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«Preise senken ist nicht möglich»

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«Aufgrund unseres Berufes sind wir bestens in der Lage, die allgemeine Stimmung zu erfassen», sagte Muriel Hauser, Präsidentin von Gastro Freiburg, an der gestrigen Generalversammlung in Châtel-St-Denis. Sie ging in ihrem Jahresbericht auf die Aufhebung der Wechselkursuntergrenze ein. Während auf der einen Seite viele die Folgen als gering empfänden, würden andere die Entwicklung als verheerend empfinden.

Hauser ist der Meinung, dass der Tourismus und insbesondere das Gastgewerbe von der allgemeinen Konjunkturstimmung beeinflusst werden. «Zweifellos werden wir den Rückschlag erst in den kommenden Monaten zu spüren bekommen», sagte sie. Freiburg sei wohl aufgrund des grossen Anteils an einheimischen Gästen weniger verwundbar als andere Regionen, doch auch die Mitarbeiter von Exportfirmen, die ihre Preise und Margen überprüfen müssen, zählten zu den Kunden der Freiburger Restaurants.

Es geht um Rentabilität

Wie Hauser sagte, müsse die Gastro-Branche gegen die Idee ankämpfen, dass sie die Preise senken sollte. Gastro Suisse fordere zwar eine Senkung der Importpreise, aber dies sei aufgrund des Gewinnstrebens gewisser Importeure nicht geschehen. «Aufgrund dieser Sachlage ist es uns nicht möglich, unsere Preise zu senken. Die Gastwirte müssen unbedingt an ihren Preisen festhalten, damit sie eine Rentabilität ihrer Einrichtungen gewährleisten können», sagte Hauser. Es gelte vielmehr, den Gästeempfang und die Servicequalität zu pflegen.

Dazu trägt gemäss Hauser auch die Verlängerung der obligatorischen Ausbildung von 12,5 auf 23 Tage bei. Hauser forderte aber eine Lockerung der Gesetze. Beispielsweise müsse ein Wirt beweisen, dass er nicht verantwortlich ist, wenn er verschmutzte Eiswürfel hat. Wenn es durch verschmutztes Wasser geschah, es am Tag der Messung aber wieder sauber ist, sei der Beweis nicht mehr möglich.

Hauser kandidiert

Gegenüber den Wirten erwähnte Staatsratspräsident Erwin Jutzet die drohende Kontingentierung von Personal, das die Gastronomie treffen würde. In der Gastronomie würden mehr Permis B ausgestellt als für den Bau oder das Gesundheitswesen. Jutzet äusserte die Befürchtung, dass bei einer Kontingentierung Kantone mit vielen Firmen hoher Wertschöpfung zuerst zum Zug kämen. Er lobte die Anstrengungen zu einer weiteren Qualitätsverbesserung in der Branche: «Sie kultivieren das soziale Wohl.» An der Versammlung von Gastro Freiburg traten Steven Espinosa und Paolo Sciotto neu in den Vorstand ein. Aus dem Vorstand von Gastro Suisse tritt Tobias Zbinden zurück. Muriel Hauser kandidiert für diesen frei werdenden Sitz.

Zahlen und Fakten

Fast die Hälfte mit Sonderpatenten

Die Gaststätten im Kanton Freiburg erzielen insgesamt einen Jahresumsatz von 662 Millionen Franken. Diese Zahl erwähnte Gastro-Freiburg-Präsidentin Muriel Hauser, um einen Eindruck vom wirtschaftlichen Gewicht der Branche zu geben. Die Mitgliedunternehmen des Verbandes beschäftigen 4366 Angestellte und richten eine Gesamtlohnsumme von 142 Millionen Franken aus. Per Ende 2014 zählte der Kanton 1593 Patente; davon waren 840 Hauptpatente und 753 Sonderpatente. 466 der Sonderpatente gehörten dem Typ H an für nicht dauerhafte oder saisonbedingte sportliche, kulturelle oder soziale Anlässe. An der Versammlung gestern wurden 71 Fähigkeitsausweise verliehen, sechs für Absolventen des Kurses auf Deutsch und 65 auf Französisch. Insgesamt hatten es acht Kandidaten auf Deutsch und 89 auf Französisch versucht.uh

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