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Präsidiumwechsel: «Gute Produkte und persönliche Beratung bleiben gefragt»

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Während 20 Jahren war der frühere Seminardirektor Pius Lehmann, Tafers, Präsident des Deutschfreiburger Verbandes der Raiffeisenbanken (RB). Im Interview blickt er auf eine spannende Zeit zurück.

Was hat Ihnen dieses Amt gebracht?

Wirtschaftsfragen haben mich schon immer interessiert. Raiffeisen gab mir die Möglichkeit, mich näher damit auseinanderzusetzen. Der Vorstand des Regionalverbandes setzt sich zusammen aus Bankfachleuten und Behördenmitgliedern, die ihr Verwaltungsmandat milizmässig ausüben.

Ich erlebte unzählige interessante Begegnungen, die mich persönlich bereicherten. Die Meinungsvielfalt auf einen Nenner zu bringen, war oft eine besondere Herausforderung. Sicher habe ich so auch für meine hauptberufliche Tätigkeit einiges profitiert.

Wie hat sich die Raiffeisenbewegung Deutschfreiburg in Ihrer Amtszeit entwickelt?

Aus den Kassen wurden Banken, d. h. die Dienstleistungen wurden vielfältiger, professioneller in allen Bereichen für eine Kundschaft, die informierter und selbstbewusster geworden ist.

Zahlenmässig heisst dies: Von den damals 15 Banken sind es heute noch zehn (d. h. zehn Banken und elf Zweigstellen); die Bilanzsumme stieg von 673 Mio. auf 2949 Mio. Franken, also 4,4 mal mehr. Jeder dritte Einwohner ist Mitglied einer RB-Bank. Schweizweit haben wir den höchsten Erschliessunggrad (Verhältnis Einwohner/Genossenschafterinnen, Genossenschafter).

Inwieweit macht das Genossenschaftssystem in der schnelllebigen Zeit weiterhin Sinn?

Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Monate in der Finanzindustrie, macht das Genossenschaftssystem wirklich Sinn. Raiffeisenbanken sind überschaubar, und wir geniessen – laut den letzten Befragungen – eine überaus hohe Wertschätzung. Dies soll uns aber nicht hindern, auch gefragte Neuerungen aufzunehmen.

Welches werden in naher Zukunft die Herausforderungen der Dorfbanken sein?

Wer die Bankszene verfolgt, kann leicht feststellen, dass die uns auferlegten Regulatorien immer dichter werden. Besonders gefragt werden aber sein: die persönliche Beratung, gute Produkte, gut verständliche Angebote, die Sicherheit, die Entscheidungskompetenz vor Ort. Als Hintergrund dienen wohl eine gute Informatik, die Weiterbildung der Fachleute und «handliche» Arbeitsprozesse. wb

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