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Präzisionsmedizin 4.0 einfach erklärt

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Früher ging ein Patient in der Regel ohne grosses Wissen über seine Beschwerden zu seinem Hausarzt, und dieser nahm ihm gegenüber eine ziemlich paternalistische Rolle ein. Heutzutage kommen vor allem junge Menschen oft mit einer ganzen Liste selbst gegoogelter möglicher Diagnosen zu ihrem Arzt, was diesen zu einem völlig veränderten Rollenbild zwingt.

Dies ist nur ein Beispiel unter vielen, die zeigen, dass die digitale Revolution auch vor der Medizin und namentlich vor der Präzisionsmedizin nicht haltmacht. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen und das Themenfeld mit einem breiten Publikum zu diskutieren, veranstaltete das Freiburger Swiss Integrative Center for Human Health (SICHH) gestern in seinen Räumlichkeiten auf dem Blue-Factory-Areal erstmals einen «Integrative Human Health Day». Dabei stand auch die Frage im Zentrum, inwiefern dieser Paradigmenwechsel auch immer mehr interdisziplinäres, integratives Arbeiten von den verschiedenen involvierten Akteuren des Gesundheitswesens erfordern könnte.

Insgesamt nahmen rund 120 Personen an dem Anlass teil. Es handelte sich um Akteure aus den Bereichen Forschung, Industrie, Biowissenschaften und Politik. Auch Ständerat Beat Vonlanthen (CVP), Grossratspräsident Markus Ith (FDP, Murten) und Staatsrat Jean-Pierre Siggen (CVP) gaben sich die Ehre.

Stetig steigende Kosten?

Im Verlauf des insgesamt sechsstündigen Anlasses wurden zunächst einzelne Teilaspekte der Problematik in vier Workshops erarbeitet. Dabei ging es um Integration und Interaktion, um das Management von Digitalisierungsprozessen verschiedener Komplexität, um die Anpassung des Bildungswesens an die aktuellen Bedürfnisse eines immer innovativeren Umfelds sowie um die entsprechenden Herausforderungen auf unternehmerischer Seite.

Anschliessend wurden die Ergebnisse dieser Gruppenarbeiten zusammengetragen, bevor zwei Round-Table-Gespräche den Tag abrundeten. An diesen nahmen unter anderem die Nationalrätinnen Isabelle Chevalley (GLP, VD) und Marina Carobbio Guscetti (SP, TI) teil.

Sehr engagiert äusserte sich dabei Felix Frey, Geschäftsführer der Sitem-Insel AG. Er mahnte, dass jeder medizinische Fortschritt auch finanzielle Folgen habe – sprich: die Kosten in die Höhe treibe. Carobbios Gegenargument, die Politik brauche eben ein den neuen Rahmenbedingungen angepasstes Tarifmodell, liess er nicht gelten. Er sei nun seit vier Jahrzehnten in der Medizin tätig, und sämtliche Entwicklungen, die er in dieser Zeit erlebt habe, würden seine These von den stetig steigenden Kosten immer wieder bestätigen. Isabelle Chevalley forderte ihrerseits, nicht dogmatisch an die Sache heranzugehen. Jeder integrative Dia­log könne nur dann funktionieren, wenn sämtliche Gesprächsteilnehmer wirklich bereit seien, auch aufeinander zu hören.

«Den Dialog ermöglichen»

Sehr zufrieden mit dem Echo auf diesen erstmals durchgeführten Anlass zeigte sich auf Anfrage Jean-Marc Brunner, CEO des Swiss Integrative Center for Human Health. «Das Ziel dieses Tages war es, den Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie zu ermöglichen und solche komplexen Thematiken auch für die Allgemeinheit verständlich zu machen.»

Chronologie

Lange ein Sorgenkind

Das SICHH war lange ein finanzielles Sorgenkind des Kantons. Denn die Eröffnung hatte sich um zwei Jahre verzögert und erfolgte erst 2016. Im letzten Jahr drohte gar der Konkurs. Letzter Rettungsschirm war die Anpassung der finanziellen Unterstützung des Kantons, welche im vergangenen Dezember vom Grossen Rat gutgeheissen wurde. Dieser beschloss, dass der Kanton die Bankschulden des SICHH übernimmt und dass eine Bürgschaft von neun Millionen Franken schrittweise in ein direktes Darlehen umgewandelt wird.

jcg

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