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Postagenturen haben auch Vorteile

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Am Samstag schliesst die Poststelle in Cressier. Briefe und Pakete aufgeben müssen die Einwohnerinnen und Einwohner von Cressier in der neuen Postagentur, im Laden der Tankstelle Vicianum Petrolium im Pra-Rond. Und wenn es im Briefkasten einen weiss-gelben Zettel hat, mit dem Hinweis auf einen Zahlungsbefehl oder eine Wertsendung, müssen diese in Courtepin abgeholt werden.

Bereits als die Post die Schliessung der Poststelle im letzten September angekündigt hat, reagierte Syndic Jean-Daniel Pointet nicht erfreut (die FN berichteten). Und noch heute ist er unzufrieden mit dem Vorgehen der Post: «Die rückläufigen Zahlen, mit denen die Post argumentiert, sind nicht alle glaubhaft», sagt Pointet. Laut der Schweizerischen Post wurde die Poststelle zu wenig oft benutzt, mit durchschnittlich 65 Einzahlungen und neun aufgegebenen Paketen pro Tag.

Sorgen macht er sich um die älteren Leute, die ihre Rechnungen noch mit Bargeld bezahlen und dafür in Zukunft nach Courtepin müssten. Allerdings gebe es mit einer Agentur auch Vorteile: «Die Öffnungszeiten werden sich verbessern», so Pointet.

 Im Seebezirk gibt es mit Cressier und Misery-Courtion erst zwei Postagenturen. Noch nicht geklärt ist die auf 2016 angekündigte Schliessung der Poststelle in der Gemeinde Ried bei Kerzers (die FN berichteten). Laut Gemeindeschreiber Marc Etter werden die Verantwortlichen der Post im Herbst mit der Gemeinde deswegen Kontakt aufnehmen.

 Plasselb wehrte sich heftig

 Im Sensebezirk gibt es bereits sechs Poststellen. Zum Beispiel in Plasselb. Die Gemeinde stand vor zwei Jahren vor demselben Problem wie Cressier. Der Gemeinderat wehrte sich, zog die Postkommission PostCom bei und lancierte in der Gemeinde eine Umfrage. «Genützt hat es zwar nichts, aber es ist dennoch wichtig, dass sich Gemeinden bei einem solchen Entscheid wehren», sagt der Plasselber Syndic Hervé Brügger auf Anfrage. Er ist überzeugt, dass nur so auf nationaler Ebene ein Umdenken stattfinden könne. «Die Poststellen sind Errungenschaften, die man nicht einfach so leichtfertig aufgeben sollte.»

 Seit einem Jahr befindet sich eine Postagentur in der Dorfbäckerei. Brüggers Befürchtungen sind heute die gleichen wie damals: «Die Leistungen wurden reduziert, für Bareinzahlungen oder eingeschriebene Briefe müssen die Einwohner nach Plaffeien auf die Post.» Ein positiver Aspekt sei einzig, dass die Bäckerei davon profitiere, sagt Brügger.

Bareinzahlung in der Bank

In Alterswil ist die Postagentur seit letztem Herbst im Dorfladen Migros-Partner untergebracht. Von negativen Erfahrungen hat der Alterswiler Syndic Hubert Schibli noch nichts gehört–bis auf das Problem mit Bareinzahlungen, die nicht mehr möglich sind. Allerdings habe er vernommen, dass einige ihre Einzahlungen jetzt auf der Bank machen. So könne die Bank profitieren und von den Postgeschäften auch der Dorfladen, ist Schibli überzeugt.

 «Es ist ein Zeichen der Zeit, dass immer weniger Leute, vor allem die Jungen, die Postdienstleistungen nutzen.» Schibli hat deshalb ein gewisses Verständnis für das Vorgehen der Post. Die Lösung mit einer Postagentur findet der Alterswiler Syndic auch ein halbes Jahr nach der Einführung eine gute Sache, weil nach wie vor ein grosser Teil der Dienstleistungen angeboten wird und die Kunden von längeren Öffnungszeiten profitieren können.

Postagenturen

Länger offen, aber ohne Bargeldverkehr

Die neue Postagentur in der Tankstelle Vicianum Petrolium in Cressier nimmt ihren Betrieb am Montag, 20. April, auf. Die grösste Veränderung gegenüber der Poststelle, die morgen schliesst, sind längere Öffnungszeiten. Die Agentur hat jeden Tag offen, von Montag bis Samstag bis 21 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr. Bareinzahlungen jedoch sind in der Agentur nicht mehr möglich. Akzeptiert werden nur PostFinance- und Maestrokarten, mit denen neben Einzahlungen auch Bargeldbezüge bis 500 Franken vorgenommen werden können. Kunden können Briefe und Pakete aufgeben, auch eingeschriebene Sendungen. Bei Abwesenheit des Empfängers können Pakete und eingeschriebene Briefe in der Agentur abgeholt werden. Ausnahmen sind Spezialsendungen wie Nachnahmen oder Zahlungsbefehle, die auf der Poststelle Courtepin hinterlegt werden.tk

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