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Priester sollen selbst entscheiden

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Weltpriester sollen selber entscheiden können, ob sie ihr Amt als Zölibatäre oder als Verheiratete ausüben wollen. Auch verheiratete Priester sollen in ihr Amt zurückkehren können, wenn sie das wünschen. Das fordert eine Online-Petition, die am Wochenende im bündnerischen Brigels gestartet wurde. Der ehemalige Pfarrer von Brigels, Marcel Köhle, gab im Sommer bekannt, dass er künftig mit einer Frau zusammenleben werde. Er schied somit aus seinem Amt aus. Die Gemeinde be­dauerte den Abgang des beliebten Pfarrers.

Bereits im August forderte der Seelsorgerat der Pfarrei Brigels in einem offenen Brief an den Papst, dass dieser sich für die Aufhebung des obligatorischen Zölibates einsetzen und «sich dabei am Mut des ehemaligen Pfarrers von Brigels ein Beispiel nehmen» solle.

Ordensfrau auf Stimmenfang

Nun folgt eine Petition, die ebenfalls an den Papst gerichtet ist. «Unser sehr beliebter Pfarrer von Brigels war so ehrlich und hat seine Beziehung zu einer Frau öffentlich bekannt gemacht. Mit der Tatsache, dass er diese Beziehung öffentlich leben möchte, hätten die allermeisten Pfarreiangehörigen kein Problem, schliesslich hat Gott den Menschen mit seinen emotionalen Bedürfnissen und mit seiner Sexualität geschaffen und selbst festgestellt, dass dies gut ist», heisst es im Petitionstext, der von Florentina Camartin unterzeichnet ist. Camartin gehörte den Ingenbohler Schwestern an, verliess aber die Kongregation, weil sie ins «Alterheim» hätte gehen müssen, wie sie gegenüber kath.ch sagte. Heute gehört sie dem Dritten Orden des heiligen Franziskus an, wohnt in Brigels und «ist weiterhin für die Allgemeinheit aktiv».

Die Initiative zur Petition geht von ihr aus. Die Kirchgemeinde und auch die Katholiken im Ort unterstützen sie in ihrem Anliegen und halfen ihr beim Aufschalten der Peti­tion. Camartin begründete ihre Initiative gegenüber kath.ch mit den Worten: «Wir müssen den Menschen eine Möglichkeit geben, auch in diesem Fall ihre Stimme abgegeben zu können.» In den kommenden Monaten sollen insgesamt 18 000 Unterschriften gesammelt werden.

kath.ch

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