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Prächtiger Abschluss in Murten

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Der künstlerische Leiter Kaspar Zehnder, Viviane Chassot, Artist in Residence, und das Märchenmotto haben die diesjährige Ausgabe von Murten Classics geprägt. Das Schlusskonzert rückte dies nochmals in den Mittelpunkt. In der Deutschen Kirche von Murten dirigierte Kaspar Zehnder am Sonntagabend ein motiviertes und diszipliniertes Orchester, sein Sinfonie Orchester Biel Solothurn, das er seit zwei Jahren leitet. Das 1969 gegründete Orchester, das einst auch Armin Jordan dirigiert hat, präsentierte eine reiche Palette an märchenhaften Werken aus dem 20. Jahrhundert: Strauss, Nedbal, Humperdinck, Dvořák, Rimsky-Korsakow.

Regen willkommen

Mit dem Walzer «Feen-Märchen» von Johann Strauss jr. stimmt das über 60-köpfige Orchester die Zuhörenden in der voll besetzten Kirche auf den Höhepunkt ein. Und dies ist zweifelsohne der Auftritt der Solistin Viviane Chassot. Sie interpretiert die «Märchenbilder» des tschechischen Komponisten Václav Trojan und offenbart damit ein spannendes Originalwerk für Akkordeon und Orchester.

Nochmals erleben die Zuhörenden eine Musikerin, die mit Hingabe und Verve die Nuancen einer bilderreichen Musik herauszukristallisieren vermag. Eine Musikerin, die mit Orchester und Dirigent eine harmonische Zwiesprache führt und so die Zuhörenden zu fesseln vermag. Glücklich wohl, dass das Wetter ihr zuspielt und sie in der Kirche spielen kann. Denn der Schlosshof habe leider den Klang ihres Instrumentes nicht getragen, wie sie am Donnerstag anlässlich des Haydn-Konzerts enttäuscht sagte.

Mit der Wahl einer Akkordeonistin als Artist in Residence hat Murten Classics einen guten Griff getan. Die 33-jährige Musikerin–aufgewachsen in Wollerau–hat viele neugierige Konzertbesucher angezogen. Ihre sechs Konzerte waren quasi ausverkauft.

Fantasievolle Welt

Mit Strauss-Walzern, Rimsky-Korsakows berühmtem «Hummelflug»–vom Orchester feinfühlig und mit rasanten Pianopassen dargeboten–wie auch Humperdincks Ouvertüre zu «Hänsel und Gretel» hat der künstlerische Leiter sich an das Märchenmotto gehalten und dem Publikum gezeigt, mit welcher Fantasie–sprich in der Kinderwelt–sich auch grosse Komponisten bewegt haben. Doch kann eine solche Ansammlung ohne Akteure auf der Bühne bisweilen nicht auch zu viel werden?

Ein kompakt und in sich geschlossenes Werk hingegen ist die «Rusalka»-Suite, eine Zusammenfassung der erfolgreichsten Oper von Dvořák. Kaspar Zehnder, dem man übrigens beim Dirigieren gerne zuschaut, hat mit dem ausgezeichnet klingenden Sinfonie Orchester Biel Solothurn eine facettenreiche Interpretation erarbeitet. Es wird farbenreich und präzise musiziert. Einen grossen Verdienst haben zweifelsohne die hervorragenden Bläserinnen und Bläser.

Mit dem «Tanz der Rohrflöten» aus Tschaikowskys «Nussknacker» bedankt sich der Dirigent für den warmherzigen Schlussapplaus. Dann werden die Gäste in die stille Nacht entlassen.

Doch Murten zeigt sich von der garstigen Seite. Nur ein paar wenige Beizen – notabene, wo es sehr laut zu und her geht–sind offen. Hätte da Murten nicht dafür sorgen müssen, dass sich die Gäste zum Festivalabschluss in einem würdigen Lokal hätten begegnen können?

Eintritte: Durchzogen ist einzig die Wetterbilanz

M it rund 8000 Besuchern sei die Anzahl der Eintritte bei den Murten Classics zwar um rund acht Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr, schreibt der Präsident der Murten Classics, Daniel Lehmann, in einer Medienmitteilung. «Angesichts des kühlen und verregneten Sommers dürften die Veranstalter aber trotzdem sehr zufrieden sein.» Die Auslastung der Konzerte mit bezahlten Eintritten betrage in diesem Jahr immer noch über 91 Prozent. «Und die Budgetvorgabe für den Ticketverkauf konnte sogar leicht überschritten werden.»

Von den 27 Konzerten mit bezahltem Eintritt seien zehn voll besetzt gewesen. «Einen besonderen Leckerbissen stellten die Konzerte mit der Artist in Residence, Viviane Chassot, dar.» Ob mit Orchesterbegleitung, im kleinen Ensemble oder als Solorezital: Ihre Konzerte seien durchwegs auf grosses Interesse gestossen. Guten Anklang hätten auch die Sommernachtskonzerte am neuen Austragungsort, dem Park Hotel Schloss Münchenwiler, gefunden. «Durchzogen ist einzig die Wetterbilanz», so L ehmann. Von den 13 Schlosshofkonzerten konnten sieben draussen stattfinden, die anderen mussten die Veranstalter in die Deutsche Kirche verlegen. Von vier Sommernachtskonzerten fanden zwei draussen statt. emu

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