ausschlüsse Plüss, Hentunen) 4:1, 37. Rhodin (Karlberg, Martin/Auschluss Eloranta) 4:2, 57. Wirz (Karlberg/Ausschlüsse Eloranta, Montandon/HCF mit 5 Feldspielern ohne Goalie) 4:3. Strafen: Rapperswil 7 x 2 Minuten; Gottéron 9 x 2 Minuten.
Rapperswil/Jona: Tobler; Fischer, Geyer; Bayer, Tuulola; Capaul, Gmür; Parati; Schefer; McTavish, Weber, Bärtschi; Eloranta, Röst, Walser; Siren, Bütler, Baumann.
Freiburg/Gottéron: Mona; Rhodin, Gerber; Martin, Marquis; Studer, Berger; Birbaum; Hentunen, Karlberg, Wirz; Plüss, Montandon, Schneider; Sprunger, Vauclair, Howald; Berthoud, Schümperli, Sassi.
Bemerkungen: Rapperswil ohne Berchtold (verletzt) und Stephan (krank); Gottéron ohne Lintner (verletzt), Haldimann (Farmteam La Chaux-de-Fonds). Time-out HCF (55.). Wahl zu den besten Spielern: Tuulola und Wirz.

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