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Positive Begegnungen für junge Firmlinge

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Die Pfarreien Tafers, St. Ursen, Heitenried und St. Antoni haben sich vor knapp zwei Jahren entschieden, das Firmalter 15+ einzuführen. Das heisst, dass die Jugendlichen während drei Jahren auf ihrem Firmweg begleitet werden, bevor sie in der dritten Orientierungsstufe – also etwa 15- oder 16-jährig – das Sakrament der Firmung erhalten.

Drei verschiedene Wege

Bevor Bischofsvikar Kurt Stulz, die Seelsorger und der Pastoralrat die Anregung für einen Wechsel des Systems gaben, wurden alle Jugendlichen in Deutschfreiburg in der fünften oder sechsten Klasse gefirmt. Die Entscheidung für oder gegen den neuen Firmweg war jeder Pfarrei selbst überlassen. Vier der fünf Mitgliedpfarreien der Seelsorge-Einheit Sense Mitte entschieden sich für 15+. Alterswil und weitere Pfarreien von anderen Seelsorge-Einheiten blieben beim alten System. Andere Pfarreien wie Düdingen und Bösingen wählten den Firmweg 18+: Diese Jugendlichen werden erst nach Erreichen des 18. Lebensjahrs gefirmt.

Jugendliche abholen

«Es war ein Abwägen der Vor- und Nachteile», erklärt Esther Bucher-Williner. Sie ist Mitglied der Pastoralgruppe St. Ursen und Firmkoordinatorin für diese Pfarrei. Für das Firmalter 15+ spreche das Alter der Jugendlichen. «Sie befinden sich mitten in der Pubertät. Das ist eine schwierige, aber auch eine spannende Zeit, in der die Jugendlichen nach Neuem streben.» Auf dem neuen Firmweg versuche man dieser Situation gerecht zu werden. «Wir wollen die Jugendlichen in dieser Zeit stützen, ein offenes Ohr haben und versuchen, ihr Interesse zu wecken», führt Esther Bucher-Williner aus. «Der Akzent wird weniger auf das Vermitteln von theoretischem Wissen als auf das Ermöglichen von Erfahrungen und Begegnungen gesetzt.» So könne man sie dafür sensibilisieren, dass eine Begegnung mit Gott im Alltag möglich sei.

Bewusster Entscheid

Auf diese Weise könne man davon ausgehen, dass die Jugendlichen den Entscheid, sich am Ende dieser drei Jahre firmen zu lassen, bewusst fällen. Als die Firmung noch in der fünften bzw. sechsten Klasse stattgefunden habe, seien es vielfach die Eltern gewesen, die für ihre Kinder entschieden hätten. Der Gruppendruck spiele in diesem Alter eine grosse Rolle. Ein Nachteil für das System 18+ sei, dass die Jugendlichen sich in Lehre, Beruf oder weiterer Ausbildung befänden und deshalb schwieriger zu erreichen seien.

«Für Firmung 15+ spricht, dass es ein Mittelweg ist», sagt Esther Bucher-Williner. «Die dreijährige Begleitphase gibt uns die Gelegenheit, die Jugendlichen auf verschiedenste Art und Weise an das Thema Glauben heranzuführen.» Es seien Aktivitäten möglich, für welche die Sechstklässler noch zu jung seien. Ausserdem könne das Angebot je nach Altersstufe angepasst werden.

Aufwendige Organisation

Ein Argument gegen den Firmweg 15+ ist die aufwendige Organisation über drei Jahre, die nur mit viel Freiwilligenarbeit zu bewältigen ist. «Es gibt keine Ideallösung», hält Esther Bucher fest. Der erste dreijährige Durchgang mit dem neuen Firmalter wird für die vier Pfarreien deshalb auch ein Sammeln von Erfahrungen sein. Die Firmlinge werden am Ende jedes Ateliers zu positiven und negativen Punkten befragt.

70 Jugendliche aus den vier Pfarreien haben sich für den Firmweg angemeldet und seit Anfang November 2010 die ersten Ateliers besucht. Diese sind in die Bereiche «Ich», «Du – Gemeinschaft» und «Gott» eingeteilt (siehe Kasten). «Es war uns ein Anliegen, möglichst interessante und spannende Angebote anzubieten», sagt Esther Bucher-Williner über die Zusammenstellung des Angebots. Es sollte keine Konkurrenz zu Jubla oder Schulaktivitäten sein.

Gemeinschaftssinn fördern

Eines der Ziele sei es gewesen, den Gemeinschaftssinn zu fördern. «Wir haben zuerst einmal geschaut, welche Institutionen und Persönlichkeiten wir in der Pfarrei haben.» Erfreulicherweise sei man fast überall auf offene Ohren gestossen. «Wir haben festgestellt, dass die sinnvolle Ateliergestaltung vielen Leuten in den Pfarreien am Herzen liegt, dafür sind wir sehr dankbar.» Zusammen mit den anderen Firmkoordinatorinnen hofft sie, dass dieser dreijährige Firmweg die Jugendlichen unterstützen kann.

Helfen statt behindern

Viel Lob hat sie auch für die Zusammenarbeit innerhalb der Seelsorge-Einheit erhalten. «Wir haben einen guten Weg gefunden, unsere Stärken und Schwächen einzubringen. Manche haben mehr personelle Ressourcen als andere. Helfen statt behindern, lautet die Devise.» Gut findet Esther Bucher-Williner es auch, dass in den Firmgruppen nicht nur theologische Fachleute Einsitz haben, sondern auch Laien. «So kommen verschiedene Inputs zusammen.»

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