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Positives Signal für «Redwood»

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Positives Signal für «Redwood»

Bauernverband, Wirtschaftskreise und Uni Freiburg unterstützen «Pro Galmiz»

Das Unterstützungskomitee «Pro Galmiz» wird seinerseits breit unterstützt. Sowohl die Freiburger Landwirtschafts- als auch die Handelskammer befürworten das Projekt – ebenso die Universität.

Von PATRICK HIRSCHI

Obwohl erst gestern offiziell gegründet, kann sich «Pro Galmiz» nicht über fehlenden Zuspruch beklagen. «Wir haben bereits etwa 100 Mitglieder», sagte Komiteepräsidentin Christiane Feldmann an der Medienkonferenz im Schulhaus Galmiz. Das Komitee will sich für den möglichen Produktionsstandort eines Pharmaunternehmens im Grossen Moos stark machen (siehe FN vom 28. Januar).

Feldmann, die ausserdem auch Stadtpräsidentin von Murten und Präsidentin des Gemeindeverbandes See ist, betonte, dass es nicht darum gehe, andere Schweizer Standortkonkurrenten schlecht zu machen. Vielmehr wolle man nach der «Angstmacherei» und «verfänglichen Argumenten» der Gegner aufzeigen, dass es auch eine andere Seite gibt. «Die Gegner sind bereits schweizweit präsent, aber ich denke nicht, dass sie die schweizerische Meinung repräsentieren», meinte die Präsidentin.

Offenbar Biotechnologie

Neben Christiane Feldmann besteht der Vorstand von «Pro Galmiz» aus folgenden Personen: Thomas Wyssa (Ammann von Galmiz), André Uebersax (Direktor Handelskammer Freiburg), Daniel Blanc (Direktor Landwirtschaftskammer Freiburg), Marco Celio (Dekan Naturwissenschaftliche Fakultät Uni Freiburg) und Jean-Pierre Siggen (Direktor Arbeitgeberverband Freiburg).

Er verstehe, dass einige überrascht sein mögen über das Engagement der Landwirtschaftskammer, sagte Daniel Blanc den Presseleuten. Eigentlich sei ja jeder verlorene Quadratmeter Agrarland bedauernswert. «Aber man muss realistisch sein. Und die Freiburger Bauern sind keine Träumer mehr».

Zwar seien 55 Hektaren enorm. Diese Fläche entspreche etwa 220 Tonnen Getreide. Aber allein im vergangenen Jahr hätten 100 Tonnen zu Tierfutter verarbeitet werden müssen, relativierte er sogleich. Mit der Umzonung bestehe daher vielleicht sogar die Möglichkeit, den Kornpreis zu stabilisieren, vermutete er. «Die Landwirtschaft braucht eine starke Wirtschaft, damit sie ihre Aufgaben weiterhin erfüllen kann», unterstrich er.

Marco Celio unterstützt das Komitee vor allem aus zwei Gründen, wie er selber sagte. Erstens habe die Zusammenarbeit mit der Industrie in seiner Fakultät eine lange Tradition. Er könne sich vorstellen, dass die Technik und Apparaturen seiner Institute auch für «Redwood» interessant sein könnten. Und zweitens könnten viele Uniabgänger beim US-Pharmakonzern eine Stelle finden. «Heute gehen viele Junge nach dem Studium in die USA, und dort bleiben sie dann auch», klagte er.

Viele Medien vermuten seit geraumer Zeit, dass das nach wie vor anonyme Unternehmen in der Gentech-Branche tätig ist. Celio bestätigte dieses Gerücht indirekt: «Das 21. Jahrhundert gehört der Biotechnologie», sagte er zum Schluss seiner Rede.

Aktionen hat das Unterstützungskomitee noch keine geplant. Aber wenn die Gegner wie angekündigt auf dem fraglichen Terrain demonstrieren werden, wolle man auch vor Ort sein, betonte Christiane Feldmann.

Umweltschützer willkommen

Erst wolle man aber noch mehr neue Mitglieder gewinnen, sagte sie. «Auch Gewerkschafter und Umweltschützer sind bei uns willkommen», fügte sie hinzu.

Neben Galmiz interessiert sich der unbekannte US-Pharmariese auch für Yverdon, Payerne sowie Standorte in Irland und Singapur. Christoph Aebischer von der Freiburger Wirtschaftsförderung gab bekannt, dass mit einem definitiven Entscheid des Konzerns wohl nicht vor Ende Juni zu rechnen sei.
Landschaftsschützer antworten prompt

Das gegnerische Aktionskomitee, das sich neuerdings «Galmiz – Ja zur Raumplanung Schweiz» nennt, weist den Vorwurf der «Angstmacherei» zurück. «Unser Komitee hat sich im Gegenteil konstruktiv für die Wahl eines raumplanerisch geeigneten Standortes eingesetzt», schreibt Präsident Hans Weiss in einer Medienmitteilung.

Man stehe aber unverändert auf dem Standpunkt, dass die Umzonung bundesrechtswidrig sei, heisst es weiter. Das Areal stehe in einer rechtsgültigen Landwirtschaftszone und ausserhalb des kantonalen Entwicklungsschwerpunktes, behaupten die Landschaftsschützer. hi

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