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Poyabrücke gehört zum Gesicht der Stadt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Neues Wahrzeichen in Freiburg», «spektakuläre Brücke über das Saanetal», «Brücke für den heiligen Nikolaus»–diese Schlagzeilen, begleitet von Bildern der Schrägseilbrücke mit der längsten Spannweite der Schweiz, waren vor einem Jahr im ganzen Land in den Zeitungen zu lesen. Es erstaunt darum nicht, dass Freiburg Tourismus in der Brücke ein grosses touristisches Potenzial sah. Deshalb bildete das Tourismusbüro drei offizielle Stadtführer eigens zu «Brückenführern» aus.

Besucher aus der Schweiz

Einer von ihnen ist Michel Sulger. Der 77-jährige «Brückenführer» steht regelmässig im Einsatz: Im Sommer macht er zum Teil mehrere Brückenführungen im Monat. Alle möglichen Leute würden sich für die Brücke interessieren, nicht nur Ingenieure, sagt er. Allerdings kommen die Besucher fast nur aus der Schweiz: «Im Ausland ist die Brücke nicht bekannt.» Ein Problem sei, dass sich die Poyabrücke weit weg von den anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt befinde, deshalb wollten nur wenige Reisegruppen sie wirklich beschreiten, so Sulger. «Ab und zu kommen aber Gruppen mit dem Bus zum Parkplatz bei der Brücke, dann gehen wir von dort aus auf das Bauwerk.»

Sulger erklärt seinen Gästen zuerst, was für eine Bedeutung die Brücken in der Brückenstadt Freiburg haben. Oft interessierten sich die Gäste dann für die Höhe der Poyabrücke. «Ich sage immer, die Höhe zwischen der Saane und der Strassenebene entspricht fast der Höhe der Kathedrale»–70 Meter sind es bei der Brücke, 76 Meter bei der Kathedrale. Gerne erkläre er auch den Aufbau der Spannkabel. Und nicht selten werde nach dem Namen «Poya» gefragt–die Brücke ist nach dem gleichnamigen Schloss benannt, das sich auf der Westseite der Brücke befindet. Aber auch die Freiburger Militärkaserne trägt diesen Namen.

Technische Daten gebüffelt

Der perfekt zweisprachige Sulger, der in der Freiburger Unterstadt aufgewachsen ist und am Lehrerseminar an der Murtengasse unterrichtete, hat auch Zahlen und technische Daten gebüffelt. «Ich habe diese alle auswendig gelernt. Das ging noch wie von selber», sagt der rüstige Rentner mit einem Schmunzeln. Noch während der Bauphase erarbeitete er sich sein Wissen im Informationspavillon. Viel habe er auch von Christophe Bressoud gelernt, dem Projektleiter der Poyabrücke. Sollte Sulger dennoch etwas nicht auswendig wissen, so findet er alles Wissenswerte in seiner Ledermappe, die er bei den Führungen immer dabei hat.

Nicht nur über die Brücke weiss Sulger bestens Bescheid, sondern auch über die Geschichte der Stadt Freiburg und ihre historischen Gebäude. «Auf der Poyabrücke, mit der Stadt im Hintergrund, lässt sich die Geschichte den Touristen sehr gut erklären.»

 

Tourismus: Poyabrücke als Markenzeichen

Die meisten Touristen, die nach Freiburg kommen, um die Poyabrücke zu besichtigen, sind Tagestouristen. «Diese können wir aber statistisch nicht erfassen», erklärt Cédric Clément, Direktor von Freiburg Tourismus und Region. Deshalb sei es ein Jahr nach Eröffnung schwierig zu sagen, ob sich die Poyabrücke positiv auf die Tourismusentwicklung in Freiburg ausgewirkt habe. «Wir wollen aber die Brücke in Szene setzen», so Clément. Das Bild der Stadt Freiburg mit der Poyabrücke im Vordergrund und der Altstadt mit der Kathedrale im Hintergrund, die Kombination von Vergangenheit und Moderne – das solle das Gesicht der Stadt Freiburg sein, so wie es die Touristen wahrnehmen sollten. So wie man Genf spontan mit dem Springbrunnen in Verbindung bringe, solle man Freiburg mit dem Bild von Poyabrücke und Kathedrale assoziieren. Deshalb werde jetzt immer mehr mit diesem Kontrastbild gearbeitet: in Broschüren, im Internet, auf Werbematerialien. Das Tourismusbüro setzt darum auch weiterhin auf die Marke «Kultur-Brücken-Stadt». Clément hat auch eine konkrete Idee, wie das touristische Potenzial von Freiburgs Brücken ausgeschöpft werden könnte: Auf der Zähringerbrücke könnten Infotafeln zu den Brücken angebracht werden. Im Roten Turm wäre eine Indoor-Ausstellung denkbar – von dort aus biete sich auch ein Blick auf alle wichtigen Brücken der Stadt. «Diese Idee ist mehr als eine Vision, aber noch kein konkretes Projekt», verrät Clément. ko

Zahlen und Fakten

Schrägseilbrücke hält den Schweizer Rekord

Das Projekt Poya umfasst nebst derBrückeauch den 272 Meter langenTunnelund denunterirdischen Kreisel, die von der Brücke Richtung St.Leonhard führen. Zudem wurde dieMurtenstrassebis zur Autobahnzufahrt Nord auf vier Spuren ausgebaut. Die Brücke ist eine Schrägseilbrücke; mit einer Spannweite von196 Meternim mittleren Brückenabschnitt hält sie den Schweizer Rekord. Die Pylonen, an denen die Schrägseile befestigt sind, sind mit 110 und 91 Metern diehöchsten Bautenin Freiburg. Im September 2006 hatte das Freiburger Stimmvolk mit 81Prozent deutlich Ja zum Verpflichtungskredit über 58 Millionen Franken gesagt. Im Februar 2010 genehmigte der Grosse Rat einen Zusatzkredit von 28 Millionen Franken für den unterirdischen Kreisel. Insgesamt kostete das Bauwerk am Schluss211Millionen Franken. Der Bund zahlte 85,5 Millionen Franken daran.njb

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