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Pragmatismus in der Verkehrspolitik ist gefragt

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Pragmatismus in der Verkehrspolitik ist gefragt

Autor: «Petition für Sicherheit in Altstadtgasse» – FN vom 23. November 2010

Als Anwohner der Alpenstrasse in Freiburg habe ich Verständnis für die Bewohner der Alten Brunnengasse. Ich werde jeden Abend mit Stau in Richtung Rathaus konfrontiert, und die neue Verkehrsführung am Bahnhof hat nun dafür gesorgt, dass wir den allabendlichen Stau auf der Alpenstrasse auch noch in Richtung Python-Platz haben. Auch ich nutze daher vermehrt die Alte Brunnengasse. Kurz umrissen: Die teilweise Verkehrsberuhigung der 4-spurig ausgebauten, 6 Meter breiten Hauptverkehrsachse am Bahnhof hat dazu geführt, dass Quartiere und Strassen wie Varis, Jura, Beauregard, Vignettaz, Burg, Neustadt einer erheblichen Mehrbelastung ausgesetzt sind. Ganz zu schweigen von den armen Menschen, die hinter dem Bahnhof leben. Wirklich beruhigt worden ist letztendlich nur die Zeughausstrasse (rte des Arsenaux) mit ihren lärmgeschützten Bauten. Lärmgeschützt nicht wegen der Autos, sondern notabene wegen der SBB, die während 24 Stunden mit Personen- und Güterzügen an den Wohnungen vorbeirast. Dafür akzeptieren die Stadtplaner anscheinend, dass die Autofahrer dazu verleitet werden, in bewohnte Nebenquartiere auszuweichen. Eine Mehrbelastung der Achse Varis-Uni Miséricorde-Bauregard führt zum Beispiel dazu, dass der Autofahrer an zwei Studentenwohnheimen, der Uni, der Kantonsbibliothek, dem Kollegium St. Michael, an den Berufsschulen und an einem Primarschulhaus vorbeifahren. Wahrlich eine Meisterleistung der Stadtplaner! Schützen wir so unsere Jugend? Es besteht meines Erachtens durchaus Handlungsbedarf, denn die gewählte Lösung am Bahnhof ist in dieser Form nur schwer nachvollziehbar. Jedoch wäre es zu egoistisch angedacht, eine «pragmatische Lösung» nur für die Alte Brunnengasse zu fordern. Die Haltung, «der Verkehr darf überall rollen, nur nicht bei uns», ist in diesem Fall nicht tragbar. Die meisten Betroffenen sind sich wahrscheinlich einig, dass die einfachste und pragmatischste Lösung die Wiederherstellung des alten Zustands am Bahnhof wäre. Kleine Massnahme, grosse Wirkung! Das nenne ich Pragmatismus.

Martin Tschäppät, Freiburg

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